Beiträge von Applied

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    Original geschrieben von blacksun
    das ist jetzt schon die zweite Bank aus Malta die hier genannt wird.
    Hast Du auch überprüft ob es
    a) die Bank überhaupt gibt
    b) das die echte Webseite ist.


    Ich bin doch nicht von gestern ;)


    Aber im Ernst: Wenn mir eine Bank nicht aus grossen, seriösen Medien ein Begriff ist, dann überprüfe ich immer deren Existenz. Und auch, ob die Bank von einer seriösen Finanzmarktaufsicht ordentlich überwacht und zugelassen ist (nicht jede tatsächlich existierende Firma darf auch Finanz- bzw. Bankgeschäfte machen). Wie man nicht seriös ist, davon hatten wir es ja hier im Forum schon vor nicht allzu langer Zeit am Beispiel der Eurokasse in Neuseeland.


    Wer sich selbst nicht zutraut, sowas zu überprüfen, der sollte m.E. lieber von der Anlage die Finger lassen. Ausser, er will anderen vertrauen müssen... wie beispielsweise vermittelnden Anbietern wie WeltSparen? Vielleicht. Ich bin persönlich lieber direkt Kunde bei einer Bank, ohne einen "Mittelsmann" dazwischen zu haben. Aber so einfach kann man ja in einigen Ländern (wie bspw. Portugal) nicht einfach als Non-resident eröffnen (ausser "überteuerte" spezielle Produkte).


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    Original geschrieben von blacksun
    Neulich wurde, als es um Griechenland ging und wie ein Land ein Schulden- und Defizit-Problem beseitigen kann als Musterland Estland genannt


    Grundsolide Staatsfinanzen und sehr vernünftiges und modernes Steuersystem. Man muss allerdings auch sagen, dass Estland massiv (!) von EU-Hilfen und Investitionskrediten profitiert (hat). Nur werden die dort eben investiert, nicht so auf den Putz gehauen, wie in Griechenland. Die Esten werden die Griechen meines Erachtens bald im Lebensstandard deutlich überholen. Ginge ich allerdings in Estland mit Mindestlohn oder Mindestrente nach hause, würde ich beim Vergleichen mit griechischen Rentnern wohl ziemlich wütend werden.


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    Original geschrieben von blacksun
    Ich hab das mal zum Anlass genommen und geschaut ob es die Bigbank noch gibt. Und siehe da, sie ist noch da.


    So überraschend ist das nicht. Das Geschäftsmodell sieht allzu riskant und volativ, sondern recht solide aus. Anlagegeld einsammeln und als Kredit ausgeben. Dabei viel Fokus auf Konsumenten- und Kleinkredite. Wenn man die höheren Kreditsummen dann nicht allzu optimistisch durch Immobilien besichert, dann kann man da nicht so viel falschmachen. Für eine Bank ist das geradezu fast "langweilig" zu nennen :p


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    Original geschrieben von blacksun
    Damals lauteten die Warnungen auch dass die Sicherungeinrichtung und das Land viel zu klein seien und es dem Land schlecht gehe.


    In Bezug auf die Sicherungseinrichtung selbst war und finde ich das Argument mit der Grösse irgendwie etwas befremdlich. Trotz ihres Namens ist die BigBank ja nicht gerade "big", sondern im Gegenteil ziemlich klein. Das Risiko ist eher ein systemisches, insbesondere eine Schieflage eines der beiden schwedischen Riesen auf dem Markt (Swedbank & SEB), die die Einlagensicherung sprengen dürften.


    Aber zurück zum Ausgangspunkt:

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    Original geschrieben von blacksun
    c) die überhaupt Kunden aus Deutschland annehmen


    Es gibt aus Sicht des Privatanlegers in dieser Beziehung meist drei Kategorien:


    1. Banken, die an ausländischen Kunden grundsätzlich nicht interessiert sind. Die haben das "nur Ansässige" meist irgendwo auf ihrer Webseite klein genannt, bzw. gestalten ihre Webseite dementsprechend, oft nur einsprachig, Anmeldeformulare nur für ein Land: viele deutsche Banken, ebenso britische Banken machen es so.


