Beiträge von Applied

    Re: Re: Re: re. jochenb


    Zitat

    Original geschrieben von happiestalive
    und wieder was gelernt, danke dafür, gibt es sonst noch Ausdrücke die ich kennen muss ,damit ich sie nicht verwende um nicht gesperrt zu werden, da wäre vielleicht ein Glossar hilfreich


    Eben - ich denke, das geht einer grossen Mehrheit der Bundesbürger so, dass sie das noch nie gehört haben.


    Und auch Medienprofis sind vor solchen Fauxpas nicht gefeit:


    http://www.shortnews.de/id/117…dolf-hitler-auf-den-titel


    Wäre das Bild von einem User, hätte Carsten diesen sicher ebenso umgehend gesperrt, und eine "Absicht" unterstellt. Vermutlich noch deutlich eindeutiger. Der einzige Unterschied in der Rezeption ist hier das unterschiedliche Renommee von anonymem Forennutzer und bekannter seriöser Zeitung.

    Re: Re: re. jochenb


    Zitat

    Original geschrieben von Carsten
    Wer in diesem Zusammenhang und insbesondere quasi auf Zuruf - nachdem das Stichwort jüdische Herkunft gefallen ist - den Dritten Weg ins Spiel bringt, hat sich disqualifiziert. Das ist nicht mehrdeutig, das ist eindeutig. Erschliesst sich aber halt nicht jedem sofort.
    https://www.tagesschau.de/inland/dritter-weg-101.html


    Ich halte mich für zumindest überdurchschnittlich politikinteressiert.
    Und ehrlich: Von diesem "Dritten Weg" hatte ich vorher noch nie gehört.


    Zitat

    Original geschrieben von Carsten
    Tja, ich deute sie anders. Schau nochmal nach, was ich zitiert habe.


    Das ist dein Zitat:


    "Aber du braucht dir keine Sorgen zu machen, es gibt auch noch den dritten Weg, und durch vermehrte Einwanderung werden die Nazis nicht weniger, auch wenn das dein Wunsch zu sein schein."


    Das ist aber verkürzt zitiert - und hier eventuell sinnentstellend, bzw. etwas hineininterpretierend, was er nicht gemeint hat. Denn komplett heisst es:


    "Ich kann dich schon etwas verstehen, wenn man die Wahl zwischen Pest und Cholera hat, da meint man das kleinere Übel verteidigen zu müssen. Aber du braucht dir keine Sorgen zu machen, es gibt auch noch den dritten Weg"


    Der Aufbau dieser Aussage ist klar. Es handelt sich um eine dreiteilige Aufzählung:
    1. Pest
    2. Cholera
    3. "Drittes"


    Nun könnte man, wenn man von "Wahl" spricht, auch für das dritte Element so formulieren:
    "wenn man die Wahl zwischen Pest und Cholera hat ... aber ... es gibt auch noch den dritten Wahl"


    Nur kollidiert die Bezeichnung "dritte Wahl" wie auch die "zweite Wahl" sprachlich mit einer anderen Bedeutung: nämlich einer iterativen Wahl einer Präferenzreihenfolge. Hier allerdings ist die Wahl zwischen drei gleichrangigen Alternativen gemeint. Anders formuliert: Die Wahl einer dritten Alternative ist keine "dritte" Wahl.


    Von daher erscheint mir eine alternative Formulierung wie "dritter Weg" in diesem Zusammenhang auch dann als naheliegend, wenn jochenb nicht auf die genannte Partei anspielen wollte. Klar, diese Formulierung im gleichen Satz mit den "Nazis" wäre dann wirklich seeehr "unglücklich".*


    Ich würde aber nicht ausschliessen, dass ein Missverständnis bzw. eine fälschliche Interpretation von jochenbs Beitrag vorliegt. "Eindeutig" finde ich den Bezug jedenfalls wirklich (!) nicht.

    Zitat

    Original geschrieben von Uelmuek
    Warum hat man denn einen besonderen Background nur weil man jüdische Wurzeln hat? Das kann ja vom Vater bis zur Ururgroßmutter alles sein. Und nur aufgrund der Wurzeln gehört man auch nicht automatisch einer Religion, in diesem Fall dem Judentum, oder einer "Sekte" an.


