Beiträge von StebuEx

    Zitat

    Original geschrieben von lobo999
    Aber sicher nicht von Tucholsky im Jahre 1930 :D . Eher was aus 2008.
    Zu Tucholskys Zeiten waren "Derivate" noch der Alptraum eines Hellsehers für die ferne Zukunft.


    Eher nicht. Eine kleine Einführung:



    Die Anfänge der Derivate


    Historisch betrachtet gehen Derivate viel weiter zurück als die Aktien selber. So lassen sich die ersten Termingeschäfte (Futures) bis nach 1700 v. Chr. zurückverfolgen, die erste börsengehandelte Aktie dagegen lässt sich ins Jahr 1602 zurückdatieren, sprich 3’300 Jahre später.


    500 v. Chr. wurden die ersten Terminkontrakte auf Oliven gehandelt. Die Motivation der Produzenten war es, sich gegen fallende Preise abzusichern, indem sie schon im Voraus den Preis der Oliven mit den Käufern vereinbarten. Gleichzeitig konnten sich die Warenabnehmer gegen steigende Preise absichern, falls eine Ernte ausgefallen wäre.


    Somit entstanden aber auch zum ersten Mal in der Geschichte «Spekulationsgeschäfte». Der Mathematiker Thales, welcher damals in
    grossem Masse Optionen für den Betrieb von Olivenpressen erwarb, konnte diese Nutzrechte äusserst lukrativ weiter veräussern. Dies gelang ihm, da er schon frühzeitig fähig war, die künftige Ernte treffend einzuschätzen. Mit diesen Optionen erwarb Thales ein Recht auf die Nutzung eines Gutes. Falls die
    Ernte schwach ausgefallen wäre, hätte Thales seine Option nicht ausgeübt und diese wäre wertlos verfallen. An dem Prinzip hat sich bis
    heute nicht viel geändert.


    Die Blütezeit der Optionen begann im 17. Jahrhundert mit dem Aufkommen der
    holländischen «Tulpenmanie», einer Spekulationsblase in Tulpen. Tulpenzwiebeln hatten damals mehr Wert als Gold und Edelsteine. Nachdem aber 1637 die Tulpenzwiebelpreise in exorbitante Höhen schossen, löste dies eine Verkaufswelle bei den Händlern aus und die Preise brachen zusammen. Die Folge war eine schwere Wirtschaftskrise. Im 19. Jahrhundert wurde der Terminhandel dann salonfähig, mit der Gründung des Chicago Board of Trade (CBOT). Diese Termingeschäfte konnten nun in grossen Volumen abgewickelt werden, weil es einheitliche Standards der gehandelten Waren gab. Diese standardisierten
    Termingeschäfte nennt man Futures. Als dann Anfang der 70er Jahre die fixen Wechselkurse fielen, stieg das Bedürfnis nach «Absicherung» markant an. International tätige Unternehmungen, welche ihre Produkte häufig in einer Fremdwährung verkauften, hatten das Problem, dass ihre Einnahmen wertmässig
    zu schwanken begannen.


    Quelle: Geschichte der strukturierten Produkte (2007, CH)

    Ich würde meinen, der normal ausgewiesene Scorewert ist irrelevant, entscheidend ist der Branchenscore. Und der wird online nicht ausgewiesen.....


    Zitat

    Original geschrieben von KingBanh
    problem ist nur, dass die großen Unternehmen dieses Auswahlverfahren leider sehr häufig einsetzen


    Gruß


    Das ist schon klar - die Frage ist aber, wie sie später Deine Leistung einschätzen wollen. Wenn sie schon so anfangen und so beschränkt/geizig/einfallslos an die Auswahl herangehen kannst Du damit rechnen, einen 1A-Blasenquatscher-Job abzugreifen inkl. der vorhersehbaren Komplikationen.


    Nach dem Studium habe ich mich mal in einer geistigen Verpeilung bei VF beworben: die wollten doch tatsächlich, daß ich vor versammelter Bewerbermannschaft mein Privatleben und Beweggründe breittrete. Hab dann vor Ort abgesagt und bin reingehauen....Selbstverständlich habe ich auch niemals nicht mal wieder danach auch nur einen VF-Schubladenvertrag abgeschlossen...

    Zitat

    Original geschrieben von KingBanh
    -ganz wichtig-


    Zitat

    Original geschrieben von DUSA
    Wobei das noch rein gar nix darüber aussagt, wie gut sie jeweils den einen oder anderen Job machen. Aber jut...


    Deshalb meine Erfahrung: in vernünftigen Unternehmen wurde die, sorry Scheiße, schon lange wieder abgeschafft und es wird aktiv mit der Abwesenheit von AC's geworben :p
    Grds sind AC's ein Zeichen für mangelhafte Personalpolitik....

    Ich sehe das Problem ganz einfach: genauso wie E-plus früher unter dem Netzabdeckungsproblem gelitten hat, leiden sie unter dem Joystickproblem. In meinem Bekanntenkreis hatte jeder mal nen 750/800. Dann kamen die Probleme und Diskussionen. Wenn heute ein Handykauf ansteht, kommt die Marke prinzipiell nicht mehr in Betracht, ganz einfach. Da können sie bieten was sie wollen, der Lolli ist gelutscht, bis zum Stiel. Außerdem war/ist das Marketing massiv auf Kinder ausgerichtet - da brauchen sie sich nicht wundern, wenn der erwachsene Mensch kein Interesse mehr hat, sich mit den Produkten zu beschäftigen. Außerdem machen sie noch den Standardfehler: in guten Zeiten viel und falsche Reklame, in schlechten Zeiten wenig/gar keine. Ziemlich dilettantisch die Angelegenheit.....

    Nee nee, so einfach ist das nicht.


    Zitat

    Verzicht der Einrede bei deliktunfähigen Kindern
    Kinder unter 7 Jahren können für Schäden, die Sie verursachen nicht haftbar gemacht werden - jedenfalls nicht gesetzlich. Deshalb leisten viele Versicherungen nicht, wenn ein Schaden durch Kinder herbei geführt wurde. Da man allerdings nicht auf dem "moralischen" Schuld sitzenbleiben möchte, wenn der eigene Sohn oder die eigene Tochter doch mal "was anstellen" sollten und dabei Freunden oder Nachbarn ein üppiger Schaden entsteht. Hier können Sie die "Einrede der Deliktunfähigkeit" ausschließen. Die Privathaftpflicht prüft dann nur noch, ob der Schaden an sich versichert ist - nicht aber, ob Sie z.B. Ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.


    http://www.premium-makler.de/privatehaftpflicht.html


    ...und da es Vorsatz war, war es natürlich nicht versichert.

    Zu: C)a)


    Das zweijährige Nachbarskind hat bei meinem frisch polierten Cabrio Beifahrerseite und Heckklappe zerkratzt. Schaden 880,-
    Versichert sind die Eltern bei der VHV, Regulierung wurde sofort abgelehnt unter Hinweis der nicht ständig möglichen Aufsicht. Den Verzicht auf die Einrede kann man sich also klemmen, da eh keine Schadenersatzpflicht vorlag.