Beiträge von jof

    Re: Frage zu Sommerreifen (Traglastindex)


    Zitat

    Original geschrieben von SunnyStar Meine Werkstatt müsste sich erst erkundigen und das würde 3-4 Tage dauern. Eine Reifenwerkstatt wusste es auch nicht und müsste nächste Woche beim Reifenhersteller nachfragen.


    Was macht die Werkstatt denn beruflich? Reparatur von Kuckucksuhren?


    Gruß Jörg

    Re: Renovierung bei Hauskauf - Was will die Bank genau wissen?



    Guten Morgen,


    das wichtigste für die Bank ist "Sicherheit". An erster Stelle steht dabei die Sicherheit, dass ihr während der ganzen Laufzeit die Raten abzahlen könnt. An zweiter Stelle steht die Sicherheit der Immobilie. Wenn ihr die Raten nicht bezahlen könnt, muss der Verkauf der Immobilie den Kredit und die Kosten der Bank abdecken können, auch im Rahmen einer Zwangsversteigerung.


    Wenn diese Dinge nicht erfüllt werden bzw. in keiner vernünftigen Relation stehen, gibt's auch keinen Kredit. Die Bank will übrigens sehr genaue Zahlen haben. Hast Du die nicht, wird die Bank intern Ansätze treffen und ggf. entsprechende Aufschläge einkalkulieren.


    Die Bank prüft Eure Einkommen und weitere Verpflichtungen, setzt die Lebenshaltungskosten an, macht Risikozuschläge, und heraus kommt eine Wahrscheinlichkeit, mit der ihr in der Lage sein werdet, die Raten zu bezahlen. Das macht jede Bank ein wenig anders.


    Üblich sind Finanzierungen im 60%...80% Bereich. Ab 80% Fremdkapital wird es kritisch (und teurer). Die Bank nimmt üblicherweise nicht den Kaufpreis einer Immobilie als Maßstab, sondern den Verkehrswert, d.h. die Summe, die ein Verkauf auf dem Immobilienmarkt bringt.


    In Eurem Fall werden die Investitionen von 80.000 € wahrscheinlich nur zu einem geringen Teil auf den (Verkehrs-)Wert des Hauses angerechnet, weil diese "Mehrkosten" auf dem Markt bei einem Verkauf kaum erzielt werden können. Zumal die Investitionen ja noch nicht getätigt sind, aber der Kredit für den Kauf schon ausbezahlt werden muss. Die Bank sieht ggf. ein "altes Haus mit Renovierungsstau" (sonst wären ja keine Investitionen nötig). Gehen wir also von einem Verkehrswert von 200.000 € aus, den die Bank ansetzt.


    Euer Kapitalbedarf für den Kauf ist aufgrund der Nebenkosten (Grunderwerbssteuer, Notar, Grundbuch, Eintragung von Grundschulden, etc.) etwa 10...15% höher als der Kaufpreis. Bei Euch würde ich (ohne die angedachte Renovierung) von rund 240...250.000 € für Kauf incl. Nebenkosten ausgehen.


    40.000 € Eigenkapital sind etwa 15%, d.h. ihr müsstet schon für den Kauf 85% finanzieren. Da seid ihr im kritischen Bereich. Und dann noch weitere 80.000 € für Sanierungsarbeiten? Das klappt nicht - es sei denn ihr habt noch andere Sicherheiten (z.B. abbezahltes, geerbtes, vermietetes Elternhaus oder schuldenfreie andere Objekte).


    Man sieht schon anhand dieser sehr einfachen, überschläglichen Berechnung dass eure Finanzierung eher auf wackligen Füßen steht und daher eine fundierte Einzelfallberatung notwendig ist. Das geht nicht in einem Internetforum. Hier braucht man genauere Details des Objekts und Eure Einkommens-/Vermögensverhältnisse müssen schonungslos auf den Tisch. Da würde ich sogar raten, einen externen Fachberater auf Honorarbasis einzuschalten (das Geld ist gut angelegt!), und nicht jemanden der vorrangig die Interessen (s)eines Arbeitgebers vertritt (z.B. der Bankangestellte).


    Gegenbeispiel: ich habe gerade die Anschlussfinanzierung einer vermieteten Immobile unterschrieben. 47% zu finanzierender Verkehrswert, angedachte Tilgung > 5%. Das ganze ist für die Bank eine völlig unkomplizierte Finanzierung, die war ruck-zuck durch, und das ganze wird dann auch mit nur 1,22% Zinsen belohnt (10 Jahre Zinsbindung).



