Beiträge von Applied

    Re: Re: FIMBank TG 1,75% EU/Malta


    Zitat

    Original geschrieben von jw3141
    Wie ist das Prozedere mit der Versteuerung der Zinsen?
    -> Behält die Bank Quellensteuer ein und man muss da mit maltesischen Finanzbehörden wg. Erstattung/Verrechnung kommunizieren? Behält sie gar nix ein?


    So wie ich das kurz bei den einschlägigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften überflogen habe (mich betrifft's nicht), wird bei Nicht-Ansässigen keine Quellensteuer einbehalten.


    Macht(e) das überhaupt noch ein irgendein EU- bzw. EWR-Staat für Zinseinkünfte? :confused:


    Ich wüsste zumindest nicht, welcher? (Abgesehen bis zumindest vor kurzem von den paar mit starkem Bankgeheimnis ohne automatischen Informationsaustausch, e.g. Luxemburg, Liechtenstein, Österreich, Belgien, die ja bereits oder zukünftig auch Informationsaustausch betreiben)



    PS: Habe gerade mal den Eröffnungsprozess bei easisave online durchgemacht. Unschön und zumindest nicht gerade vertrauenserweckend, dass der Eröffnungsprozess nach Eingabe aller Daten serverseitig mit Fehlermeldung abbrach (Bitte Kundendienst kontaktieren). Es wurde anscheinend eine Kontonummer für mich eingerichtet, wie ich dem automatischen Bestätigungsmail mit den Endziffern entnehmen kann. Aber weitere Instruktionen und Eröffnungsunterlagen zum Ausdrucken habe ich nicht bekommen...


    :rolleyes:

    Re: FIMBank TG 1,75% EU/Malta


    Zitat

    Original geschrieben von kmak
    https://www.easisave.com/
    Meinungen?


    Bank offenbar in kuwaitischem Besitz.
    Verfügt über Banklizenz in Malta und ist Mitglied der Einlagensicherung.


    Zinssatz sicher gut.
    Zinssätze für Festgeld noch deutlich höher, auch schon bei kürzeren Laufzeiten (bestehendes Tagesgeldkonto ist lt. Webseite Voraussetzung für Festgelderöffnung).


    Eröffnungen von non-residents scheint man offen gegenüber eingestellt zu sein.
    Referenzkonto im EWR oder bei der Burgan Bank erforderlich.


    Englische Sprachkenntnisse scheinen erforderlich.
    Wem unwohl dabei ist, als Privatkunde mit einer Bank auf Englisch zu kommunizieren: Lieber Finger weg.


    PS: Das Video mit dem Eröffnungsprozedere wie auch die anderen Angaben zum Eröffnungsprocedere finde ich wirklich recht klar und kundenfreundlich kommuniziert.

    Re: Pflichtangaben bei Unfallaufnahme?


    Zitat

    Original geschrieben von 200prokdzufriedh
    -- Geburtsdatum mag ja noch sein (für den unwahrscheinlichen Fall von Namensgleichheiten bzw. wäre wegen der ohnehin erfassten Anschrift wohl dennoch entbehrlich)
    -- Geburtsort erscheint mir/uns noch weniger nötig als das Geburtsdatum.


    Beides kann ich insofern noch nachvollziehen, als dass es einschlägige Angaben sind, die auch in Identitätsdokumenten immer drinstehen.


    Die Anschrift steht nicht drin, aber ja zwingend zum Halten eines Autos (oder?), und zur Kommunikation zwecks Schadensregulierung de facto auch.


    Zitat

    Original geschrieben von 200prokdzufriedh
    was im Umkehrschluss die Vermutung nahelegt, dass alle anderen abgefragten Daten Pflichtangaben wären


    Das würde ich so keinesfalls sagen. Gerade Behörden und deren Amtsträger oder behördenähnliche Institutionen (GEZ) erwecken gerne mal den Anschein, dass eine Angabe "notwendig" sei - auch wenn es dafür keine rechtliche Grundlage gibt.


    Zitat

    Original geschrieben von 200prokdzufriedh
    Völlig überflüssig erscheinen mir/uns die Fragen nach
    -- Familienstand, und erst recht nach dem
    -- Beruf.


    Seh ich auch so.



    PS: https://de.wikipedia.org/wiki/…e_Namensangabe#cite_ref-7


    "Der Umfang der zu fordernden Angaben richtet sich laut Rechtsprechung nach der Art und der Schwere des zu ermittelnden Einzelfalles. So wird die Forderung nach der Angabe des Familienstandes und des Berufes im Rahmen der Ermittlungen einer geringfügigen Ordnungswidrigkeit (meist Verkehrs-OWi) regelmäßig als unverhältnismäßig und die Ahndung von Falsch- oder Nichtangaben gemäß § 111 OWiG abgelehnt"

    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Der Euro war ein großer Schritt auf diesem Weg. Mehr, als jeder es sich vorstellen konnte, ist er in der Krise zum Werkzeug der Integration geworden.


    In meinen Augen ziemlicher Bullshit von Herrn Zastrow.
    Haben wir irgendein Integrationsproblem mit Dänemark, Schweden, Polen oder Litauen?
    Hatten wir nicht über 50 Jahre Frieden in Europa, nach dem zweiten Weltkrieg - auch ohne EURO?