    2. Banken, die relativ offen für ausländische Kunden sind bzw. offensichtlich anbieten. Gestalten sich oft betont international und mehrsprachig. Viele Banken einschlägiger kleiner Finanzstandorte, wie Luxemburg, Andorra, Kanalinseln, Isle of Man, auch Malta. Diese kommunizieren oft (zumindest tendentiell häufiger) offen und transparent die formalen Voraussetzungen, unter denen sie Nicht-Ansässige annehmen - bzw. "unterhalb" derer sie eben nicht annehmen. Sehr viel zugeknöpfter sind diesbezüglich bspw. die Schweiz, Liechtenstein und einschlägige lettische Banken.


    Die Nemeabank passt mit ihrer Webseite eigentlich ins Bild. Sie hat mir allerdings heute freundlich mitgeteilt, dass die Bank momentan (nächste 3 Monate) überhaupt keine Neukunden* akzeptiert, während sie ihre internen Prozesse und System an höhere Kundenzahlen anpassen wollen. :p



    * Ich würde allerdings arg bezweifeln, ob sie Geschäftskunden auch so vertrösten.

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    Original geschrieben von Pitter
    das mindestens 10000 täglich oder mehr. Und der Strom reißt nicht ab. Allein von Oktober bis Dezember werden das nach Adam Riese mindestens 950000 sein.


    Wir können vernünftigerweise davon ausgehen, dass die Zahlen im kalten Winter sinken werden.


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    Original geschrieben von Jimmythebob
    http://www.faz.net/aktuell/pol…lingszahlen-13829653.html


    "Demnach rollen bis auf weiteres jeden Tag vier bis fünf Sonderzüge meist von Salzburg ohne Kontrollen über die Grenze und bringen die Flüchtlinge Nonstop etwa nach Düsseldorf oder nach Lehrte bei Hannover"


    So kann man den Schleppern natürlich auch erfolgreich das Handwerk legen.
    Bundespolizei und (Staats-) Bahn werden selbst zu staatlich organisierten Schlepperbanden umfunktioniert.


    Mal im Ernst: Drittstaatler ohne Aufenthaltserlaubnis und Kontrolle massenhaft über EU-Binnengrenzen schleusen - ist das eigentlich legal?

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    Original geschrieben von cestec
    dass die bei 'exotischen' (gibt's auch innert der EU) Anlagen suuuper funktioniert, haben wir ja zB bei Kauthing gesehen


    1. Kaupthing war eben in dieser Hinsicht keine EU-Anlage, sondern der isländischen Einlagensicherung angeschlossen. Die Tatsache, dass Island kein EU- und Eurosystem-Land war/ist, gab den Isländern da gewisse Freiheiten, diese Krise zu "handlen". Den Konflikt mit Grossbritannien bzw. den Niederlanden hätte es so bei einem EU-Land vermutlich gar nicht gegeben. Oder anders formuliert: Ein EU-Land hätten die letztere wohl einfach "kleingekriegt".


    2. Natürlich hat es bei Kaupthing nicht "super" funktioniert. Aber die Sparer haben doch letztendlich ihre Einlagen wieder gesehen, nicht wahr?


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    Original geschrieben von cestec
    das haben auch diverse osteuropaeische Laender, denen vertraue ich aber nichtmal so weit wie ich deren Prospekte werfen koennte...


    Ich würde mich bei der Vertrauensfrage gar nicht so am "Ost" in Osteuropa aufhängen. Fiskalisch stehen davon einige osteuropäische Länder besser als Deutschland da. Und bzgl. der Banken muss man das immer relativ sehen. Gegenüber der Grösses des Einlagensicherungssystems dürfte auch die Nemea ein kleiner Fisch sein. So einfach und pauschal finde ich die Fragen deshalb nicht zu beantworten:


    Schützt mich die maltesische Einlagensicherung gegen den Zusammenbruch der Nemea Bank?
    Schützt dich die deutsche Einlagensicherung, wenn die Deutsche Bank zusammenbricht?
    Schützt(e) dich die Einlagensicherung im "sicheren Hafen" Schweiz, wenn UBS oder Credit Suisse zusammenbrechen? (UBS hat das Schweizgeschäft allerdings unlängst als Tochter separiert).


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    Original geschrieben von cestec
    Ich sehe da ein sehr grosses Verlustrisiko


    "Sehr gross" würde ich es nun wahrlich nicht bezeichnen.
    Es ist eine EU-Bank mit EU-Einlagensicherung (rechtlich, das System gilt ja pro Land).


    Wann und wo gab es zuletzt für "Kleinsparer" wie mich einen echten Einlagenverlust?
    Ich wüsste nicht, wo!?


