Beiträge von Applied

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    Original geschrieben von Benz-Driver
    Die Frist habe ich schriftlich via Online-Kontaktformular gesetzt. Hätte das per Einschreiben in Papierform sein müssen?


    Sein müssen hätte es natürlich nicht.
    Die Frist hättest du auch per Brieftaube oder mündlich setzen können.
    Im Sinne grösseren Nachdrucks und besserer Beweisfähigkeit bietet sich allerdings eine Schriftform an.


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    Original geschrieben von Benz-Driver
    Danke, das mit dem Gerichtsvollzieher wusste ich nicht, dachte, da muss s erst ein Urteil geben.


    Ich hatte ja unlängst - ebenfalls bei einer Einzelfirma - einen sehr ähnlichen Fall (nur dass die Firma tatsächlich, allerdings für mich "verspätet" geliefert hat) eines Rücktritts mit Setzung einer Rückzahlungsfrist:


    http://www.telefon-treff.de/sh…0&perpage=15&pagenumber=1


    Zustellung per Gerichtsvollzieher war in meinem Fall wie im Link erwähnt offensichtlich die wirksame und richtige Entscheidung, da das normale Einschreiben nicht vor Ort zugestellt werden konnte und "unabgeholt" später wieder bei mir zurück landete. Nachdem ich das zuständige Gericht für den Gerichtsvollzieherbezirk herausgefunden hatte, war der Rest unkompliziert: Kurzes Anschreiben an den Gerichtsvollzieher mit der Bitte um Zustellung habe ich beigelegt, und ab die Post an die Gerichtsvollzieherverteilerstelle.


    Ich würde eine kurze Mahnung schreiben, mit Angabe von
    - Bestelldatum und Bestellnr.
    - Zahlungsdatum und Art deiner Zahlung
    - Daten deiner erfolglosen Kontaktaufnahmeversuche (im Grunde wohl entbehrlich)
    - Erwähnung, dass/wann/wer/wie dir von der Firma eine Rückzahlung zugesagt wurde
    - Kontoangabe (manche bekommen eine Rückzahlung auch aus so trivialen Gründen nicht auf die Reihe)
    - angemessene Frist


    Entweder als normales Einschreiben an die Firma, oder eben wie gesagt per Gerichtsvollzieher.

    PS:

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    Original geschrieben von CK-187
    Ich frage mich seit geraumer Zeit wann die Menschen hier endlich auf den Trichter kommen dass nicht der Süden zu viel, sondern der Norden zu wenig Geld verdient.


    Wettbewerbsfähig wird niemand auf Dauer bleiben wenn der "Exportweltmeister, ja wir sind die Besten, die Tollsten, Produktivsten Yippieyayeah Schweinebacke" Deutsche, seine Wettbewerbsfähigkeit nur erreicht indem die Menschen nicht genug verdienen.


    Ich gehe damit teilweise d'accord.
    In Deutschland ist die Situation aber gewissermassen "komplex".


    Westdeutschland hätte, denke ich, ohne Wiedervereinigung und Öffnung des eisernen Vorhangs heute ein deutlich höheres Lohn- und Preisniveau. So irgendwo zwischen Schweiz/Dänemark/Luxemburg (als Länder mit deutlich höherem Lohn- und Preisniveau) und Frankreich/Belgien/Niederlande (letztere liegen mittlerweile aber auch über den Daumen 10% höher als Deutschland).


    Nur ist Deutschland insofern einzigartig, als dass ein ehemaliger RGW-Staat mit seinem viel niedrigeren Lohn- als auch Produktivitätsniveau Rahmen der sogenannten "Wiedervereinigung" angeschlossen wurde. Gerade für Ostdeutschland aber ist es eben nicht so, dass das Lohnniveau zu niedrig ist, also die Leute mehr verdienen müssten. Vielmehr sind die Löhne oft noch zu hoch. Diese bzw. eine noch grössere Ungleichheit innerhalb Deutschland konnte/wollte bzw. will man Ostdeutschland freilich nicht in dieser Form zumuten. Das ist politischer Wille.


    Wie konnte die Politik das Problem "handlen", bzw. wie hat sie es?


    1. Das Einkommensniveau im Osten wird teils vom Westen subventioniert.
    2. Man nimmt eine höhere Arbeitslosigkeit im Osten "hin".
    3. Man drosselt die gesamtdeutsche Lohnentwicklung.


    Quasi in diesem "Dreieck" bewegt sich die tatsächliche Situation in Deutschland auch.



    Genauso wie übrigens auch - die Parallelen* sind ja offensichtlich, entbehren aber hier im Kontext nicht einer gewissen Ironie - Griechenland in Europa, in den letzten Jahren ;)


    * sinkende Löhne, höhere Arbeitslosigkeit, Transferzahlungen.

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    Original geschrieben von CK-187
    Billig(st)Möbel in einer Bruchbude. Sorry aber das ist für mich dahinvegetieren

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    Original geschrieben von CK-187
    Die meisten der Gastarbeiter die vor 30-40-50 Jahren hergekommen sind waren oft nicht mal 3 Tage auf der Schule und haben trotzdem was erreichen können.


