Zitat
Original geschrieben von Goyale
Bei uns in der Familie ist letztes Jahr ein großes Vorbild für mich gegangen, mit 88 Jahren, und hatte als gefragter Spezialist bis 87 noch gearbeitet (nicht wegen Geld, sondern weil er als einigermaßen Gesunder nicht faul rumsitzen wollte). Mit 86 hatte er sein in Italien liegendes Boot verkauft. So jemanden nehme ich mir als Vorbild, nicht den mittellosen Rentner mit Deiner Einstellung.
dein wunschdenken ist ja ganz schön romantisch, aber all das kann man sich nur zu einem kleinen teil mit geld erkaufen. das meiste kannst du damit (leider oder zum glück) nicht verändern...
viele können und wollen mit 70 einfach nix mehr machen ausser kräuter auf dem küchenfenster zu züchten. das hat dann weder was mit geld noch was mit der bildung zu tun.
als gegenbeispiel kann ich dir sagen, dass hier im geschäftlichem umfeld die 55 jährigen chefs gerade wegsterben wie die fliegen. herzinfarkte, unfälle oder beides gleichzeitig. das ist natürlich nicht repräsentativ genauso wie die wahrnehmung in deinem umfeld.
für viele bedeutet ein lebensabend wie du ihn hier skizzierst nunmal, dass sie vor renteneintritt nicht das machen können, wofür sie fürs alter ansparen. und dann macht man was falsch, meiner meinung nach. wer im alter reisen will, sollte dies auch davor machen und sich nicht jeden cent absparen, damit er es "dann" machen kann. denn es gibt sachen, die kann selbst der gesündeste 80 jährige nicht mehr machen. auch kann man beispielsweise kinder schwerlich ins rentenalter verlegen...
auch kann eben nicht jeder seine persönliche situation ändern, der es will. auch das ist romantisches wunschdenken. wenn jemand beispielsweise selbst krank ist oder sich um einen anderen kümmern muss. für den kann es unmöglich sein, vor dem zu bett gehen die bild zu lesen... was ihm dann auch nicht die gutbezahlten jobs einbringt 
diese pauschalität die ihr hier vortragt, ist schlicht falsch.