Re: Re: Fidor Smart Card - Test.de
Zitat
Original geschrieben von kmak
Allerdings scheint sich der Ärger mehr auf die schlechte Wertung als auf die sachlichen Fehler zu beziehen. Die Fehler finde ich schlimm (...), die Wertung kann man durchaus so vertreten
Die schlechte Bewertung ist (zu einem erheblichen Teil) nur eine Folge der inhaltlichen Fehler bzw. der schlicht völlig oberflächlichen Betrachtung. Beispiel Aussage: "Für viele wird das Bezahlen einfach nur teurer."
Mit welcher Begründung bitte? :confused:
Fakt ist:
1. Das Fidor-Konto ist kostenlos (Kontoführung).
2. Es beinhaltet sogar eine Guthabenverzinsung.
3. Die Fidor Smartcard ist kostenlos (Keine periodische Jahres-/Monatgebühr).
4. Das Bezahlen damit ist kostenlos (keine Transaktionsgebühr/-aufschläge; auch im Ausland nicht)
5. Die Karte hat keine Fremdwährungsgebühr.
6. Die Karte ist als "Kreditkarte" für Online-Zahlungen nutzbar (ich komme noch dazu).
Bleibt noch übrig: Die Bargeldversorgung:
"Nach einer Studie der Bundes_bank hebt der Durch_schnitts_kunde mehr als drei Mal im Monat Geld am Auto_maten ab.
(...)
Für die meisten Kunden ist die Smartcard in der Praxis aber unattraktiv: Wer regel_mäßig Bargeld abheben möchte, zahlt am Ende drauf."
Der von der Bundesbank studierte "Durchschnittskunde" also? Nein, wirklich!? :eek:
Der Durchschnittskunde dürfte schlicht nicht wirklich Zielgruppe dieser Direktbank sein, und auch deutlich weniger "kartenzahlungsaffin" sein als der propektive Fidor-Kunde. Da wette ich drauf! Die Frage ist: Kommt man mit zwei Bargeldabhebungen pro Monat aus? Ich sehe da nicht wirklich das Problem, so als Durchschnittskunde.*. Aber ganz abgesehen davon frage ich mich jetzt nicht:
- Bei welcher Art Bank ist der "Durchschnittskunde" denn Kunde?
- Wieviel zahlt der "Durchschnittskunde" denn Kontoführungsgebühren im Monat?
- Wie hoch wird das Girokonto-Guthaben des "Durchschnittskunden" denn verzinst? Wieviel beträgt der Zinsunterschied zum Fidor-Konto?
- Wieviel zahlt der "Durchschnittskunde" denn Gebühren für seine Kreditkarte? Ich meine... wir wollen ja wohl hoffentlich nicht behaupten, dass der "Durchschnittskunde" nie eine MasterCard bzw. VISA für Onlinezahlungen nutze, oder?
- Wieviel zahlt der "Durchschnittskunde" denn an Fremdwährungsgebühren/-aufschlägen im Nicht-EURO-Ausland?
- Wieviel zahlt der "Durchschnittskunde" für Abhebungen an Fremdautomaten? (Bei der Fidor gelten die Preise einheitlich auch für Fremdautomaten, insofern sind auch an diesen zwei pro Monat kostenlos)
* Ich komme nochmal zum Durchschnittskunden. Vielleicht sollte man da nicht nur den Durchschnitt der Bargeldabhebungen pro Kunde, sondern auch den Median betrachten. Das gibt's auch per Studie der Bundesbank. Auch wenn es schon von 2010 ist...:
- 48,6% der (befragten) Bankkunden beziehen weniger als drei Mal im Monat Bargeld am Automaten oder Bankschalter. Dazu kommen noch 24,4% Bankkunden, die mindestens einmal die Woche am Automaten Geld beziehen - da würde ich einmal unterstellen, dass fast alle davon kostenlos abheben - und viele Kunden davon auch mit seltener Frequenz auskämen, wenn sie einen finanziellen Anreiz dazu hätten, so wie beim Fidor-Produkt (umgekehrt würde ich fairerweise unterstellen, dass die 10% überwiegenden Schalterbezieher schlicht keine Zielgruppe der Fidor wären).
Zitat
Original geschrieben von kmak
die Wertung kann man durchaus so vertreten
Würde ich - aufgrund des Gesagten - so nicht unterschreiben.
Selbst wenn der Fidor-Nutzer dreimal im Monat Bargeld abhebt, und dafür 2 EUR/Monat zahlt: Ich würde wetten, dass er damit unter dem Strich immer noch deutlich günstiger als der "Durchschnittskunde" fährt. Siehe meine Punkte oben.