Beiträge von dham


    Bei Linkedin gibt es 23 Stellenanzeigen von Nokia und sämtliche Positionen sind in den USA. Zum Vergleich: Microsoft hat 2320 Stellenanzeigen. Sowohl Android App Entwicklung als auch Kamera-Know-How dürften zu dem passen was Navteq/Here so macht.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Wo kommt dieser Irrglaube her? Dass das nicht funktioniert hat Nokia ja schon jahrelang vorexerziert. Nicht mal die ehemaligen Symbian-Kunden konnte man zu WP konvertieren, geschweige denn die Featurephone-Kunden. Das ist nur eine schoene Phantasie, mehr nicht.


    Mal abgesehen von der Marke Nokia gab es auch keinerlei Gründe warum ein Symbian Kunde, ein WP Gerät nutzen sollte. Der Ansatz für die Featurephones wäre es MS Dienste zu propagieren. Wenn man all seine Emails, Kontakte, Kalender, Storage etc übernehmen kann, dann hat das für den Kunden einen Mehrwert und senkt bzw. erhöht (zur Konkurrenz) die Umstiegsschwelle. Das Symbian-WP Verhältnis ist in dieser Hinsicht nicht im geringsten vergleichbar. Da hat nämlich Elop die Hütte gleich abgebrannt bevor dererlei Überlegungen/Strategien überhaupt machbar gewesen wären. (Wobei es fairerweise für Nokia auch weniger Sinn gemacht hat, MS Dienste zu pushen.)


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    Original geschrieben von harlekyn
    Featurephones sterben aus, der Trend ist klar und nicht mehr umzukehren. Inzwischen werden weltweit bereits mehr Smartphones verkauft als Featurephones.


    Das bezweifelt auch überhaupt niemand und trotzdem hat im Q2 2013 Nokia noch 53 Millionen Feature-Phones verkauft. Das wären auf zwei Jahre betrachtet 400 Millionen Kunden die man potentiell an ein MS Ökosystem/-dienste binden kann, bevor es die Konkurrenz tut. Ob das am Ende erfolgreich sein kann, keine Ahnung und hängt sicherlich von einer Menge Parametern ab (z.B. wie weit sich diese Dienste mit einem Featurephone abbilden lassen, Datendienste in den Regionen überhaupt machbar sind). Ich wüsste aber auch nicht warum es völlig unrealistisch sein sollte, diesen Ansatz zu verfolgen, wenn man das Ziel hat die eigenen Dienste an möglichst jeden Kunden auf diesem Planeten zu verkaufen (und um nicht weniger wird es MS gehen).


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    Original geschrieben von harlekyn
    An so einem "billigen" Androiden eines Mitbewerbers verdient Microsoft aber auch zwischen 5 und 10 EUR an Lizenzkosten, ohne auch nur einen Finger dafuer krumm zu machen. Da auch noch selber mitmischen zu wollen ist nur wenig lukrativ.


    In den USA kann man das Lumia 520 für 50$ ohne Vertrag erwerben. Ich nehme mal an Microsoft liefert freundliche Hilfe um diesen Preis zu erreichen und MS wird alles tun um in jedem Marktsegment mit Android konkurrieren zu können. Die Marge wird relevant werden, wenn die Marktanteile da sind wo man sie sich wünscht.


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    Original geschrieben von harlekyn
    Richtig, das ist auch Spekulation. Aber aus meiner Sicht der einzige Grund, warum MS den Teil des Geschaefts ueberhaupt uebernommen hat: Sie wollten nicht, aber sie mussten.


    Aber statt zu spekulieren, koennen wir sie auch einfach an ihren Taten messen: Kurz nach Abschluss der Uebernahme schliessen sie (grosse) Teile des soeben uebernommenen Geschaefts - was bedeutet das wohl?


