Auch teilweise falsch gedacht.
Bei rund 20 Jahre alten Autos gibt es regelmäßig Reparaturen, die den dreistelligen oder niedrig vierstelligen Zeitwert überschreiten. Der GEBRAUCHSwert dagegen ist in den meisten Fällen deutlich höher.
Es kann also durchaus sinnvoll sein, in neue Bremsen, neue Reifen, einen neuen Auspuff, eine Zylinderkopfdichtung oder Schweißarbeiten zu investieren. Denn was gemacht ist für lange Zeit in Ordnung. Das gilt natürlich nicht für eine heruntergerittene Kiste die den nächsten TÜV nicht mehr erlebt oder die sichtbar auseinanderfällt.
Gerade wenn das Fahrzeug schon einige Jahre im Besitz ist, kennt man die Stärken und Schwächen, und 'man weiß was man hat'.
Wie schon erwähnt kann man einen solchen Wagen mit Minimalwartung fahren, und kostengünstig von einer (guten!) freien Werkstatt warten lassen und ggf. mit Gebrauchtteilen reparieren, anstatt die vorgeschriebenen teuren Inspektionen in der Markenwerkstatt wahrzunehmen.
Es wird Jahre geben, da fallen überhaupt keine Reparaturen an, und es wird Jahre geben, da sind 2.000 oder 3.000 Euro fällig. Unterm Strich fährt man aber insgesamt günstig, und der Wertverlust ist nahe null.
Ich empfehle sogar, bei der Gebrauchtwagensuche bewusst auch mal 15...20 Jahre alte Fahrzeuge der (oberen) Mittelklasse anzuschauen. Da findet man (neben vielen Gurken und vom Fähnchenhändler aufgehübschte Leichen) auch die ein oder andere 'Perle', z.B. ein gepflegtes Fahrzeug aus Rentner- oder Frauenhand für kleines Geld (so im Bereich 1.000 bis 3.000 €).
An einem solchen Wagen kann man viel Freude haben und den lange fahren.
Statt einem Billigst-Kleinwagen würde ich den gepflegten, gut ausgestatteten Mittelklasse-Mercedes, Audi, Opel, VW (aber auch Lexus, Toyota, Mazda, ...) vorziehen.
Gruß Jörg