    Am nächsten war man - aus "politischen" Gründen - in Zypern dran, eine Art "Haircut" durchzuführen. Welcher allerdings auch verkraftbar ausgefallen wäre, da ich, zugegeben, nicht daran denke, in Malta sechsstellige Beträge anzulegen.


    Wenn man sich mal in Relation andere Anlageprodukte (wie bspw. Fonds) anschaut:
    Ich denke, in jeder deutschen Dorfsparkasse werden tagtäglich Anlagen mit sehr viel grösserem Verlustrisiko verkauft. :D

    cestec:


    Was willst du damit jetzt eigentlich genau sagen? ;)


    Den Vergleich damit, 50k irgendeinem Forenteilnehmer zu überweisen, finde ich doch ein bisschen absurd. Denn...


    1. Du bist keine Bank
    2. Du wirst vermutlich nicht von einer EU-Finanzmarktaufsicht reguliert.
    3. Malta verfügt ein Einlagensicherungssystem - im Gegensatz zu den Cayman-Inseln. Ich verkenne dabei gar nicht, dass es ein relativ kleines Land ist - aber die Nemea ist ja auch eine relativ kleine Bank.

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    Original geschrieben von ElChefe
    Sind beide Flüge auf einem Ticket?


    Kaum.


    Weder Ryanair noch Easyjet bieten Umsteigeverbindungen "auf einem Ticket" an. Beide weisen explizit darauf hin, dass sie nur "Punkt zu Punkt" fliegen.


    Dass keine dieser beiden im Routing des Threaderstellers beteiligt, würde ich für Sicherheit (und einen deutschsprachigen Threadersteller) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ausschliessen. ;)

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    Original geschrieben von Steffi21
    dann sollte es gut passen, wenn Du da nicht 2x durch die Passkontrolle musst.


    Wird er aber wohl müssen. Ich habe gerade mal interessehalber nachgeschaut, da ich mir gerade auch ein Routing via Stansted überlege.


    Stansted ermöglicht - zumindest lt. den Aussagen, die ich im Internet gefunden habe - keinen Transit ohne Grenzkontrolle. Der Flughafen hat zwar relativ kurze Wege, aber das könnte sportlich werden. Mindestens.

    Wo wir gerade beim Punkt "magere Zinsen" sind...


    Hat schon irgendjemand Erfahrung mit der Nemea Bank?


    Tagesgeld: 1,00%
    Festgeld:
    1 Monat: 1,05%
    3 Monate: 1,15%
    6 Monate: 1,25%
    1 Jahr: 2,00%
    2 Jahre: 2,5%
    3 Jahre: 2,8%
    4 Jahre: 3%
    5 Jahre: 3,5%
    (alles p.a.)


    Insbesondere das einjährige Angebot finde ich recht attraktiv.
    Das ist noch etwas mehr als bei easisave.


    Als Verrechnungskonto gibt's ein kostenloses Girokonto, iOS-/Android-App ist Voraussetzung.
    SEPA-Überweisungen kosten allerdings 0,90 EUR.
    (Die prominent beworbenen kostenlosen Transfer gelten für bankinterne Sofortzahlungen)
    Viel Zahlungsverkehr dürfte man damit ausgehend also nicht machen.
    Die Kosten für die Rücküberweisung des Anlagebetrags holt man ja ggf. mit dem Zinsvorteil wieder rein.

    2.8% - 3% kann ich für einige andere CH-Geschäfte bestätigen. Ist eigentlich ein vergleichsweise fairer DCC-Kurs. Einige Karteninhaber dürften mit diesem bei Zahlung in Kartenwährung sparen. Beispielsweise in Grossbritannien gehen die Umrechnungsgebühren ja oft bis zu 3% (worauf dann auch noch ein Kursmalus kommen kann).


    Ich denke, dass die meisten Inhaber deutscher Karten immer noch mit der Zahlung über die Hausbank etwas günstiger fahren.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Denn schließlich handelt es sich bei den allermeisten einreisenden Syrern um (Bürger-)Kriegsflüchtlinge.


    Oder gibt es irgend jemanden, der das ernsthaft bestreitet?


    Ja, gibt es. Zum Beispiel: Wer in der Türkei, im Libanon, in Jordanien oder auch in Kroatien oder Ungarn in Sicherheit ist, der flüchtet nicht vor dem Krieg nach Deutschland.