Zitat
Original geschrieben von TheDoc
Dennoch: wer will bei einem Provider bleiben, der solche Geschäftspraktiken pflegt?
Es ist in diesem Thread schon ein paar Mal zur Sprache gekommen, aber ich wiederhole es gerne noch mal - debitel hat zwar nicht korrekt schriftlich gekündigt und das und *nur* das kann man ihnen ankreiden, aber sonst ist es ordnungsgemäß abgelaufen, da *alle* User gekündigt wurden und nicht, wie bei Congstar, dubiose Grenzwerte aufgestellt wurden.
Natürlich kann man die Art und Weise der Kündigung beanstanden allerdings nicht die Kündigung an sich. Sowohl der Kunde, als auch der Anbieter haben nun mal in dem Tarif, nach Ablauf der sechsmonatigen Mindestvertragslaufzeit, eine Kündigungsfrist von einem Monat.
Formal war bei Congstar es zwar auch korrekt, der Sprechtarif hat nun mal auch nur einen gegenseitige Kündigungsfrist von einem Monat, es wurden aber gezielt nur einzelne User, mit einem etwas höherem Aufkommen gekündigt.
Was ist nun bedenklicher? Wenn ein Anbieter nach nicht kommunizierten Grenzwerten kündigt, oder wenn der komplette Tarif eingestampft wird?
Ich meine, der Anbieter hat durchaus das Recht einen Tarif, der sich nicht rechnet, zum Ablauf einstampfen zu können. Was debitel auch getan hat. D1 und EPlus Crash-5 der ersten Stunde sind weg. Congstar hat allerdings nur einzelne User der Flatoptionen gekündigt. Ohne dass man je erfahren würde, welche "Grenzwerte" man nun überschritten hat, was bei einer "Flat", rein formal, ja sowieso nicht möglich wäre. Wer treibt hier also Vertrauensbruch, debitel oder Congstar. Ganz klar Congstar natürlich. Zumal man von einer 100%igen Telekom-Tochter auch erwarten durfte, dass die Angebote *genauestens* kalkuliert waren.
Natürlich ist es für die gekündigten User bei debitel ärgerlich, da der Tarif ja eigentlich der berühmte "Knaller" war. Aber anscheinend läßt sich so ein Tarif derzeit in DE nicht darstellen.