ZitatOriginal geschrieben von derAL
Rede doch bitte nicht so einen Unfug.
Ich habe allgemein verschiedene Krisen benannt. Und nach allem was ich weiß, hat unser Land AUS HEUTIGER SICHT alle diese Krisen überwunden
Und AUS HEUTIGER SICHT können wir auf eine Bilanz von Millionen getöteter Juden, anderer Minderheiten, Kriegsopfer und Mauertoten zurückblicken.
”Deutschland hat das irgendwie überwunden - also was jucken mich also die Millionen Toten von gestern? :confused:
Soll das jetzt wirklich dein Argument sein?!?
Glaube ich nicht wirklich ernsthaft.
Es geht doch nicht darum, dass man Krisen “irgendwie” überwunden hat bzw. zukünftig überwinden wird.
Es geht doch darum wie (!) man die Krisen überwindet - bzw. welche Krisen man von vornherein vermeiden kann!
Die wenigsten bestreiten, dass der Aufstieg der NSDAP und die Naziherrschaft in Deutschland eine Folge der Weltwirtschaftskrise waren. Was, wenn man diese Wirtschaftskrise hätte verhindern können? Reine Spekulation. Aber die Annahme, dass die Geschichte dann “besser” (humaner?) verlaufen wäre, ist angesichts Holocausts und zweitem Weltkrieg so unplausibel nicht. Möglicherweise sähe die Welt in Europa viel friedlicher und wohlhabender aus.
Umgekehrt: Wenn in 50 Jahren in Deutschland die Scharia gilt, deutsche Frauen alle verhüllt sind, wir aus Angst um unser Leben den Islam angenommen haben und Deutschland immer noch Exportweltmeister ist - sagst du dann auch, “Deutschland hat die Krise ja überwunden”? Schliesslich gibt’s unseren Staat noch, und wir leben immer noch gut?
So oder so: Das Argument, Deutschland hätte die Krisen gestärkt überwunden finde ich zynisch.
ZitatOriginal geschrieben von derAL
Der Homo Sapiens? Die Römer? Die Franken? Karl der Große? Wenngleich wir klären müssten, ab welchem Zeitpunkt Du Deinen 'deutschen Boden' als deutsch deklarierst und ob Du auch die Gebiete meinst, die seit Jahrzehnten nicht mehr deutsch sind. Weshalb benötigen wir Deiner Meinung nach auch einen Präzedenzfall? Wir sind in der Lage, selbst Spuren zu hinterlassen und müssen uns nicht an die Vergangenheit orientieren.
Bzgl. der Römer würden die meisten wohl aus heutiger Sicht davon sprechen, dass damals eine sowohl technisch als auch kulturell deutlich höher entwickelte Macht das heutige Deutschland besetzte. Sie brachten sozusagen zivilisatorische Errungenschaften erst mit.
Das würde ich von Migranten aus Syrien, Irak, Afghanistan etc. aber nicht behaupten. Die sind im Durchschnitt deutlich schlechter gebildet als Deutsche, und mir persönlich gefällt einfach einiges an deren Kultur nicht. Das ist hauptsächlich religiös gerechtfertigt bzw. begründet. So das Fehlen von westlichen Freiheitsrechten, die Nicht-Gleichberechtigung von Frauen, die höhere Akzeptanz von Gewalt in diesen Gesellschaften, und anderes.
ZitatOriginal geschrieben von derAL
Wenn Europa wieder stärker in nationale Interessen zerfällt, dann benötigen wir kein Europa mehr.
Doch. Um ein friedliches und kooperatives Zusammenleben in Europa zu sichern.
Ich würde es allerdings begrüssen, wenn in Europa nationale und (noch viel mehr!) regionale Interessen berücksichtigte. Ich bin der Meinung, dass ein nationaleres Europa demokratischer und bürgerfreundlicher wäre.