Beiträge von zardi77

    Ich spreche vom Kassettenrekorder, nicht vom Walkman.


    Wenn du also bereits ein Girokonto hattest, als es noch nicht mal "Telefonbanking" gab (von "online" ganz zu schweigen), Börsenkurse bei deiner Bank über den Fernschreiber tickerten, ein An-und Verkauf je ca. 3% Provision kostete und variabler Handel nur in 50er-Stückelungen möglich war (zu 10fachem Aktien-Nennwert von heute) und es deshalb für Kleinanleger nur einen Kurs pro Tag gab (den Kassakurs), dann verstehe ich nicht, dass du mit den Errungenschaften der letzten zehn Jahre nicht zufrieden bist und nicht nur mehr willst (wer will das nicht), sondern es sogar aktiv einforderst. Da lebe ich dann doch mit etwas mehr Demut als du.

    Zitat

    Original geschrieben von sparfux ...fände ich schon an vielen Stellen sehr nützlich.


    Du nennst es "nützlich", ich würde "nett" dazu sagen. Aber ist ja egal; so hat halt jeder seine eigenen Präferenzen. Die Einstufung ist eben auch stark altersabhängig.

    blacksun: VW-Bank habe ich jetzt nur, weil es die 1,25% für 4 Monate plus Qipu gibt. Danach wird das wieder gekündigt, weil das Tagesgeldkonto nichts kann und, da hast du vollkommen recht, absolut lahm ist. Hauptkonto bei der DKB? Never! Da nutze ich nur die VISA, aber deren Kontoverwaltung ist doch voll der Krampf. Ja, ich weiß, waren ja nur Beispiele von dir ... aber eben schlechte ;)


    Ich habe meine Hauptkontoverbindung dort, wo auch mein Hauptdepot liegt (Consors) und so macht das für mich Sinn. Wenn ich dort ein Wertpapier ordere, dann habe ich einen entsprechenden Kreditrahmen und brauche erstmal gar kein Geld vorzuhalten. Wenn der Auftrag dann ausgeführt wurde, habe ich zwei Tage Zeit, bis der Betrag Wert gestellt ist. Und da mein Girokonto bei Consors das Referenzkonto aller meiner Tagesgeldkonten ist, habe ich also alle Zeit der Welt, das Geld dorthin zu transferieren. Übrigens buchen etliche Tagesgeldkonten wie z.B. MoneYou, Renault, ATB oder NIBC taggleich auf mein Girokonto bei Consors.


    Aber okay, nehmen wir mal an, VW würde jetzt die besten Zinsen bieten und ich würde es also wirklich regulär nutzen. Dann müsste ich in Kauf nehmen, dass ein Transfer einen Tag dauert. Und nehmen wir ferner an, dass ich meine Hauptkontoverbindung nicht dort hätte, wo mein Depot liegt. Also u.U. nochmal ein Tag Verlust. Das wären dann maximal 2 Tage von meinem Tagesgeldkonto zu meiner Depotbank. Und wo ist da jetzt das Problem? Es kommt immer so rechtzeitig an, dass keine Überziehungszinsen fällig werden.


    Ich sage ja nicht, dass ich schneller besser fände; wäre ja auch Quatsch, etwas anderes zu behaupten, aber wirklich brauchen tu ich's nicht. So wie es jetzt ist, finde ich es voll in Ordnung. Aber natürlich habt ihr recht, wenn ihr sagt: Nichts ist so gut, als dass man es nicht verbessern könnte. Nur die Wichtigkeit dafür rangiert bei mir irgendwo im unteren Mittelfeld.

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    Original geschrieben von rmol
    Warum schaltest du diese "unnütze Info" nicht einfach ab?


    Hab ich doch abgeschaltet. Warum sollte ich das aktiviert lassen?


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    Ist die Bedienung der App komplizierter als die eines Kassettenrekorders?


    Nein, ... habe ich das behauptet? Die Nutzung von n26 ist kinderleicht. Wäre ja schlimm, wenn's nicht so wäre. Aber das trifft doch auf alle Onlinebanking-Systeme zu. Ich habe noch nie etwas gesehen, was mich überfordert hätte.


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    Und warum bist du überhaupt Kunde dort?


    Schon mal dran gedacht, dass mich interessiert hat, wie das funktioniert? Es war ja schließlich etwas Neues. Außerdem ist die Karte als Backup im Ausland ganz sinnvoll, weil man damit gebührenfrei Geld abheben kann. Drittens konnte ich bis vor Kurzem damit ziemlich gut kostenlos Meilen sammeln. Da waren also schon Mehrwerte vorhanden, aber eben nicht technisch bedingt, sondern rein produktbezogen. Als Hauptgirokonto taugt das Ding natürlich überhaupt nicht. Man kann z.B. keine Überweisungsvorlagen anlegen und die Karte ist für die Alltagsnutzung nicht zu gebrauchen, weil nur Debit. Da bleibe ich doch lieber bei meiner Consorsbank, wo die Verwaltung der Zahlungsein- und -ausgänge viel komfortabler erledigt werden kann.

