Beiträge von Applied

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    Original geschrieben von DarioM
    die Mutter BNP hat Cortal Consors in Deutschland extra nicht in hello Bank umbenannt sondern in Consorsbank


    ...weil sie die langjährige und bekannte (deutsche) Marke Consors nicht einfach ohne Not aufgegeben haben (durchaus sinnvoll, finde ich). Unahänging davon werden die Hello-Bank-Strategie und Branding (optisch) auch bei der Consorsbank verfolgt.


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    Original geschrieben von DarioM
    BNP hat stets als Ziel der größte Broker in Deutschland zu sein. Genau so wie bei DAB ist bei Consors niemals das Girokonto mit Visa das Hauptmerkmal, sondern das Brokerage


    Das Brokerage wird im Sinne einer Vollbank-Strategie nur ein Merkmal unter vielen sein. Sicher eines, mit dem die Bank gutes Geld verdienen will. Aber die Vollbank-Strategie ist klar, wie bspw. auch bei derder mittlerweile als Hello Bank umfirmierten direktanlage.at zu sehen.


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    Original geschrieben von DarioM
    Das Produkt wird von Consors angeboten um Neukunden zu gewinnen, die hoffentlich irgendwann ein Depot im Hause führen


    Nicht nur Depots. Die Consorsbank verkauft auch Baufinanzierungen, Konsumkredite, Renten- und Risikoversicherungen.


    Man will als integrierte Direktbank eine umfassende Palette von Bankprodukten aus einer Hand für den Kunden anbieten. Ein Versicherungsangebot bspw. wie Consors hat, wenn ich das richtig sehe, nicht mal die Ing Diba.

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    Original geschrieben von DarioM
    Okay. Ich würde keine 22k€ jeden Monat auf eine LU-IBAN senden, sondern die alternative DE-Bankverbindung der Advanzia bei SocGen verwenden, um Rückfragen der ausgehenden Bank zu vermeiden.


    Halte ich für unbegründet.


    Jedem Mitarbeiter in Compliance, Sicherheit und Betrugsprävention genügen zwei Minuten, um herauszufinden, dass die Advanzia schlicht Kreditkarten und Tagesgeldkonten anbietet - und das explizit für den deutschen Markt. Wenn die Bank in Deutschland selbst Kreditkarten anbietet, dann muss das allerdings niemand "herausfinden" - dann werden die das bereits längst wissen. Ist nicht so, als sei die Advanzia auf dem deutschen Markt unbekannt.


    Als ob man einem Orthopäden erklären müsste, was Methadon ist (und falls doch, dann sollte man schnellstmöglich den Orthopäden wechseln - und nicht das Medikament)

    Re: Nazikeule


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    Solche verbalen Nazikeulen-Schwinger wie Kommentator Borcholte gehen mir echt auf den Sack :rolleyes:


    "Im Kern ging es Hitler darum, den Rechtsstaat auf den Kopf zu stellen. Durch die Suggestion eines globalen Notstands, einer Bedrohung von deutschem "Blut und Boden" durch Bolschewiken oder die "Verjudung", die sich im heutigen Sprachgebrauch von Populisten im Wort von der "Islamisierung" oder "Überfremdung" spiegelt, sah er den Staat in der Verpflichtung, in den Notstand einzutreten, dem eigentlichen Souverän, dem Volk also, die Entscheidungsgewalt zu nehmen."


    Etwas zynisch formuliert: Verfolgt die Bundeskanzlerin bzw. die Bundesregierung nicht genau dieselbe Politik wie diese hitlersche Notstandssuggestion? Nur eben unter umgekehrten Vorzeichen:


    Durch die Suggestion eines europaweiten Notstands, dass Migranten in EU-Ländern wie Ungarn oder Österreich an Leib und Leben bedroht seien, sieht sie den Staat in der Verpflichtung, humanitäre "Notstandsmassnahmen" einzuleiten - und dabei den Rechtsstaat auszuhebeln. Die Perversität der "Argumentation" dieses Autors wird hier selbst im Artikel deutlich:


    "Es ist der demokratische Auftrag eines Ministerpräsidenten, die Bürger vor unzumutbaren Zuständen zu schützen. Die zunächst humanistisch motivierte und daher tatsächlich alternativlose Aufnahme von Flüchtlingen in einem der wohlhabendsten Bundesländer, auch mehreren Zehntausend, gehört jedoch ganz sicher nicht dazu.


    (...)


    Für wie auch immer geartete "Notmaßnahmen" gibt es zudem strenge Vorgaben im Grundgesetz. Sie müssen demokratisch, also im Landesparlament oder, auf höherer Ebene, im Bundestag beschlossen werden und können nicht vom Landesvater im Handstreich verfügt werde"



    - Wurde das Grundgesetz, insbesondere der Verweis auf das fehlende Asylrecht bei Einreise aus sicheren Drittstaaten - bei der Einreiseerlaubnis (besser: Duldung) respektiert?


