Beiträge von jof

    Zitat

    Original geschrieben von FRANKFURT Daraus folgere ich, das der Schaden schlicht übersehen wurde oder vom Käufer herbei geführt wurde.


    Das wiederum ist ein Argument, bei dem ich als Verkäufer nicht klein beigeben würde. "Schaden übersehen" kann ich mir schlecht vorstellen, wohl aber ein Schaden auf dem Versandweg. Ist das dann aber nicht Risiko des Käufers...?


    Und "vom Käufer herbeigeführt" heißt doch nichts anderes, als dass der Käufer lügt. Dann ist davon auszugehen, dass er (neben dem Anwalt, der ggf. "sein bester Kumpel" ist und "mal eben einen Brief auf Geschäftspapier schreibt") auch noch einen Zeugen bringen wird, der bestätigt, dass das Gerät schon beim Auspacken defekt war.


    Wenn ich als Verkäufer sicher bin, dass das Gerät im beschriebenen Zustand meinen Wohnort verlassen hat, dann würde ich es aussitzen.


    Meine Meinung.


    Gruß Jörg

    Wenn Verkäufer A seine Ruhe haben will, dann einschließlich Anwaltsgebühr überweisen.


    Wird die Anwaltsgebühr nicht überwiesen, kann es sein dass Käufer B Ruhe gibt oder auch nicht. Ob die Anwaltsgebühren zu Recht verlangt werden, sollen andere beurteilen. Mein Bauchgefühl sagt ja. Und wenn ich Käufer B wäre, würde ich die zur Not einklagen (lassen).


    Und die Moral von der Geschicht': Artikel immer offen und ehrlich beschreiben.


    In diesem Fall wäre wohl am besten gewesen: "Gebrauchter Zustand, funktioniert einwandfrei. Folgende Mängel: Ecke Abgebrochen, lässt Gerät 1-3 Millimeter zur Halterung abstehen. Funktionsfähigkeit ist gegeben. Optisch liegt der Mangel nicht im Blickfeld des Betrachters, da er sich auf der Rückseite befindet." und alles wäre gut.


    Warum hantiert man mit "Top-Zustand" und "Sehr gut", wenn es einfach nicht stimmt? Hat irgendetwas Kratzer, dann ist es eben nicht "Top-Zustand" sondern "guter Zustand mit Kratzern". Und wenn was abgebrochen ist, ist es dann wirklich noch in "gutem Zustand"...?


    Gruß Jörg

    Zitat

    Original geschrieben von Martin[mm] Ein großer Teil des sozialen Lebens/Kommunikation findet mittlerweile bei Facebook und Whatsapp statt.


    So? Bei mir nicht. Obwohl ich bei beiden angemeldet bin.


    Vielleicht ist das auch jetzt die "Gelegenheit", sein "soziales Leben/Kommunikation" zu ändern...?


    Ich bin mal gespannt, wann FB den TT kauft, und wie viele Milliarden da gezahlt werden.


    Gruß Jörg

    Re: Festnetz-Bereich (offtopic)


    Zitat

    Original geschrieben von telcafe
    Du wirst es kaum glauben, aber ich kenne Menschen etwas höheren Alters, die sich nach anfänglichem Interesse wieder vom Internet verabschiedet haben (weil die Einarbeitung zu umfangreich wurde). Jetzt wird nur noch die Festnetzflat bei einem Anschluss für monatlich 21,25 Euro genutzt. Hier wäre eine kostenlose Papierrechnung auch sinnvoll und erfreulich.


    Ich kenne ältere Menschen, die sich vom Internet wieder verabschiedet haben, weil sie altersbedingt nicht mehr in der Lage sind einen Computer sinnvoll zu bedienen, bzw. weil sie "die Lust verloren" haben (und das nicht nur am Computer - zwischen 75 und 85 liegen 10 Jahre, die viel verändern können...)


    Und ich kenne (ältere) Menschen, denen ist die Telefon- oder Handyrechnung völlig egal. Kommt sie per Post, wird sie kommentarlos abgeheftet, kommt sie per Mail, wird sie gar nicht beachtet.


    Deshalb bin ich FÜR eine Papierrechnungsgebühr. Diejenigen, die eine Papierrechnung per Post haben wollen (oder brauchen) können dann auch den Eurofuffzich oder so bezahlen, ohne in Armut zu verfallen. Und die, die es nicht brauchen, zahlen auch nicht dafür.


    Gruß Jörg

    Es fällt sicher schwer, sich (gedanklich) von einem Arbeitsplatz zu lösen, in dem man 12 Jahre lang gearbeitet hat, ein sicheres und gutes Gehalt bekommt, auch wenn die "Stimmung" nur noch mäßig (aber - noch? - nicht zerrüttet ist). Erst Recht mit dem Hintergrund Eigenheim und Familie.


    "Von außen betrachtet" stellt sich das häufig ganz anders dar, weil man die Angelegenheit viel klarer und emotionsloser betrachten kann.


    Andererseits kann man nach 12 Jahren sagen: wenn nicht jetzt (nochmals den Job wechseln), wann dann?


