Re: Re: Re: Erfahrungen zu 1 PC mit 2 Arbeitsplätzen gesucht
Zitat
Original geschrieben von Carrara
Warum?
Sehe momentan nur Nachteile:
-höherer Preis
-mehr Aufwand bei der Einrichtung
-mehr Aufwand bei der Pflege
-hab keine Ahnung von einem Netzwerk
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Der Hauptgrund ist, dass es eine "aufgepfropfte" Lösung ist. Somit weiß man nie wie gut oder schlecht das Ganze tatsächlich funktioniert. Bei einem Unixsystem ist das Arbeiten mit dummen Terminalstationen von vornherein im Betriebssystem verankert und funktioniert demenstprechend sicher und zuverlässig. Bei einem Windows-System ist solches aber *nie* vorgesehen gewesen, daher muss jegliche solche Lösung mit Tricks arbeiten.
Der höhere Preis ist bei einem Netzwerk nicht zwingend. Monitor, Tastatur und Maus benötigst du *immer*. Was bei einem Netzwerk noch dazu kommt ist mindestens ein zweiter Rechner (ein eigenständiger Server wäre mir allerdings noch wesentlich sympathischer) und mindestens ein HUB. Der HUB ist vernachlässigbar (ebenso wie die Kabel). Bei der Multiuserlösung bleibt als effektive Rechenzeit z.B. bei einem 2GHz System vielleicht 700-800 MHz pro Arbeitsplatz übrig (wahrscheinlich sogar noch weniger). Einen solchen Rechner bekommt man durchaus für rd. 300 EUR (wahrscheinlich sogar weniger). Die Multiuserlösung liegt ähnlich im Preis. Rein rechtlich müssten auch bei dem Multiusersystem *zwei* Windowsinstallationen durchgeführt werden, bzw. mindestens die Lizenzen gekauft werden. Von daher ist also Multiusersystem oder Netzwerk auch preisneutral.
Mit den aktuellen Windows-Versionen sind Netzwerke wirklich kein großartiges Problem mehr. Das war "damals" schon noch anders, da gab es noch kein vernünftiges Peer-to-Peer Netzwerk und Novell war, auch für zwei Arbeitsplätze, sehr teuer.
Das sind *meine* Gründe. Wie gesagt hatte ja ein Bekannter so ein ähnliches System im Einsatz und war damit zufrieden.
Es kann ein interessantes Experiment sein und ich vermute mal, dass die Schwierigkeiten, mit denen wir damals konfrontiert waren inzwischen längst überwunden sind. Ich würde die Entscheidung also nur von meiner eigenen "Experimentierfreude" abhängig machen und nicht an den eventuellen Kosten.