Beiträge von Applied

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    Original geschrieben von Robert Beloe
    Das verlangt natürlich jetzt echte Kooperation der Griechen. Sie müssen bereit sein, dass man ihnen auch in die Umsetzung stärker hineinregiert als bisher.


    Und das sieht dann so aus:


    - Die aktuellen Vorschläge (welche sich ja nicht wesentlich vom Stand davor unterscheiden sollen) hat das Volk im Referendum abgelehnt.
    - Auch hat die griechische Regierungskoalition keine Mehrheit dafür.
    - Tsipras dazu: "nun gehe es zuerst darum, eine Einigung mit den Gläubigern zu erzielen*. „Alles andere kommt danach zu seiner Zeit an die Reihe.“" (ebenda)


    Wie dürfen bzw. müssen wir das denn jetzt verstehen?
    Papier ist ja geduldig. Aber schnell unterschrieben. Und die erste Kreditrate schnell ausgezahlt.

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    Original geschrieben von jungermann1
    http://www.tagesanzeiger.ch/au…581624#mostPopularComment


    Um das kurz zusammenzufassen:


    - Die bösen Gläubiger sind halsstarrig, ignorieren die griechischen Verhältnisse und bedrohen/erpressen Griechenland.
    - Der freundliche "klassische Sozialdemokrat" Tsipras steckt voll im Stress, und kann in Zwangslage nichts anderes tun, als nur zwischen zwei Übeln zu wählen.


    So in etwa, wie man das halt von einem Autoren erwartet, der sich früher selbst erfolglos als linker Politiker versuchte.


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    Original geschrieben von jungermann1
    Ich würde dir mal diesen Artikel aus der Schweiz empfehlen


    Äh ja... und was soll da nun eigentlich drinstehen? :confused:


    Also als Replik auf bernbayer, meine ich. Bezüglich des von ihm bezeichneten Widerspruchs von Referendum und nun vorgelegten Sparvorschlägen ("Schlimmer kann man das eigene Wahlvolk nicht täuschen"), meine ich!?


    Die EURO-Länder haben ihre Position von vor der Referendumsankündigung ja nicht viel verändert. Tsipras wusste vorher, dass ihm der Grexit drohte (Das war de facto immer klar, ob nun "ausgesprochen" oder nicht). Er wusste, dass die Gläubiger "standhaft" bleiben könnten. Das war und ist jetzt auch immer noch so. Faktisch hat sich nicht viel geändert.


    Was ist denn nun mit der Kritik, dass Tsipras nun drauf und dran ist, entgegen seines selbsterklärt "eigenen Mandats" und des Referendums zu handeln? :confused:


    Wie sehr und warum sollte man angesichts dessen dieser Regierung bzw. diesem Premierminister trauen? :confused:

    Re: MasterCard führt in D MasterCard Bankkarte ein


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    Original geschrieben von qwert2015
    Die Frage ist jetzt:
    Wie geht es mit der Girocard langfristig weiter?


    Wenn sie signifikant billiger als MasterCard ist, ist das natürlich ein Argument für das Bestehenbleiben.
    Und unschön, dass bei MasterCard alles durch die Hände der Amerikaner läuft.


    Ansonsten: Gerne weg mit der girocard, ich hab' meine Meinung dazu schon vor einigen Wochen in anderem Thread geschrieben: Eine Karte für alles - wär' doch ein Traum.

    Frank:


    Zwei Hauptpunkte sind m.E. mangelndes Vertrauen des Bürgers in den Staat und dessen Leistungen, und eine vorherrschende Klientelpolitik, die sowohl oligarchischen Interessen dient, als auch bis in die Mitte der Gesellschaft reinreicht:


    Jemand hatte den Link schon vor einigen Tagen gepostet. Lang (und erkennbar an Stellen aus Perspektive des Autors geschrieben), aber lesenswert:


    http://www.faz.net/aktuell/pol…dArticle=true#pageIndex_7

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    Original geschrieben von danchel
    Das stimmt so nicht. Es gibt einige Banken, die Einzahlungen von Fremden auf dem Tagesgeldkonto nicht zulassen.


    Erst recht (oft) bei ausländischen Banken, bei denen man das Tagesgeldkonto ohne persönliche Authentifizierung eröffnen kann.

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    Original geschrieben von jungermann1
    Das bestätigt mehr oder weniger was ich geschrieben habe. Wenn es darum geht, gegen Griechenland respektive Tsipras zu bashen, werden plötzlich sogar den Finanzministern der kleinsten EU-Ländern Headlines gewidmet (…) Weiß du, kaum ein Deutscher kennt die Hauptstadt von Estland, aber plötzlich ist man 100% bei ihnen. Vielleicht verstehst in etwa was ich meine.


    1. Es gibt vereinzelte Beiträge aus diesen Ländern. Es ist aber nicht so, als würde überproportional immer nur über diese berichtet.


    2. Trotzdem gibt es einen sehr guten Grund für diese Berichterstattung: Dass diese allfälligen zukünftigen Rettungspaketen parlamentarisch zustimmen müssen.


    Und genau in den genannten Ländern scheint diese Zustimmung am unsichersten zu sein (im Gegensatz zu bspw. Frankreich). So einfach ist das. Deshalb sind da m.E. irgendwelche “Verschwörungstheorien” a la “jetzt müssen die Osteuropäer in den konservativeren deutschen Zeitungen als Rechtfertigung für Griechenland-Bashing herhalten” fehl am Platz.