    Glaubst du, dass die meisten dieser Gastarbeiter, die da was “erreichen” konnten wesentlich besser gehaust haben, als in der zitierten “Bruchbude”? Kaum. Die haben deswegen allerdings nicht “rumgenölt” und das als “vegetieren” bezeichnet, sondern waren froh, einen relativ guten Job zu haben (und im Vergleich zu ihren Herkunftsländern hatten sie immer noch relativ gute Wohnungen).


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    Original geschrieben von CK-187
    Natürlich gibt es zuhause nur Billig(st)fraß


    Den Vorwurf hör’ ich immer wieder, a la die Leute könnten sich das “nicht leisten”. Ich halte das für reichlich absurd. Die Lebensmittelpreise in Deutschland sind so niedrig. Und das auch (vielleicht nicht für “High-End bio” aber) für “gute” und frische Ware.


    Für mich das ist in Deutschland kein ökonomisches, sondern ein kulturelles Problem. Und das in mehrerelei Hinsicht:


    Gesunde bzw. genussvolle Ernährung spielt nicht so einen Stellenwert. Gleichzeitig sind viele Deutsche schlicht nicht bereit, mehr Geld für vernünftiges Essen auszugeben. Und last but not least ist die "deutsche Küche" ist auch nicht so gesund, wie einige mediterrane.


    Kulinarisch sind vermutlich gerade die Griechen den Deutschen ein gutes Vorbild (bzw. könnten es sein). ;)

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    Original geschrieben von Bongomann
    Mittlerweile nervt mich das SecureCode-Verfahren immer mehr. Früher musste ich einfach nur mein Kennwort eingeben. Jetzt sind es Name, Geburtsdatum und Limit (hat oben schon jemand geschrieben).


    Merkwürdig - so hatte ich das noch nie. Meine oben erwähnte Reisebuchung ging - wie zuletzt eigentlich "immer" - einfach ganz ohne Abfrage durch. Und das sogar mit IP-Adresse aus Drittland.


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    Original geschrieben von Bongomann
    Die ersten beiden kennt der Händler


    Woher sollte der Händler mein Geburtsdatum kennen?
    Ich achte eigentlich darauf, Händlern gerade dieses nicht mitzuteilen, da man sich de facto damit an vielen Stellen telefonisch ausreichend "ausweisen" kann.


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    Original geschrieben von Bongomann
    Welchen Kartenleser verwendest Du?


    Einen SCR3310. Zu günstigen (einstelligen) EURO-Preisen immer wieder auf eBay & co. zu finden. ;)

    So, nun hat es mich auch mal erwischt: Sicherheitsanfrage mit temporärer Kartensperrung.
    Auslöser: einzelne "ungewöhnliche" Internet-Buchung bei Reiseveranstalter im EU-Ausland (der kaum Kunden aus Deutschland bzw. Luxemburg verkaufen dürfte). Ging aber ohne SecureCode durch.


    Gut, wenn man gleich das Email bekommt - und sein Kartenlimit weiss.
    Weniger gut, wenn man ohne Internet und Zweitkarte (bspw. im Ausland) unterwegs ist.


    Muss aber sagen, dass das wirklich schnell erledigt war, und ich gerade eine Viertelstunde später schon die Bestätigung mit der Entsperrung hatte.

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    Original geschrieben von Bastelino
    Das gleiche bei der Spasskasse...
    seit 30 Jahren 5,90 Euro mtl. Kontogebühren...
    (...)
    Und er hat dem "Verein" für nichts und wieder nichts bereits mehr als 2000 Euro "Geschenkt", nur an Gebühren


    "Für nichts und wieder nichts?"
    Wie der Threadtitel schon sagt: "Geschenkt ist (manchen) noch zu teuer". :rolleyes:


    Als ob die Führung eines Kontokorrentkontos, die Bereitstellung von Zahlungskarten, Bargeld und Filialmitarbeitern nichts kostet! Und wenn sie ihn dort "kennen", so wird er mutmasslich regelmässig Serviceleistungen vor Ort in Anspruch genommen haben. Überweisungen in der Filiale durchführen oder postalisch einsenden. Und wenn er einen Kredit braucht, ist's auch ein Vorteil. Service vor Ort wollen bzw. nutzen - da würde Kontoführungsgebühren nicht als "für nichts" bezeichnen. Im übrigen treten gerade Sparkassen oft recht grosszügig als lokaler Sponsor in Kultur und Sport auf.


    Die Aussage "für nichts und wieder nichts" ist doch gedanklich nicht weit entfernt vom Denken mancher geschilderter Kleinanzeigeninteressenten. Billig sind viele Sparkassen nicht, und ich will damit auch nicht sagen, dass sie besonders "preiswert" seien. Das muss halt einfach jeder mit sich selbst ausmachen.



    (Ich bin auch Kunde bei einer (allerdings ausländischen) Sparkasse. Mit 2 bzw. 2,50€/Monat ist das aber auch schon das teuerste Konto, dass ich mir gönne ;) )