    Den besonderen Background müssen wir - zumindest hier im Falle des Schreibers - gar nicht gross bestreiten oder hinterfragen: Das sieht derAl aus eigener Perspektive offensichtlich selbst so: "Als Deutscher mit jüdischen Wurzeln bewegen mich diese Tage besonders"


    Hinterfragenswert finde ich den Zusammenhang zwischen den Protesten gegen Migration und insbesondere der Judenverfolgung auch. Mich würde es zumindest nicht wundern, wenn ein grosser Teil der aktuell protestierenden Bürger wesentlich "weniger Probleme" mit (deutschstämmigen) Juden hat, als mit Muslimen oder Afrikanern. Pegida beispielsweise hat sich ja gerade Protest gegen "Islamisierung" geschrieben.


    Ich bezweifle arg, dass eine "Islamisierung" des öffentlichen Lebens in Deutschland, höhere Anteile von Muslimen zu einer höheren Akzeptanz religiöser Minderheiten führen und in Deutschland Hass und Gewalt gegen Juden verringern werden - sondern ganz im Gegenteil!


    Das sieht man auch im Zentralrat der Juden öffentlich so:


    "Unter den Flüchtlingen sind sehr viele Menschen aus Ländern, in denen Israel zum Feindbild gehört. Sie sind mit dieser Israelfeindlichkeit aufgewachsen und übertragen ihre Ressentiments häufig auf Juden generell. Im Sommer 2014 bei den Demonstrationen anlässlich des Gaza-Konflikts konnten wir beobachten, wohin das führt. Daher gibt es in unseren Gemeinden jetzt die Sorge, dass wir solche antisemitischen Ausschreitungen wie 2014 häufiger erleben könnten. Diese Sorge teile ich"


    http://www.zentralratdjuden.de/de/article/5414.sie-müssen-unsere-grundordnung-anerkennen.html

    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Die EUR-Auf- oder -Abwertung ist für alle im Währungsraum gleich. Keiner kann demnach davon alleine besonders belastet werden oder davon besonders profitieren.


    Nachdem du hier bemerktest, dass du "mit volkswirtschaftlichen Zusammenhängen dein Geld verdienst" und mir von dieser Warte aus im Zusammenhang dieser Diskussion ein "Missverständnis" dieser Zusammenhänge, "brennende Logik" und "klägliche Argumentationsversuche" unterstelltest, bin ich nun ehrlich aber gelinde gesagt etwas "verwundert" über Aussagen wie diese:


    :confused:


    "Die EUR-Auf- oder -Abwertung ist für alle im Währungsraum gleich. Keiner kann demnach davon alleine besonders belastet werden oder davon besonders profitieren."


    Doch, natürlich!
    Natürlich können einzelne Staaten besonders von einer Auf- bzw. Abwertung der Währung betroffen sein. Dies ist eine Frage der Aussenhandelsbilanzen dieser Länder. Wer viel mit dem Nicht-EURO-Raum handelt ist natürlich stärker betroffen. Und wer - in diesem Falle - viel in den Nicht-EURO-Raum exportiert, der profitiert natürlich stärker von einer schwachen Währung. Diese Korrelation zwischen GDP-Wachstum und steigenden Exporten ist, schaut man sich die Zahlen an, auch relativ stark.


    Und das zeigt sich m.E. auch und gerade für Deutschland. Denn der Anteile der Exporte am Bruttoinlandsprodukt ist in Deutschland nun einmal aufgrund der wirtschaftlichen Produktionsstruktur tendenziell deutlich grösser als in anderen grossen Volkswirtschaften wie Spanien, Frankreich, Italien (kleinere Länder haben meist aufgrund ihrer Grösse einen tendentiell höheren Exportanteil).

    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    (2)
    EUR/USD 1,20205 am 20.10.2005,
    EUR/USD 1,13465 am 20.10.2015;


    0,0674 USD in 10 Jahren ist natürlich schon eine krasse Abwertung
    2000 lagen wir im Tief um 0,827. 2008 in der Spitze um 1,60.


    Ja, von 1,60 ist es eine krasse Abwertung.
    Und von der profitiert Deutschland.
    Darum sagte ich ja auch momentan (bzw. immer noch) profitiert Deutschland davon.
    Ich habe nicht gesagt, dass Deutschland 2005 schon von der tiefen Währung profitierte.


