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Original geschrieben von jungermann1
Wo habe ich denn bitte geschrieben, dass Esten und Slowaken nicht das selbe Stimmrecht haben? Ich habe lediglich geschrieben, dass deren Wort sonst kaum eine Rolle in der EU spielt, nicht deren Stimmrecht! Also zur Füchtlingspolitik z.B. habe ich nicht so deutliche Worte aus diesen Ländern gehört (außer das Ungarn Zäune bauen möchte), und auch sonst auch nicht.
Das dürfte daran liegen, dass du die falschen Medien konsumierst.
Ich mein’ das jetzt nicht als persönlicher Angriff auf dich, sondern im Ernst:
Das sind halt einfach kleine Länder, die in deutschen Medien wenig vorkommen.
Viele der betreffenden Staaten (bzw. ihrer Politiker, inkl. Estland und der Slowakei) haben sich beispielsweise deutlich gegen verpflichtende Quoten zur Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen. Auch an politischem „Diskussionspotential“ lassen die es nicht notwendigerweise mangeln. So sagte der estnische Innenminister erst letzte Woche zur Presse, dass man sich die aufzunehmenden Flüchtlinge (zu einem gewissen Grade) ja aussuchen könne, und dabei sicher Christen und Frauen bevorzugen will.
Stell dir mal vor, was so eine Aussage in Deutschland, respektive aus deutschem innenministerlichem Munde auslösen würde? Das könnte guten medialen, parlamentarischen und auch diplomatischen Sprengstoff abgeben, nehm’ ich an. Aber eben… kommt halt drauf an, wer was sagt. Back to topic!
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Original geschrieben von jungermann1
Alles, aber auch wirklich alles, dreht sich in Griechenland 24/7 um die Finanzkrise.
Scheint doch bei der EU auch nicht anders zu sein?!
In den Medien wenigstens stimmt’s ziemlich.
In meinen Augen ist dieser unwürdige Schrecken ohne Ende auch eine bedeutende Schädigung der Schädigung der Eurozone und der EU an sich. Inspiriert das griechische Drama Investoren von anderen Kontinenten, in Europa zu investieren, wenn ein wirtschaftlicher Zwerg (Griechenland) die ganze Region so in Atem hält? Ich denke, wenn, dann ist eher das Gegenteil der Fall.
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Original geschrieben von Boomer64
Also ein "unklassischer bzw. unorthodoxer" Schuldenerlass dann sehr wohl.
Hattest du was anderes erwartet? Es geht doch nicht um griechische Rentner, Arbeitnehmer, die Rettung des griechischen Staates oder sonstwas. Die Kohle ist (mindestens teilweise) weg, Grexit-Befürchtungen wahrscheinlicher denn je, der innenpolitische Druck steigt.
Jetzt geht es doch auch sehr darum, wie und was man den Leuten „verkaufen“ kann:
- „Griechenland wird gerettet; das ist auch gut für unsere exportierenden Unternehmen!“
- „Unsere Kohle ist doch gar nicht weg; sie wird nur später zurückgezahlt!“
- „Wir verzichten auf ein paar Zinsen, aber unsere Kredite an die Griechen sind sicher!“
Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht.
Mal sehen, ob ein "Kompromiss" rausspringt.
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Original geschrieben von Boomer64
Bin ja echt gespannt, was die bis Sonntag da (noch) "ausbrüten".
Wie wär’s mit einem dritten Hilfspaket?
Tilgung beginnt dann in etwa 10-15 Jahren.
Frau Merkel ist schliesslich schon 60 - da wird sie dann sicher nicht mehr politisch aktiv sein.