    - Wurde die illegale Einreise, ja der aktive Hereintransport von Flüchtlingen denn durch das Bundesparlament erlaubt bzw. beschlossen?




    Damit wir uns nicht falsch verstehen: Man kann ja dafür sein, aus humanitären Gründen Migranten aufzunehmen. Wenn man das als "alternativlos" bezeichnet, bin zwar nicht der gleichen Meinung (im Gegenteil, ich finde das sehr fragwürdig, denn Ungarn, Österreich und auch Griechenland und die Türkei sind zivilisierte Länder), aber das heisst noch nicht, dass man es nicht im Sinne einer Abwägungsentscheidung rechtfertigen könnte. Man kann auch es auch gerechtfertigt finden, diese Entscheidung mit der Begründung einer "Notsituation" auf Regierungsebene - d.h. unter Umgehung von Parlament und Recht- zu fällen (so wie es ja passiert ist!). Es gibt durchaus Argumente dafür.


    Gegen Horst Seehofer dann aber im gleichen Atemzug eine der schärfsten Nazikeulen der deutschen Presselandschaft auszupacken, die ich je gelesen habe... und ausgerechnet (!) mit dem Vorwurf, er verfolge "handstreich"-artige "Notstands"-Politik die Nazikeule zu schwingen... das finde ich einfach pervers und unanständig.


    :flop:

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    Original geschrieben von Dingens
    Ich drücke mich um die Frage, weil ich es natürlich auch nicht weiß. Aber ich denke, dass diese Grenze noch lange nicht erreicht ist. Und dass die Grenze weiter oben liegt, wenn man bereit ist, auch Abstriche bei sich selbst zu machen


    Das ist so: Da hat Thomas Fischer in der Zeit ja auch recht: Die Grenzen sind ein Konstrukt. Eine willkürliche "Grenzziehung", die jeder für sich alleine beantworten kann. Nur ist es da nicht hilfreich, wie Thomas Fischer einfach alles zu relativieren, so wie bei der Einwohnerdichte: Wieso sollte man nicht die Frage stellen dürfen: Wollen wir so eng aufeinander leben, wie in Japan oder Bangladesh?


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    Original geschrieben von Dingens
    wenn man es mal schafft, die Steuerflucht aus Deutschland einzudämmen, ist eh mehr Geld da


    Welche Steuerflucht?
    Deutschland ist dabei doch heute schon sehr erfolgreich.
    Im übrigen gibt es nur einen legalen Weg dazu: Einschränkung des Handels, Bau von Grenzen, de facto Austritt aus der EU.
    Willst du das? Mit letzterem werden die Flüchtlinge aber - wie von Merkel gewünscht - erst recht nicht auf andere EU-Länder verteilt.


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    Original geschrieben von Dingens
    wenn man es mal schafft, die Steuerflucht aus Deutschland einzudämmen, ist eh mehr Geld da. Von der ungerechten Verteilung der Besitztümer brauchen wir ja gar nicht anfangen.


    Wir müssen da ja nicht unbedingt gleich immer über staatliche Zwangsmassnahmen reden.
    Wieso fangen wir nicht mal mit Freiwilligkeit an?


    Wieso gibst nicht du einfach mal die Hälfte deines Vermögens ab und verzichtest auf die Hälfte deines Einkommens?
    Wieviel gerechter man die Welt damit doch machen könnte!


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    Original geschrieben von Dingens
    SPD und Linke vertreten den kleinen Mann...was vielleicht wegfällt ist "in Deutschland". Aber wir wollen doch jetzt nicht den kleinen Mann aus D gegen den kleinen Mann aus dem Ausland ausspielen


    Doch. Du "willst" das vielleicht nicht, aber genauso passiert es momentan:


    Der kleine Mann in Deutschland WIRD gegen den kleinen Mann aus dem Ausland ausgespielt!


    Denn er wird den wohl grössten Teil der Integrationslasten letztlich tragen müssen. Umgekehrt passiert das natürlich auch ganz genauso. Zum Beispiel, wenn man sagt "mehr geht nicht, weil die Deutschen es nicht akzeptiert". Ausgespielt werden beide gegeneinander von der deutschen Politelite. Und da sind wir beim Punkt der demokratischen Legitimation:


    Die deutschen Politiker werden vom kleinen Mann in Deutschland gewählt.
    Die deutschen Politiker werden vom kleinen Mann in Deutschland alimentiert.
    Die deutschen Politiker sollen (auch) den kleinen Mann in Deutschland vertreten und zu dessen Wohl handeln.

    So, jetzt versuche ich mich auch einmal an der Nennung eines Prämienangebots. Das scheint zwar schon eine Weile zu laufen, ich habe es aber noch nicht hier per Suche gefunden. Also bitte seid nicht zu hart mit mir.