    Hatten wir doch schon, das bedeutet der neue CEO schätzt den Markt anders ein als der alte. Der alte hat höchst wahrscheinlich das Potential gesehen die vorhandenen Kunden mitzunehmen und hat deshalb auch für 10 Jahre entsprechende Lizenzen vereinbart, der neue sagt, wir machen WP und sonst nichts. Das erscheint mir deutlich einfacher als Erklärung, als das es sich hierbei um eine erzwungene Übernahme einer Gewinn machenden Sparte handelt, deren unmittelbar bevorstehendes Ende durch einen sinnlosen Lizenzvertrag verschleiert wurde.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Klar. Dennoch hatte Nokia damit einen Hebel der gross genug war, um Microsoft zur Uebernahme von Teilbereichen zu "ueberzeugen", die sie eigentlich garnicht brauchen/wollen. Und so ist Nokia in Sachen Abwicklung fein raus.


    Das hat doch aber trotzdem finanzielle Auswirkungen, ich gehe zumindest mal nicht davon aus, dass die Verhandlungen nach dem Schema 'hier sind 5 Milliarden und wir schauen mal was wir reinpacken können' ablaufen.


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    Original geschrieben von harlekyn
    Warum sollte Microsoft (deren Marge deutlich ueber 40% liegt) an einer grade so eben profitablen Featurephone-Sparte interessiert sein? Dass sie es nicht sind, sieht man ja nun. Auch die Smartphone-Sparte haben sie nicht uebernommen, weil sie davon restlos ueberzeugt sind. Das war nur Schadensbegrenzung. Haette Nokia sich stattdessen offiziell von Windows Phone abgewendet, so waere das der Todesstoss des eh schon am Boden liegenden OS gewesen.


    Weil die Featurephonesparte ein Weg wäre die Kunden an Microsoftdienste zu binden, die dann später einmal echte Windows Phone Geräte kaufen. Der erste Schritt um potentielle Kundengruppen an das MS Ökosystem zu binden. Ob man damit gegen Billigst-Android-Geräte bestehen kann darf bezweifelt werden, aber damit bietet man dem Kunden immer noch mehr MS an als in dem Markt gar nicht aktiv zu sein. MS hat in der Vergangenheit quasi Geld an Nutzer verschenkt um sie zur Bing Nutzung zu bewegen (z.B. http://en.wikipedia.org/wiki/Club_Bing), bei so einer Übung keinen Gewinn zu erwarten wäre nichts neues.


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    Original geschrieben von harlekyn
    Ohne die Details zu kennen koennen wir hier nur spekulieren. Es duerfte aber auf der Hand liegen, dass das fuer Nokia die praeferierte Variante war. Sonst haetten sie die Teile auch einfach behalten koennen, denn verkaufen mussten sie nichts.


    Das MS der Bereich aufgezwungen wurde ist aber genauso spekulativ, wenn MS den Wert höher bemessen hat als das was Nokia noch an Potential gesehen hat, dann macht(e) es für beide Seiten Sinn.


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    Original geschrieben von harlekyn
    Haben sie das nicht bereits in der Vergangenheit (erfolglos) versucht? Drum war der Schachzug mit Microsoft aus Nokias Sicht gradezu genial.


    Nicht das ich wüsste? Ohne Featurephones hätte Nokia in der Nach-Symbian-Ära quasi gar nichts mehr verkauft?

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    Original geschrieben von harlekyn
    Da bin ich anderer Meinung. Nokia wollte sich von dem Geschaeft trennen und hat MS mittels Android die Pistole auf die Brust gesetzt.


    Die Androiddrohung und die hohen Verluste sind mit dem Smartphonegeschäft verbunden, wir reden hier aber vom Featurephonebereich. Einen Bereich mit (geringem) Gewinn muss man kaum jemanden mit der Brechstange aufzwingen, wenn der ihn nicht will. Wenn MS vor hatte den Bereich sofort abzuwickeln (und dagegen spricht wie gesagt die Lizensierungsentscheidung) dann muss sich das auch negativ auf den Verkaufspreis ausgewirkt haben. Was wiederum die Frage aufwirft, warum Nokia sich nicht noch nach anderen Käufern für das Segment umgeschaut hat um ggf. einen höheren Gesamtpreis zu erzielen.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Microsoft hat diesen Teil von Nokia uebernommen und schliesst ihn nun. Die Logik, warum sie da nun auf einmal wieder auf Nokias Dienste zurueckgreifen sollten, statt den Kram ggf. einfach weiter selbst zu machen, erschliesst sich mir nicht im geringsten.


    Hab ich auch nicht geschrieben? Ich glaube nur nicht das MS zu diesem Kauf gezwungen wurde, es gab durchaus eine Perspektive für Featurephones unter MS.

