Zitat
Original geschrieben von bernbayer
da auch ich auf Geldanlagen ausweichen muß, die zumindest ein geringes Verlustrisiko beinhalten.
Du musst überhaupt nichts. Du willst. Weil du, die Gier ist immer mit dabei, immer *mehr* haben willst. Du könntest auch alles auf einem Tagesgeldkonto lassen und dich freuen, dass du, nach Abzug der Inflation, rein rechnerisch nur 0,7% Verlust machst, anstelle von zwei oder drei Prozent.
Wobei der Inflationsverlust absolut rechnerisch ist. Wenn du dir in 20 Jahren *nur* noch das kaufst, was heute einem Fernseher entspricht, dann wirst du einen Kaufkraftgewinn von 30% haben. Wenn du allerdings nur Butter kaufst, wirst du 25% Verlust eingefahren haben.
Dein Lieblingsthema EZB will ich auch nicht außen vor lassen ;). Wenn du schon die EZB kritisierst, was sagst du dann zur Amerikanischen Notenbank, die Milliarden $ ins System pumpt und damit eigentlich die Ursache alles Übels ist. Dagegen ist eine EZB ein kleiner Fisch.
Dann noch zu den "Honorarberatern". Hier in unserer Gegend würde ein Honorarberater verhungern, oder sich zumindest am Existenzminimum bewegen, weil ihn niemand konsultieren würde. Das mag in Ballungszentren anders sein, aber selbst dort können die wenigen Honorarberater nicht besonders gut davon leben, obwohl sie ihren Kunden dicke Gewinne und Vorteile verschaffen.
Von daher ist das Provisionssystem *notwendig*, oder es wird grundsätzlich so geändert, dass es nur noch Honorarberatungen gibt, mit einem *Zwang* diese auch durchzuführen, wenn man ein Finanzprodukt kauft.
Noch ein Nachtrag zu Prokon ...
Ich bin absolut überzeugt, dass Prokon bei einem Zinsniveau von 5%, 18% versprochen hätte, denn *das* war der eigentliche Unternehmenszweck, wenn ich mir das so ansehe. Dass da fünf Windparks trotzdem entstanden sind, war leider nicht zu vermeiden, aber eigentlich ungewollt.