    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Ich sehe mich aktuell jedoch in der Situation, dass ich hier nicht mehr diskutiere, sondern erst einmal falsche Behauptungen, die ich angeblich gesagt haben soll, klar- bzw. richtigstellen muss, nur weil einige nicht in der Lage sind, Argumente und Positionen richtig aufzunehmen. Und wenn das die neue politische Kultur (Wortverdrehereien und Halbwahrheiten) ist, die Ihr auch auf Euren Demos vorantreiben wollt, dann gute Nacht.


    1. Ich habe mit Demos in Deutschland nichts am Hut
    2. Nicht jedes falsch aufgenommene Argument ist eine "Wortverdreherei".
    3. Im übrigen hast du hier falsche Behauptungen aufgestellt
    Aber kommen wir doch inhaltlich dazu:


    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    "die Migranten hätten alle ein rechtlich garantiertes Asylrecht"


    (3) So habe ich nie argumentiert. Ich sagte immer kurzfristige humanitäre Hilfe für alle Flüchtlinge. Asyl nur für anspruchsberechtigte Asylbewerber. Abschiebung zu gegebener Zeit für nichtanspruchsberechtigte.


    Ich sage nicht, dass du behauptet hättest, es hätte jeder Recht auf tatsächliche Zuerkennnung des Asylstatus.
    Auch schon die Rechte auf Prüfung des Asylstatus (als Teil des Asylrechts) sind nicht so, wie du sie darstellst:


    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    während Du seit Tagen das Recht auf Asyl, welches ebenfalls im Grundgesetz (...) fest verankert ist, nicht anerkennen magst. Seit Tagen reden wir vom Recht auf Asyl, das klar geregelt ist (inklusive der Abschiebung bei Ablehnung nach Prüfung), und vom Recht davon, dass ein jeder Asylantrag geprüft wird


    1. Bei Einreise über sicherer Drittländer ist gemäss Dublin-Verfahren eben nicht Deutschland für eine (inhaltliche) "Prüfung" zuständig. Die Asylbewerber sind abzuschieben:


    "Asylbewerber, die über einen sicheren Drittstaat einreisen, werden nicht als Asylberechtigte anerkannt. Für sie ordnet das Bundesamt die Abschiebung an: Sie werden in den Staat, über den sie eingereist sind, zurückgeführt."...


    Bundesamt für Migration und Flüchtlinge


    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    ...und man sich bis zur entgültigen Entscheidung erst einmal in Deutschland mit Einschränkungen aufhalten und sich in die Obhut des deutschen Staates begeben darf.


    2. Nein, das ist eben nicht so. Wie schon gesagt ist Deutschland nicht für eine "endgültige Entscheidung" zuständig. Und zweitens gibt es auch keinen Recht auf vorläufigen Aufenthalt:


    "Diese Rückführung kann auch dann stattfinden, wenn ein Rechtsbehelf eingelegt wird."*


    Bundesamt für Migration und Flüchtlinge



    * Und ja, ich kann lesen. Da steht "kann". Du hast aber behauptet, es gebe ein "Recht". Und das gibt es eben nicht.

    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    (1) ... und deshalb finanzieren wir nun Schuldenpakete? Weil sie ihre Schuldenquoten reduzieren konnten? Jemand tilgt bzw. reduziert seine Schulden(quote) und ist dann plötzlich pleite? Interessanter Ansatz


    Hä? :confused:
    Mir scheint, da liegt ein Missverständnis vor.


    Die meisten europäischen Länder konnten ihre Staatsschuldenquoten um 2005 senken. Deutschland nicht. Deutschland hatte da auch eine der höchsten Arbeitslosigkeiten. Was ich damit sagen will: Deutschland ist keineswegs immer das Vorzeigeland (gewesen) als dass du es hier darstellen willst/wolltest.


    Momentan profitiert Deutschland stark von der abgewerteten Währung


    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    (2) ... findest Du nicht, dass für Illegalität und Rechtsbruch in Deiner zitierten Passage erstaunlicherweise viel 'kann' enthalten ist? Da stehen nicht 'dürfen nicht' und 'müssen vollzogen werden'.


    Aha.


    Du hast doch gerade erst das grundgesetzliche Asylrecht als "eindeutig definiertes" Recht bezeichnet und behauptet, das "Recht auf Asyl" sei "klar geregelt".