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    Original geschrieben von harlekyn
    Die Rechte zu sichern war vermutlich nur eine reine Vorsichtsmassnahme. Denkbar ist auch, dass Nokia sie einfach als Zugabe obendrauf gepackt hat, in der Hoffnung, dass die Marke noch laenger am Markt praesent bleiben wird, nun wo Nokia selbst dazu nicht mehr die Moeglichkeiten hat.


    Vielleicht hat der neue MS-Chef aber auch einfach andere Vorstellungen als derjenige, der den Deal eingeleitet hat.


    Aber selbst wenn von Anfang an klar war, dass die Featurephones nicht weitergefuehrt werden, so hat man die Rechte auch in diesem Fall erst mal uebernehmen muessen, um nicht fuer unnoetige Unruhe in den eigenen Reihen zu sorgen. Sonst waere der Schritt schon fuer Blinde von vornherein transparent gewesen.


    Unruhe in einem Bereich der sowieso eingestellt wird, kann MS aber auch egal sein. Es wird die wahrscheinlich die einfachste Variante sein: der neue Chef hat andere Pläne und konzentriert den Smartphonebereich auf Windows Mobile.

    Für Sony Geräte kann man immer nach "Whitepaper" suchen und findet die Specs im Details.


    Für das Z2: "In compliance with IP55 and IP58, this smartphone is protected against the ingress of dust and is waterproof. Provided that all ports and covers are firmly closed, the phone is (i) protected against low pressure jets of water from all practicable directions in compliance with IP55; and/or (ii) can be kept under 1.50 metres of freshwater for up to 30 minutes in compliance with IP58. Find out more at http://www.sonymobile.com/testresults"


    Aber das größte Problem ist in meinen Augen einfach, dass nichts und niemand ein fehlerfreies Gerät garantieren kann. Dadurch das Sony aber nur unter bestimmten Bedingungen die Wasserfestigkeit garantiert, steht man im Schadensfall selbst bei 100% korrekter Handhabung ohne Chancen auf Ersatz da.

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    Original geschrieben von harlekyn
    MS war nicht scharf drauf, das Featurephone-Geschaeft von Nokia zu uebernehmen. Die wurden dazu genoetigt, und nun machen sie den Teil dicht.


    Wäre ich mir nicht so sicher, die Idee zumindest Microsoft Dienste anzubieten dürfte ihren Charme haben. So fehlt Microsoft jetzt etwas um auf dem Markt < 50€ überhaupt präsent zu sein. Wenn der Plan von Anfang an war die Featurephone-Sparte dicht zu machen, wozu haben sie sich die Namensrechte an Nokia speziell für Featurephones für 10 Jahre gesichert?

    Einige Sony Geräte sind "wasserdicht" (wenn du nen Wasserschaden hast, heißt das aber noch lange nicht, dass man nicht dir die Schuld wegen Falschbenutzung gibt) und haben einen offenen Klinkenstecker, z.B. Xperia Z1 & Xperia Z2.


    Nominell wären die Xperia Geräte auch besser fürs Schwimmen geeignet als das Cyrus CM 15. Die Xperia Geräte sind IP 58, das CM 15 hat IP 67, es gilt je höher desto besser, wobei die erste Zahl für den Staubschutz und die zweite Zahl für den Wasserschutz gilt (http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzart).

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    Original geschrieben von Applied
    Warum nicht?


    Wenn man die Pin beibehält obwohl die Daten in falsche Hände gelangt sind, dann wird man in gewissen Kreisen eine Datenbank bauen die Name + Bank + Pin enthalten. Das führt dann das ganze Sicherheitskonzept einer geheimen Pin an den Rande der Nutzlosigkeit.


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    Original geschrieben von Applied
    Letztlich werden die Kunden von Banken, die eine Wahl der PIN durch den Kunden anbieten, ja vermutlich ohnehin wieder ihre alte, bekannte Nummer einstellen, oder?


    Keine Ahnung ob die vielleicht Sperrlisten führen, ich halte die freie Wählbarkeit aber ohnehin für ein zweifelhaftes Feature. Wieviele von den Leuten werden wohl ihren Geburtstag als Pin verwenden.