    Wie gut, dass ich schon etwas älter bin, als das Durchschnittsmember hier (so mutmaße ich jedenfalls), denn ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, wo eine Überweisung drei bis vier Tage, in Einzelfällen u.U. noch länger gedauert hat.


    Und ganz toll war es damals beim "Postscheckkonto". Da musste man seine Überweisungsaufträge erst einmal zu seinem sog. Postscheckamt schicken. Die Auszüge wurden einem dann monatlich zugeschickt und Kontostand zwischendurch prüfen war gar nicht möglich ... wie auch, ohne Internet. Erst später mit dem Telefonbanking (Sprachcomputer) war das dann möglich.


    Als dann das Onlinebanking kam, fand ich 2 Tage schon ziemlich gut und der Gesetzgeber hat jetzt einen Tag als Maximum festgelegt; soll mir recht sein. Natürlich finde ich es schön, wenn eine Überweisung z.T. taggleich gebucht wird, aber da ich weiß, wie es "früher" war und den Fortschritt Stück für Stück selbst miterlebt habe, bin ich mehr als zufrieden mit der Regelung wie sie jetzt ist.


    Ich weiß, die meisten hier, wissen gar nicht, was ein Kassettenrekorder oder eine Wählscheibe ist und können sich eine Welt ohne Mobiltelefon (bzw. Smartphone) gar nicht vorstellen. Interessiert euch nicht, wie es "früher" war, das ist mir klar und ich verstehe das auch; warum sollte euch das interessieren? Wir leben hier und heute. Aber muss wirklich immer alles "jetzt sofort" erfolgen?


    Ich bekomme meine Mails heute auch aufs Smartphone und kann sie unterwegs lesen. Und wenn ich wissen will, wie das Wetter in Timbuktu ist, genügt ein "Ok Google, wie ist das Wetter in Timbuktu?" Das ist alles sehr bequem, keine Frage, aber brauche ich das? Klare Antwort: Nein.


    Etwas Geduld und vielleicht auch manchmal etwas Demut vor Technik finde ich eine Tugend. Ich rufe zwei oder drei Mal täglich meine dutzende von Konten in einem Rutsch mit StarMoney ab und bin von dieser Möglichkeit begeistert; erleichtert sie mein Leben doch ungemein. Aber wozu Push-Benachrichtigungen? Ich weiß nicht, wo da der Mehrwert liegen soll. Ich muss doch unterwegs nicht wissen, wenn gerade irgendwo bei mir eine Kontobewegung statt gefunden hat. Was nützt mir diese Info?


    Vielleicht bin ich für so etwas dann wirklich zu alt. Ich käme nämlich nie auf die Idee, meine Bankgeschäfte mit dem Smartphone zu erledigen. Ein Smartphone ist ne tolle Sache, ganz klar, und man kann viel Nützliches damit anstellen. Aber muss ein Smartphone Bankgeschäfte erledigen können? Das geht doch mit dem Notebook viel komfortabler, da könnt ihr mir erzählen was ihr wollt. Und wenn ich irgendwo 'nen Kaffee trinken gehe, will ich Kaffee trinken und keine Überweisungen tätigen.


    Und sagt jetzt bitte nicht, ich sei zurück geblieben und würde mit der Technik nicht Schritt halten. Ich habe mit Bargeld nicht viel am Hut, besitze einen Haufen Konten und Kreditkarten, und natürlich auch n26, aber was jetzt das Innovative an n26 ist, hat sich mir bisher nicht erschlossen. Es ist technisch ganz nett, gebe ich zu, aber wo ist da der echte Mehrwert für mich als Kunde? Es gibt ja manchmal Dinge, da sagt man, wenn's die nicht gäbe, müsste man sie erfinden, aber n26 gehört sicher nicht dazu.

    Ich habe bis Jahresende die 3,00% (bis 20k) und hoffe, dass im Dezember wieder die gleiche Bestandskundenaktion für 2017 kommt (Depot dafür ist gerade in der Mache). Mir war aber immer relativ klar, dass sie die 3,0% dafür nicht werden halten können und rechnete mit ca. 2,5% ... da wären wir also jetzt. Aber immer noch okay, sind schließlich ca. 350 EUR (500-150) für nen Depotübertrag von nur 6.000 EUR; da kann man nicht meckern.