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    Original geschrieben von jungermann1
    Übrigens: So viel zum neuen Held der Internetgemeinschaft Guy Verhofstadt :D
    https://krautreporter.de/810--…erhofstadt-wissen-sollten


    Der Mann ist im Aufsichtsrat einer Beteiligungsgesellschaft seines Heimatlands.
    Diese investiert - einer Art Fonds nicht unähnlich - in verschiedendste Firmen in Europa.


    Dass unter den ‘zig Beteiligungen auch ein kleiner Anteil an einem Energieversorger dabei ist, ist jetzt wahrlich kein besonders bemerkenswerter Fakt. Dass dieser von einer Liberalisierung des Energiemarkts in Europa profitierte, auch nicht. Der Schreiber von Krautreporter streitet ja nicht einmal ab, dass es (politisch) “gute wirtschaftliche und finanzielle Gründe” gebe.


    Die Skizzierung eines riesigen Skandals wäre da nun etwas übertrieben.



    PS: Um es mal anders zu betrachten: Nach so strengen Massstäben wäre ja irgendwo fast jeder Politiker mit ein paar Aktien im Depot ein potentieller "Klientelist". Wahrscheinlich könnte man da kaum noch einen als "völlig unverfänglich" bezeichnen.


    Vor letzteren (so theoretisch "völlig unverfänglichen" Politikern) müsste man ja schier Angst haben.


    Ein Europa-Politiker ohne solche irgendwie auch nur potentiell "verfänglichen" Finanz- bzw. Firmenbeziehungen verhielte sich ja ökonomisch gesehen völlig irrational. Das wäre ja der grösste Geldanlage-Dummkopf des Parlaments... ;)

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    Original geschrieben von jungermann1
    Wo habe ich denn bitte geschrieben, dass Esten und Slowaken nicht das selbe Stimmrecht haben? Ich habe lediglich geschrieben, dass deren Wort sonst kaum eine Rolle in der EU spielt, nicht deren Stimmrecht! Also zur Füchtlingspolitik z.B. habe ich nicht so deutliche Worte aus diesen Ländern gehört (außer das Ungarn Zäune bauen möchte), und auch sonst auch nicht.


    Das dürfte daran liegen, dass du die falschen Medien konsumierst.
    Ich mein’ das jetzt nicht als persönlicher Angriff auf dich, sondern im Ernst:
    Das sind halt einfach kleine Länder, die in deutschen Medien wenig vorkommen.


    Viele der betreffenden Staaten (bzw. ihrer Politiker, inkl. Estland und der Slowakei) haben sich beispielsweise deutlich gegen verpflichtende Quoten zur Aufnahme von Flüchtlingen ausgesprochen. Auch an politischem „Diskussionspotential“ lassen die es nicht notwendigerweise mangeln. So sagte der estnische Innenminister erst letzte Woche zur Presse, dass man sich die aufzunehmenden Flüchtlinge (zu einem gewissen Grade) ja aussuchen könne, und dabei sicher Christen und Frauen bevorzugen will.


    Stell dir mal vor, was so eine Aussage in Deutschland, respektive aus deutschem innenministerlichem Munde auslösen würde? Das könnte guten medialen, parlamentarischen und auch diplomatischen Sprengstoff abgeben, nehm’ ich an. Aber eben… kommt halt drauf an, wer was sagt. Back to topic!


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    Original geschrieben von jungermann1
    Alles, aber auch wirklich alles, dreht sich in Griechenland 24/7 um die Finanzkrise.


    Scheint doch bei der EU auch nicht anders zu sein?!
    In den Medien wenigstens stimmt’s ziemlich.
    In meinen Augen ist dieser unwürdige Schrecken ohne Ende auch eine bedeutende Schädigung der Schädigung der Eurozone und der EU an sich. Inspiriert das griechische Drama Investoren von anderen Kontinenten, in Europa zu investieren, wenn ein wirtschaftlicher Zwerg (Griechenland) die ganze Region so in Atem hält? Ich denke, wenn, dann ist eher das Gegenteil der Fall.


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    Original geschrieben von Boomer64
    Also ein "unklassischer bzw. unorthodoxer" Schuldenerlass dann sehr wohl.


    Hattest du was anderes erwartet? Es geht doch nicht um griechische Rentner, Arbeitnehmer, die Rettung des griechischen Staates oder sonstwas. Die Kohle ist (mindestens teilweise) weg, Grexit-Befürchtungen wahrscheinlicher denn je, der innenpolitische Druck steigt.


    Jetzt geht es doch auch sehr darum, wie und was man den Leuten „verkaufen“ kann:


    - „Griechenland wird gerettet; das ist auch gut für unsere exportierenden Unternehmen!“
    - „Unsere Kohle ist doch gar nicht weg; sie wird nur später zurückgezahlt!“
    - „Wir verzichten auf ein paar Zinsen, aber unsere Kredite an die Griechen sind sicher!“


    Aber ganz so einfach ist es natürlich nicht.
    Mal sehen, ob ein "Kompromiss" rausspringt.


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    Original geschrieben von Boomer64
    Bin ja echt gespannt, was die bis Sonntag da (noch) "ausbrüten".


    Wie wär’s mit einem dritten Hilfspaket?
    Tilgung beginnt dann in etwa 10-15 Jahren.
    Frau Merkel ist schliesslich schon 60 - da wird sie dann sicher nicht mehr politisch aktiv sein.