BusinessActive ist ein alter Tarif, der weiterhin reaktiv vermarktet wird - wenn also ein Kunde aus eigener Initiative sagt "ich will unbedingt BusinessActive, weil ich es toll finde, Verbindungspreise von 70 Cent pro Minute zu zahlen", darf dieser Tarif weiterhin gebucht werden.
Business S ist weiterhin der Einsteigertarif, der Tarif wird offiziell beworben (siehe http://www.t-mobile.de/busines…se/0,9916,18370-_,00.html ) und kann weiterhin ganz normal eingerichtet werden.
BusinessActive und Business S können sowohl jetzt, als auch im Dezember und sogar auch nach dem 1.1.2011 weiterhin eingerichtet werden. Das alles hat nichts damit zu tun, ob die Verträge online oder über den Handel abgeschlossen werden.
Die einzige Änderung ist, dass ab Januar 2011 eine Preisspreizung bei den Gerätepreisen - wie schon seit Jahren im PK-Bereich - durchgeführt wird.
Im GK-Bereich zahlt man z.B. aktuell fürs HTC Desire pauschal brutto 89,95 Euro (bzw. 71,96 Euro in Rahmenverträgen mit 20% Endgeräte-Rabatt) - ganz egal, ob man das Gerät im 8-Euro-Tarif BusinessActive oder im 120-Euro-Tarif Combi Flat XL bestellt.
Im PK-Bereich zahlt man fürs HTC Desire im Tarif Call & Surf XS mit Handy 239,95 Euro, im Tarif Complete Mobil XL mit Handy zahlt man fürs Desire nur 4,95 Euro.
Kunden in kleinen Tarifen fahren also aktuell im GK-Bereich besser und teilweise sind die Angebote sogar so günstig, dass man für den Vertrag für 24 Monate plus einmaliger Gerätepreis deutlich weniger zahlt, als wenn man das Gerät ohne Vertrag auf dem freien Markt kaufen würde. Daher werden viele Verträge nur zur Gerätefinanzierung abgeschlossen, obwohl die Verträge gar nicht genutzt werden. Oft werden sogar direkt nach Vertragsaktivierung Kündigungen eingereicht. Vielleicht bin ich auch nicht ganz unschuldig daran, weil ich Euch über diese Möglichkeit informiert habe. Letztendlich ist es natürlich so, dass die Telekom durch solche Verträge ein Verlustgeschäft macht. Es wird einkalkuliert, dass die Kunden die Karten nutzen und Umsatz in Form von Verbindungspreisen erzeugen, bzw. die Kunden dann auf die Idee kommen, in einen größeren Tarif zu wechseln.
Weil auch noch viele Händler große Mengen an diesen Verträgen vermittelt haben, musste die Telekom Provisionen zahlen. Deshalb ist die Telekom in den letzten Monaten strenger geworden, z.B. wurden in geschlossenen Rahmenverträgen (wo nur bestimmte Kunden aufgenommen werden dürfen) die Berechtigungsnachweise geprüft, zudem wurden die Händler-Provisionen für BusinessActive und Business S reduziert (teilweise bis auf 0 Euro) und wenn der Händler dem Kunden das Gerät direkt im Shop mitgibt, wird das Ganze sogar noch zum Verlustgeschäft des Shops, weil der Shop den Einkaufspreis fürs Gerät selbst tragen muss.
Es ist aus diesen Gründen schwieriger geworden, Händler zu finden, die GK-Verträge in kleinen Tarifen einrichten.
Kunden in großen Tarifen fahren aktuell im PK-Bereich günstiger. Es ist natürlich nachvollziehbar, dass Geschäftskunden für die gleiche Leistung nicht mehr Geld zahlen möchten als Privatkunden.
Im GK-Bereich werden ab 2011 die Gerätepreise wie im PK-Bereich sein - wer also einen teuren Vertrag abschließt, bekommt das Gerät günstiger als jetzt. Wer einen Vertrag im mittleren Preissegment abschließt, zahlt so viel wie bisher. Wer aber einen kleinen Vertrag abschließt, muss erheblich mehr fürs Handy zahlen und daher lohnt es sich finanziell nicht mehr, Verträge ausschließlich zur Finanzierung des Geräts abzuschließen.
Das Samsung Omnia 7 wird im Dezember in Rahmenverträgen mit 20% Endgeräte-Rabatt netto 147,86 Euro kosten, also rund 20 Euro mehr als im November.