    Offensichtlich ist es also doch nicht so klar geregelt? Im übrigen steht die klare Regelung "der Abschiebung bei Ablehnung nach Prüfung" auch nicht im Grundgesetz, sondern in anderen Gesetzen. Offensichtlich sieht du die auch als bindend an. Es gibt aber auch klare rechtliche Regelungen (Dublin-Verordnung), die bestimmen, dass Deutschland eben nicht für die Asylanträge von aus Österreich einreisenden Personen zuständig ist. Und dazu noch dein Lob des deutschen Rechtsstaats...


    Wie passt das nun alles zusammen, mit deiner Aussage, dass man sich "einzelne Passagen" der Rechtslage nicht einfach nach Gutdünken aussuchen dürfe? :confused:



    Antwort: Es passt nicht zusammen!
    Und darauf will ich auch hinaus:


    Das Argument, die Migranten hätten alle ein rechtlich garantiertes Asylrecht geht m.E. fehl. Es widerspricht sich selbst.


    Man sollte sich der Tatsache stellen, dass hier tausendfach geltendes Recht ignoriert oder verletzt wird. Das kann man durchaus aus humanitären Gründen durchaus für gerechtfertigt halten - aber das ist die entscheidende Diskussion: Wieviel Rechtsverletzung, wieviel Verlust an "Ordnung" nimmt man.
    Wie weit "heiligt der Zweck die Mittel"?

    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Applied: Nachdem keine Antwort mehr auf 'andere wuchsen in den 2000er Jahren unter dem Bilanzstrich bzw. am Ende des Tages stärker als Deutschland' kam, was ich widerlegt habe, nehme ich an, dass keine weiteren Argumente folgen werden.


    Nichts ist widerlegt. Andere Länder konnten damals - im Gegensatz zu Deutschland - ihre Schuldenquoten deutlich senken. Das Wachstum ist im übrigen auch nicht das Hauptproblem. Für die Binnennachfrage werden die Migranten schon sorgen, und die externe Nachfrage wird dadurch auch nicht gross tangiert.


    Das Problem ist die Arbeitslosigkeit und deren Finanzierung. "Letztes Mal" hat man das auch primär durch Sozialabbau für schon länger Ansässige Bewohner geschafft.


    Zitat

    Original geschrieben von derAL
    Das Grundgesetz ist kein Papier, wo man sich die einzelnen Passagen nach Gutdünken aussuchen darf. Entweder man akzeptiert unsere vorbildliche Verfassung in Gänze oder gar nicht.


    So?


    §16a (2) "Auf Absatz 1 ("Politisch Verfolgte genießen Asylrecht") kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. (...) In den Fällen des Satzes 1 können aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden."


    Der Fall ist rechtlich doch klar: Sämtliche auf dem Landweg einreisende Syrer (und anderer Nationalität) geniessen kein Asylrecht! Sie reisen illegal ein.

    Zitat

    Original geschrieben von Applied
    Humanitäre Katastrophe? Da gibt's wirklich weit schlimmere Katastrophen, die auch in friedlichen Ländern der Erde aus rein wirtschaftlichen Gründen jeden Tag passieren. Wenn's danach ginge, sollte man dann nicht statt gutgenährten Syrern, die sich aus Zeltlagern (aber auch Wohnungen!) im Nahen Osten, der Türkei etc. - aber auch Ungarn und Griechenland - auf den Weg machen, lieber unterernährte Kinder aus Afrika aufnehmen?


    In diesem Zusammenhang:


    - Haben die Bürgerkriegs-Syrer einfach nur eine bessere "Lobby" als bspw. von Hunger betroffene Menschen anderswo auf der Welt, in Afrika und Asien?
    - Entfalten die Bilder von Krieg in und Flüchtlingen aus Syrien einfach nur eine grössere Suggestivkraft auf das deutsche Publikum?



    "Die zerstörten Häuser in Syrien sehen ja ein bisschen wie bei uns aus. Bzw. wie bei uns nach dem Krieg. Und Jeans tragen die jungen Flüchtlinge auch." Syrer (als momentanes wahrgenommenes Hauptherkunftsland) sehen den Deutschen physiognomisch relativ ähnlich. Und noch mehr den Türkischstämmigen - die in (West-) Deutschland ja hinlänglich bekannt und Teil des Alltags sind. Sie haben auch eine ähnliche (abrahamitische) Religion.