    Zum Thema Renovierung/Sanierung:


    Ich arbeite in der Baubranche, und stelle immer wieder fest, wie sehr Laien das Thema Hausbau (Neubau) und Renovierung/Sanierung/Modernisierung unterschätzen. Selbst wenn konkrete Kostenvoranschläge vorliegen, sollte man beim Kauf eines "unbekannten" Gebäudes nochmals 30...50% (!!) Mehrkosten einkalkulieren, um nicht in Schwierigkeiten zu kommen. Kann sein, muss nicht sein. Ihr müsst aber auf jeden Fall einen Plan B haben, wenn es teurer wird als gedacht. Gibt es z.B. eine Altersvorsorge, die man ggf. teilweise flüssig machen kann oder ist ein Zuschuss/zinsloses Darlehen von den Eltern/Schwiegereltern möglich?


    Ich habe schon Bauherren gehabt, die waren am Ende so klamm dass sie die 500 € für die Gebäudeschlussvermessung nicht mehr zahlen konnten und um Stundung gebeten hatten "bis es in 3 Monaten Weihnachtsgeld" gibt. Der Stressfaktor in solchen Fällen ist auch nicht zu unterschätzen...!


    Habt ihr berücksichtigt, dass ihr für den Hauskauf bereits Zinsen (und Tilgung) bezahlen werdet, während die Sanierungsarbeiten laufen, ihr aber noch gar nicht drin wohnen könnt (also parallel noch Miete bezahlt?). In Eurem Fall dürfte das rund 800...1000 € im Monat ausmachen. Über wie viele Monate könnt/wollt ihr das stemmen?



    Anhand Eurer geschilderten Randbedingungen bin ich mir sehr sicher, dass Euer Plan so nicht funktioniert. Das Eigenkapital ist viel zu gering.


    Ggf. ist es eine Alternative, zunächst nur zu kaufen und die Renovierung 5...10 Jahre hinauszuzögern? Welche Möglichkeiten gibt es, das Eigenkapital aufzustocken so dass nur 60...70% finanziert werden müssen?


    Welche Tilgung stellt ihr euch vor? Unter 3% würde ich nicht tilgen wollen, sonst trifft euch in 10 Jahren ggf. der Zinshammer.


    Viel Erfolg und viele Grüße,


    Jörg

    Zitat

    Original geschrieben von handyman1981
    Die Zustellung per Nachnahme ist bis 3500€ möglich und kostet verhältnismäßig wenig. ;)


    Auch als Tipp an Herbert. ;)


    Und wenn man Pech hat, kauft man einen leeren Karton oder ein paar Pflastersteine.


    herbert: bei dem angebotenen Portfolio der Verkäuferin, insbesondere bei Media-Markt-Gutscheinen über 1500,- € wären bei mir sämtliche Warnlampen an. Kann gut gehen, muss aber nicht.


    Ich wäre an Deiner Stelle nun auch froh, dass das nicht geklappt hat. Gier frisst Hirn, und manche Dinge die zu gut klingen sind am Ende gar nicht so gut...


    Gruß Jörg

    Zitat

    Original geschrieben von herbert1960 Mir Betrug zu unterstellen, kommentiere ich jetzt lieber nicht. :mad:


    Die Frau schreibt gerade in einem anderen Forum:


    Frau: Ich habe etwas für rund 1.200,- € versteigert. Vereinbart ist Zusendung gegen Vorabüberweisung. Der Verkäufer hat mir jetzt einen Screenshot der Überweisungsquittung von einer türkischen Bank geschickt. Ist das nun sicher, kann ich das Paket rausschicken?


    Forennutzer: Da wäre ich vorsichtig. Screenshots kann ich beliebig am Rechner erstellen. Türkische Bank? Da wäre ich noch vorsichtiger. Wart' einfach ab, bis das Geld auf dem Konto ist, und dann schickst Du das Ding raus. Sag' ihm einfach, Du hast es Samstag nicht zur Post gepackt.


    Frau: Der Käufer bedrängt mich jetzt mit E-Mails, warum das Paket noch nicht da ist. Ich soll ihm die Einlieferungsnummer und sonstwas geben. Geld ist aber noch nicht da!