    Und vielen, die sich nach langen, quälenden Gedanken von der Firma gelöst haben, ergeht es dann so dass sie sagen: "warum hab' ich das nicht schon früher gemacht", insbesondere auch, weil sie erst dann merken, welche Last sie (mehr oder weniger "unbemerkt") die ganze Zeit mit sich herumgetragen haben. Das ist wie in einer schlechten Ehe...


    Es ist natürlich schwierig (manchmal auch gefährlich) einen Rat nur aufgrund einer (zwangsläufig gefärbten) Schilderung in einem anonymen Internetforum zu geben, ohne die näheren Umstände tatsächlich zu kennen. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Tendenz vom Threadersteller ja bereits vorgegeben wird, und meistens nur nochmals eine Bestätigung für das gesucht wird, was innerlich bereits (fast) beschlossen ist (auch wenn es einem noch nicht 100% bewusst ist).


    Mein Rat: fang an, aktiv nach einem neuen Job zu suchen und Deine Chancen auszuloten. Aber erst dann (selbst) kündigen, wenn ein neuer Job in trockenen Tüchern ist. Du hast wenig zu verlieren, da z.B. bei Dir nicht zu berfürchten ist, (D)eine künftige Beförderung aufs Spiel zu setzen o.ä.


    Dank eines bestehenden Arbeitsverhältnisses, arbeitnehmerfreundlicher Gesetzgebung und einem guten Sozialsystem besteht kaum Sorge, kurzfristig irgendwo "durchs Raster" zu fallen und in der Armutsschiene zu landen. Außerdem geben Dir die genannten Punkte Zeit, den Absprung gründlich vorzubereiten. Von einer "geplanten Umstrukturierung im Betrieb" solltest Du Dich nicht beeindrucken lassen (und erst Recht nicht "umfallen" oder "einknicken"), sondern weiter "Deinen Weg" gehen.


    Die größte Gefahr sehe ich darin, dass Du "zu wenig aktiv" einen neuen Job suchen könntest, und Dich ggf. zu lethargisch verhälts - das erwähne ich ggf. auch nur vorsorglich, da wir uns nicht kennen (und ich nicht wissen kann, ob diese Gefahr bei Dir besteht oder nicht)...


    Zum Abschluss noch zwei Fälle aus dem Bekanntenkreis, wo es plötzlich "ganz düster aussah", sich die Dinge aber tatsächlich zum positiven entwickelt haben:


    Fall a):


    Fast 20 Jahre angesehener, wichtiger, gutbezahlter Softwareentwickler in einem großen internationalen Konzern. Etwa 6 Wochen vor dem 20-jährigen Firmenjubiläum Termin beim "oberen Chef". Angestellter denkt, es geht um die Gestaltung seine Feier zum 20-jährigen. Tatsächlich: angekündigte Umstrukturierung, Wegfall des Arbeitsplatzes, Kündigung. (In Wirklichkeit wurde die Arbeit künftig von einem deutlich jüngeren Kollegen für weniger als die Häfte des Gehalts erledigt).


    Es gab zwar eine 6-stellige (!) Abfindung, jedoch nicht hoch genug um das Haus "auf einen Schlag" abzubezahlen. Familie, Frau im Beamtenverhältnis, Haus deshalb ortsgebunden.


    Jobaussichten am Wohnort gegen Null, längere Arbeitssuche, beginnende psychische Probleme. Job in anderem Bundesland gefunden (Entfernung zum Wohnort 700km) , Mann wohnt unter der Woche zur Untermiete am Arbeitsort und pendelt zum Wochenende zur Familie.


    Heute: Neues Haus gefunden, Frau hat Job am Arbeitsplatz des Mannes gefunden, Tochter hat Schulwechsel erfolgreich vollzogen, Familie ist (wieder) glücklich. Operation letztendlich geglückt!



    Fall b):


    Mann Mitte 40, selbständig (kleine Firma mit 6 Angestellten, die aber konjunkturbedingt keinen Gewinn abwirft und kaum Zukunftschancen hat), nimmt (vermeintlich) sicheres Jobangebot an und macht Firma dicht. Nach 4 Monaten wird der Chef, der ihn eingestellt hat vergrault, es kommt zu Spannungen mit dem neuen Chef, Entlassung in der Probezeit mit sofortiger Freistellung.


    Problem: kein Anspruch auf ALG, nur Hartz IV, parallel laufende Scheidung, finanzielle Probleme, Ex-Angestellte stellen Ansprüche an Ex-Firmeninhaber, Auto wird verkauft, Eigenheim kann nicht verkauft werden wegen laufender Scheidung und Rosenkrieg, usw.


    Mann glaubt aber an sich, hält sich mit "Aushilfsjobs" über Wasser. Leidenszeit gut 2 Jahre.


    Heute: neue Frau, neues Haus, neuer Job in leitender Position.



    Was ich mit den Beispielen sagen will: auf Regen folgt Sonnenschein, wenn man an sich glaubt.


    Viel Erfolg!


    Gruß Jörg