Hi
so wie ich mich erinnerte, war Windows 3.1(1) sehr schnell aus dem geschäftlichen wie privaten Umfeld verschwunden.
Vor allen Dingen aus einem Grund: wegen des LFN-Supports, denn unter Windows 3.11 hieß es: 8+3 Zeichen für den Dateinamen müssen reichen. Und es waren keine Leerzeichen im Dateinamen erlaubt. Außerdem war Plug&Play in Windows 95 relativ gut umgesetzt und ein weiteres Argument für den Umstieg. Die Leute wollen sich einfach nicht mit Treiberproblemen herumärgern.
Damals kamen ja auch die ersten MP3s auf, und in meinen ersten Windows95-Tagen hatte ich die tatasächlich wegen der Abwärtskompatibilität noch versucht, mit 8 Zeichen zu benennen.
"Tone Loc - Funky Cold Medina.mp3" hieß damals eben
C:\MUSIC\TONELOC\FUNKYCLD.MP3
Schon allein deswegen ging der Umstieg auf NT 3.51/4.0 und Windows 95/98 relativ fix.
Diese Art der Benennung habe ich dann aber irgendwann aufgegeben, als klar wurde, daß LFNs stabil funktionieren und keine Eintagsfliege sind.
Aber zurück zum Thema: Ich wette, daß Windows XP auch 2020 noch völlig problemlos nutzbar sein wird. Wir können uns ja dann in diesem Thread wieder sprechen.
Da eine großer Anteil der Software heute auf .NET, JAVA oder einfach nur einem Webbrowser basiert, wird es von dieser Front kaum Probleme geben, da alles auch auf XP läuft.
Es gibt aktuell bei meinem Anwendungsszenario (Word, Excel, Outlook, Softwareentwicklung für .NET mit MS VS2010 und Internet) keinen zwingenden Grund, auf Vista oder W7 upzugraden. Denoch habe ich es im Einsatz um zu testen, wie die von mir entwickelte Software auf diesen OS' läuft.
Windows 7 ist sicherlich nicht schlecht. Aber es bietet zumindest mir keinen überzeugenden Vorteil von der Dimension des damaligen Wechsels von Windows 3.11 zu Windows 95.
Der Wechselgrund von Windows 3.11 zu 95 war LFN und PnP.
Der Wechselgrund von Windows 95 zu 98 war: bessere Stabilität und besseres PnP.
Der Wechselgrund von Windows 98 zu Windows XP war: bessere Stabilität, PnP, Unterstützung von .NET2.0, 3.0, höhere Sicherheit Dank SP1/2/3, automatischen Updates, Firewall usw.
Aero-Design und Benutzerkontensteuerung (UAC) sind für mich noch keine ausschlaggebeneden Argumente, auf Windows 7 umzustellen. Denn als Minuspunkte kommt der größere Perfomancehunger und die unaufhaltsam größer werdende Systempartition (WinSxS-Problem) in die Waagschale.
Aber über dieses Thema zu diskutieren ist wahrscheinlich ohnehin müßig: Es gibt Menschen, die haben ein IPhone 4, kaufen sich aber ein IPhone 4S, weil es neu, angesagt und eben etwas besser als das IPhone 4 ist. Wirklich benötigt wird es in den meisten Fällen wahrscheinlich nicht. Diese Menschen wechseln wahrscheinlich auch zeitnah auf Windows Vista, 7 oder 8, obwohl auf XP auch alles zufriedenstellend lief. Man nennt diese wohl "early adopters".
Und es gibt andere Menschen, die einen OS- oder Telefonwechsel erst bei (mehr oder weniger) objektiver Notwendigkeit durchführen. Diese Gruppe könnte man "Never change a running system" nennen.
Jede Gruppe hat ihre eigenen Ansichten, und ist damit glücklich. Und man wird durch lange Diskussionen auch niemanden zu einer anderen Verhaltensweise bekehren können.
Aber abgesehen davon fehlt mir, um early adopter zu sein, auch die Zeit. Alle paar Monate mein Handy zu wechseln, die Daten zu übertragen und mich in die Bedienung einzugewöhnen ist etwas für Menschen, die entsprechend viel Freizeit haben und diese auch mit solchen Tätigkeiten verbringen wollen.
Oder einen PC/Notebook mit allem für mich Erforderlichem einzurichten dauert 2-3 volle Arbeitstage. Diese Zeit habe ich einfach nicht.
Man könnte ja mal untersuchen, ob das Telefonwechselverhalten mit dem OS-Wechselverhalten korreliert. Jedenfalls bin ich auch bei Handies eher konservativ: 6 Jahre 8110i, 2 Jahre 8910i, 6 Jahre Sirocco 8800, und jetzt C3-01.5.
Gruß
HHFD