    - Bis 9.11. über den comdirect-Anlageassistenten kaufen
    - Fondsanteile oder deren Gegenwert bis mindestens 9.2.16 bei comdirect halten
    - bis 9.3.16: Fondsanteile verkaufen und comdirect schriftlich mitteilen, warum der Anlageassistent nicht gefällt
    = 50 EUR Prämie


    https://www.comdirect.de/cms/anlage-assistent.html


    Ist jetzt vermutlich nicht der "Knaller" und nicht 100% risikolos. Aber kann man da ein paar EUR mitnehmen? (Ich hab da ja beinahe ein schlechtes Gewissen, wenn ich nur wenig Geld einen Fonds kaufe und dann 50 EUR kriege... oder ist das unbegründet?)

    Zitat

    Original geschrieben von lisari
    Kannst Du das näher erläutern? Gibt es Anhaltspunkte/Erfahrungswerte, ob auch andere ausländische (europäische) Banken sich eher so benehmen?


    Man findet viel, wenn man mal nach credit card utilization sucht.
    Die Aussagen sind recht einhellig, dass höhere Raten als 30% (zumindest oft) kreditschädlich seien.


    Habe aber ehrlich gesagt keine Ahnung, ob in Europa ähnlich gescort wird. In Grossbritannien am ehesten, denke ich. Ich persönlich habe auch keine Karten mit mehr als 500-2000 EUR Limit.* Und an diesen Limits ändert(e) sich auch von Anfang nicht viel.*


    * beides abgesehen von der Ausnahme Advanzia.


    EDIT: Halt, sehe gerade, dass die comdirect mein VISA-Wochenlimit auf nun 1000€ verdoppelt zu haben scheint. ;) Ob sich da der vor kurzem abgeschlossene Wertpapiersparplan auszahlt..?

    OK, genaue Zeiten habe ich nicht, da ich am Arbeitsplatz nicht alle 30min schauen konnte, aber da müsste die Ziraat tatsächlich auch schnell gewesen sein, trotz mangelnder Anzeige in deren eigenen Onlinebankings. Gutschrift meiner heutigen frühmorgendlichen Überweisungsausgänge (DE nach LU):


    - taggleich vormittags (vor 11:30 Uhr): Ziraat und biw (Flatex.de)
    - taggleich nachmittags: comdirect
    - (bis jetzt) keine taggleiche Buchung: DKB

    Re: flatex.at


    Flatex-FAQ: "Selbstverständlich können Bürger mit Wohnsitz im Ausland bei uns ein Konto/ Depot eröffnen."


    Das heisst natürlich nicht, dass sie jeden nehmen, aber grundsätzlich sind sie offen.


    Darf man fragen, für was du die AT-IBAN brauchst? Lastschriften gehen vermutlich ohnehin nicht - und als kleines bis mittelgrosses Land sollten die Österreicher doch nicht so verbohrt sein, nur inländische Konten zu akzeptieren, oder?

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    Original geschrieben von Dingens
    Zu Angie:
    Seit dem Auftritt von Merkel bei Anne Will ist sie in meinem Ansehen gestiegen....


    Beschwichtigung, Durchhalteparolen, Verleugnung und Planlosigkeit - und eine Anne Will, die bemüht ist, eine kritische Interviewerin vorzuspielen



    - Sie "habe die Situation ja nicht herbeigeführt"


    - "Es hat keinen Sinn, so zu tun, als hätten wir es in der Hand, wieviele Flüchtlinge morgen kommen".


    "Stellen sie sich vor, wir würden jetzt alle miteinander erklären, wir schaffen’s nicht.Und dann?!? Das geht doch nicht!"


    - Die EU-Aussengrenzen sind "nicht richtig geschützt. Zwischen Griechenland und der Türkei und zwischen Italien und Libyen." Das "muss politisch bewältigt werden".
    Aber: In Deutschland (!) können wir "die Grenzen nicht schliessen. (…) Deutschland hat 3600km Landesgrenze. (…) Wenn wir einen Zaun werden, werden sich die Flüchtlinge andere Wege suchen."


    - Ihre "Herangehensweise ist, in leichten wie in schweren Zeiten, (ist) so, dass ich nichts verspreche, was ich morgen nicht halten kann." "Es hat ja keinen Sinn, etwas zu versprechen, was ich nicht halten kann."


    - Sie zitiert eine Statistik, nach der 70% der Menschen wieder nach Syrien zurückkehren wollen. Die Menschen erhielten einen auf nur drei Jahre beschränkten Aufenthaltstitel. Sie mag sich da nicht auf Zahlen festlegen, aber sie rechnet damit, dass viele zurückkehren wollen und werden. Aber nur wenige Minuten später:
    "Wir haben die Erfahrung gemacht: Wenn einmal die Flüchtlinge in die Kommunen gekommen sind, wenn einmal Bindungen in den einzelnen Städten und Gemeinden aufgebaut werden, dann ist es unheimlich schwer, sie dazu zu bringen, Deutschland wieder zu verlassen."


    - "Es ist eine schwierige Aufgabe. Vielleicht die schwierigste seit der Wiedervereinigung." Die Wiedervereinigung ist doch auch nach 25 Jahren vor allem ökonomisch noch längst nicht bewältigt. Ein Blick auf die Arbeitslosenstatistik spricht doch Bände!