    Forennutzer: Schick nix raus, bevor das Geld da ist. Das klingt nach einem typischen Vorkassebetrüger. Türkische Bank, usw. - Vorsicht!


    Frau: OK, mach ich. Geld ist immer noch nicht da, ich schick' nix raus! Klingt wirklich nach Betrug.

    Lustig. Das kommt dabei heraus, wenn keiner dem anderen traut.


    Jeder erzählt dem anderen, dass er seine Verpflichtung erfüllt hat, und jeder von beiden will erst abwarten ob der andere die Wahrheit gesagt hat. Also wartet die eine (erst) aufs Geld und der andere (erst) auf die Ware.


    Und da bei keinem was ankommt misstraut jetzt jeder (zu Recht) dem anderen.


    Lösung: zum Telefonhörer greifen, die Sache aufklären (anstatt weiter zu lügen), sich treffen, und dann gibt's Ware gegen Geld. Da kann man auch gleich schauen, was man für sein Geld bekommt.


    Gruß Jörg

    Zitat

    Original geschrieben von murmelchen Falsch der "Bonus" kann nicht anteilig eingelöst werden.


    In den Bedingungen steht (bei "Online-Kauf") "Der Coupon-Wert wird prozentual auf alle Produkte im Warenkorb Ihrer Bestellung anteilig gemäß den jeweiligen Produktwerten angerechnet."


    Zitat

    Original geschrieben von murmelchen Das ist auch nicht richtig. Es steht dabei das der Gutschein bei einem Widerruf des mit dem Coupon bezahlten Artikels verfällt.


    Wenn dem so ist, ist die Sache klar. Aber wo steht das? Ich finde nur den bereits zitierten Satz "Entfällt durch Rückgabe eines Produktes die Voraussetzung für die Gewährung der Coupon-Card (...)"


    Gruß Jörg

    Moment bitte.


    Den Technik-Tausch-Bonus von 50€ erhält man doch, wenn man "irgendetwas" im Wert von >499 € kauft. Mit diesem Gutschein kann man beim nächsten Einkauf (der größer als der Gutscheinwert sein muss) bezahlen, auch anteilig.


    Frank hat also beim nächsten Einkauf die Kosten von 299,- € beglichen durch Barzahlung 248,99 € + Gutschein 50,01 €. Soweit völlig korrekt.


    Gemäß Gutscheinbedingungen gilt: Entfällt durch Rückgabe eines Produktes die Voraussetzung für die Gewährung der Coupon-Card, ist diese zurück zu geben bzw. zurück zu erstatten. (Quelle: http://www.saturn.de/mcs/shop/…le-wollen-technik-tausch#)


    Der Gutschein wird also ungültig bzw. eingezogen, wenn das Ursprungsprodukt (also der Einkauf über 499 €) zurückgegeben wird. Das ist hier aber nicht der Fall.


    Also hätte man bei der "Rückabwicklung des Vertrags wegen Defekt" die Barzahlung und den Gutschein erstatten müssen.


    Ggf. liegt das Problem an folgender Konstellation:


    Beim Einkauf im Saturn Onlineshop erworbene Coupon-Codes können ausschließlich unter http://www.saturn.de eingelöst werden. Im Saturn Onlineshop bestellte und in einem Saturn Markt abgeholte Produkte unterliegen den folgenden Online-Bedingungen. Einlösebedingungen für den Coupon im Einzelnen:


    Online:
    Coupon-Code nur einmalig und bis einschließlich 31.03.2015 im Saturn-Onlineshop einlösbar. (...)


    Im Markt:
    Coupon-Card nur einmalig und bis einschließlich 31.03.2015 einlösbar. Verrechnung erst bei Ihrem nächsten Einkauf. Etwaiges Restguthaben verfällt.



    Wahrscheinlich kann der Markt keinen neuen Gutschein ausstellen, weil "Markt" und "Online" getrennte Firmen/Fachbereiche sind. Er erstattet daher nur die Barsumme.


    Ich würde probieren, mir vom MArkt schriftlich bestätigen zu lassen, dass nur der BArpreis und nicht der Gutschein erstattet wurde. Anschließend würde ich probieren, über "Saturn-Online" den Gutschein wieder zu bekommen.


    Viel Erfolg.


    Gruß Jörg