    - Fühlen sich die Deutschen einfach den Syrern kulturell und zivilisatorisch "näher" als irgendwelchen "Negern und Schlitzaugen" aus noch viel unterentwickelteren Ländern in Afrika und Asien? (um's ausnahmsweise und, versprochen, einmalig vulgär zuzuspitzen)
    - Oder ist es einfach eine Art "moralischer Opportunismus", dass man halt die aufnimmt, die ohnehin schon gekommen sind, "den Weg geschafft haben", beziehungsweise, die man einfach nur aus Österreich per Sonderzug hereintransportieren kann/muss?

    Zitat

    Original geschrieben von SAR
    Merkel hat Europa vor einer ähnlichen (wenn auch viel kleineren) humanitären Katastrophe bewahrt und ihre Entscheidung wirkt auf den ersten Blick genauso absurd


    Humanitäre Katastrophe? Da gibt's wirklich weit schlimmere Katastrophen, die auch in friedlichen Ländern der Erde aus rein wirtschaftlichen Gründen jeden Tag passieren. Wenn's danach ginge, sollte man dann nicht statt gutgenährten Syrern, die sich aus Zeltlagern (aber auch Wohnungen!) im Nahen Osten, der Türkei etc. - aber auch Ungarn und Griechenland - auf den Weg machen, lieber unterernährte Kinder aus Afrika aufnehmen?


    Zitat

    Original geschrieben von SAR
    Aber frag mal die Kriegsflüchtlinge danach, wie sie die Sache wohl sehen.


    Die finden's toll, dass sie nach Deutschland kommen. Denn da ist die wirtschaftliche Lage besser, die Versorgung und die Job- und Ausbildungsmöglichkeiten - und die Menschen sind freundlicher. Das ist keine Phantasterei, sondern O-Ton vieler Flüchtlinge, die auf dem Weg sind bzw. sich auf den Weg machen.


    Zitat

    Original geschrieben von SAR
    Viele haben in erster Linie einfach nur Angst um ihren Wohlstand. Der arme Student kann nicht mehr am Sportunterricht teilnehmen weil die Aslylanten die Sporthalle belegen, überall liegt Dreck herum usw. Ihr meint das tatsächlich alles ernst, oder?


    Und du? Willst du alles einfach so beiseite wischen?


    Es geht ja nicht nur um den Sportunterricht. Der ist ein Symbol. Aber eben eines dafür, dass Regierung und Verwaltung das Wohl von Ausländern über das von Inländern stellen.


    Es geht auch nicht nur um Wohlstand. Wobei diese Sorge nicht unberechtigt ist. Irgendjemand muss die Folgen schlicht zahlen. Anders als durch Steuererhöhungen, Staatsverschuldung (= spätere Steuererhöhungen) oder eine Einschränkung staatlicher Leistungen geht es nicht. Und letztlich durch steigende Preise für Wohnraum.


    Um ein paar Stichworte zu nennen:


    - Verdrängung aus dem Arbeitsmarkt (Einschränkung / Abschaffung von Mindestlöhnen?)
    - Gewalt vor Unruhen, Aufstände und Terroristen
    - Angst vor Kriminalität: Diebstahlskriminalität, sexuelle Übergriffe
    - Gefährdung von Minderheiten wie Schwulen, Juden und anderen religiösen Minderheiten im öffentlichen Raum
    - Verringerung von Bildungschancen, dadurch, dass Schüler mit schlechten Deutschkenntnissen in die gleichen Klassen gehen
    - Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung (die ist an den Grenzen oder beispielsweise am Eurotunnel schon längst konkrete Gefahr bis Realität)
    - Einknicken des Rechtsstaats (Europarecht und geltendes Asylrecht wurden bereits ausser Kraft gesetzt)
    - Gefährdung der Demokratie, dadurch, dass eine Politikelite gegen Wohl und Meinung des Volkes handelt, oder durch Erstarken autoritärer (Rechts-) Parteien.


    Erwartetes Bevölkerungswachstum über die nächsten 15% Jahre, bis 2030:


    Irak: +44%
    Afghanistan: +40%
    Libyen: +21%
    (Kaukasus)
    Nigeria: + 42%
    Pakistan: +22%
    Jemen: +33%
    Mali: +51%
    Kamerun: +45%
    Sudan: +28%
    Südsudan: +55%
    Somalia: +42%


    Macht ein Bevölkerungswachstum von knapp 200 Mio. Menschen über die nächsten 15 Jahre. Genau ist es schwer zu prognostizieren, aber so um die 150 bis 250 Mio. Menschen dürften es wohl sein. In den genannten Krisenländern leben damit knapp 800 Mio. Menschen.