Prokon wollte Geld haben und hat Geld bekommen. Ob Prokon mit dem Geld anders = besser hätte "wirtschaften" können, sei mal dahingestellt.
Für den Anleger war es "dumm", Prokon Geld zu geben. "Dumm" ist hier nicht überheblich gemeint, denn "Dummheit" ist menschlich. "Dummheiten" macht jeder von uns, die einen mehr, die anderen weniger, aber wir Menschen machen "dumme" Sachen bzw. treffen "dumme" Entscheidungen.
Wenn es um Geld, verlieren manche durch "Dummheiten" ein paar Kröten, so dass sie sich das neue Auto nicht leisten können. Andere verlieren ihr ganzes Vermögen - dann müssen sie halt wieder von vorne anfangen, mit der Vermögensbildung.
Es bringt nichts, zu versuchen, die eigene "Dummheit" anderen in die Schuhe zu schieben oder andere dafür verantwortlich zu machen. Es gibt das Sprichwort "für hätte gibt's nix" - also bleibt nur das nach vorne schauen.
Vielleicht ist es ein innerlicher "Trost", das Geld nicht "alles" ist. Andere bezahlen eine "Dummheit" mit dem Leben oder sitzen danach im Rollstuhl oder setzen ihre Beziehung/Familie in den Sand.
Wieder andere sitzen im Gefängnis - schaut euch den Gribkowsky an, der war Vorstand einer Landesbank. Nach dem Ermessen des kleinen Mannes hatte der doch "alles", was man sich wünschen kann. Dann hat er eine "Dummheit" gemacht, und sitzt nun im Knast.
Möchte jemand mit Schumacher tauschen? Der hat seine Millionen im trockenen, liegt aber schwerverletzt im Koma (das soll nicht zynisch klingen, bitte nicht falsch verstehen!
Also: Prokon war eine Dummheit, aber es gibt schlimmeres. Man lernt immer dazu. Aber "maulen" gilt nicht, keiner wurde gezwungen. Also soll sich der Kleinanleger sagen "dumm gelaufen" und nach vorne schauen.
Meine Meinung.
Gruß Jörg