    Dafür haben wir ein bedeutendes wirtschaftliches Desintegrationsproblem in Europa: Mangelnde wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit und hohe Arbeitslosigkeit in den einen Ländern. Mangelnde Partizipation der Arbeitnehmer am wirtschaftlichen Erfolg in den anderen Ländern. Völlig unterschiedliche Volkswirtschaften mit unterschiedlichen Kulturen und Mentalitäten wurden mit Gewalt in eine gemeinsame Währung gepresst - und jetzt knirscht’s und knallt’s.


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Es ist völlig wertlos das eigene Volk darüber abstimmen zu lassen zu welchen Bedingungen die anderen EU-Länder weitere Hilfsgelder zahlen sollen.


    Tun sie doch (m.W.) gar nicht?!


    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Ist doch genauso wenn ich einen Kredit von der Bank möchte, muß ich die Bedingungen der Bank für die Kreditvergabe akzeptieren, andernfalls bekomme ich halt kein Geld.


    Ja - aber du kannst entscheiden, ob du das Geld zu diesen Bedingungen nimmst.
    Oder ob du lieber den Kredit nicht nimmst - dann aber mit den Konsequenzen leben musst.
    Und, naja, darüber kannst du auch deine Familie abstimmen lassen.

    Zitat

    Original geschrieben von jungermann1
    Griechenland ist kein souveräner Staat mehr und letztendlich waren die Reformen immer ein Diktat der Troika. Demnach wollte die Troika auch nicht die Reichen besteuern.


    Beleg dafür?


    Ich habe zumindest gelesen, die Troika habe es Griechenland freigestellt, wie die Besteuerung aussieht, solange das Sparziel erreicht wird. Und nun?


    Zitat

    Original geschrieben von jungermann1
    und das in einem Land, in dem es keine Sozialleistungen gibt, nur 1 Jahr Arbeitslosengeld (danach nix mehr)... entweder das war vollkommen naiv oder eben ein neoliberaler Versuch der kläglich gescheitert ist.


    Das mit dem Arbeitslosengeld und haben sich die Griechen und deren Staat selbst zuzuschreiben! Wenn diesbezüglich jemand jahrzehntelang “neoliberale Versuche” gewagt hat, dann ja wohl die Griechen selbst. Damit sind sie einer der ganz wenigen entwickelten Staaten ohne Grundsicherung (gibt’s überhaupt noch andere OECD-Länder, die keine Grundsicherung kennen?). Hat sie irgendjemand in der Vergangenheit daran gehindert, eine Grundsicherung einzuführen? Eben.


    Zitat

    Original geschrieben von jungermann1
    Aufgrund der innenpolitischen Lage in der EU, möchte man nun an Tsipras und Syriza ein Exempel statuieren. D.h. man riskiert wirklich den Big Bang, versucht Tsipras zu demütigen, damit die Spanier, Portugiesen und Iren alle bloß nicht links wähle. Die sollen nämlich nun wissen, was passieren wird, wenn man eine linke Partei wählt.


    Du beschreibst das alles viel zu persönlich. Es geht gar nicht um Demütigung von Tsipras. Es geht auch nicht um Demütigung von Syriza. Es geht auch nicht darum, die Wahl einer linken Partei zu verhindern. Ist ja auch nicht so, als sei beispielsweise Francois Hollande irgendein Nicht-Linker, der ja keine Linken irgendwo an die Macht kommen lassen möchte.


    Es geht darum, keinen Präzedenzfall zu schaffen, dass sich ein Land als Fass ohne Boden alimentieren lässt. Es geht vor allem darum, dass der Kreditrevolver weiter am Drehen gehalten wird. Und darum, dass die Griechenland um jeden Preis im EURO gehalten wird (auch wenn letzteres nun einen veritablen Zielkonflikt bedeutet).


    Im übrigen: Wenn wir schon bei persönlicher Demütigung sind, dann muss man das Tsipras und vor allem auch Varoufakis mindestens genauso vorhalten. Die sitzen vielleicht am etwas kürzeren Hebel - aber sie spielen gewiss nicht mit weniger harten Bandagen. Die demütigen ihre Verhandlungs-"Partner" doch öffentlich nicht weniger (wenn ich beispielsweise mal an Dijsselbloems Besuch in Athen denke).

    Zitat

    Original geschrieben von CK-187
    Laut der Wagenknecht geht das Geld was man bekommt zu 100% wieder zurück um Zinsen zu bedienen.


    Nicht nur Zinsen, das dürfte auch (wie jetzt der vielzitierte IWF-Kredit) auch Tilgung beinhalten.


    Zitat

    Original geschrieben von CK-187
    AFAIR sagte die vor einiger Zeit das Griechenland ohne die Zahlungen einen recht ausgeglichenen Haushalt hätte.


    Nach den "gehübschten" offiziellen Berechnungen der Griechen vielleicht für 2014. 2013 wohl nicht, und davor jahrelang ganz sicher nicht. Von einer "strukturellen Ausgeglichenheit" des Haushalts kann meines Erachtens keine Rede sein. Und einer war jedenfalls erst vor einem Jahr noch überzeugt, dass Griechenland keinen echten Primärüberschuss gehabt habe, obwohl es seine Zahlen "frisiert" habe:


    Nämlich (Zitat) "der Athener Wirtschaftsprofessor Yanis Varoufakis":


    http://www.spiegel.de/wirtscha…in-trugbild-a-966582.html
    http://yanisvaroufakis.eu/2014…rostats-seal-of-approval/


    :p

    Was habt ihr nur mit eurer "humanitären Katastrophe"?
    Glaubt ihr etwa, die sei oder würde grösser als die heutigen Zustände in Rumänien oder Bulgarien beispielsweise?


    Zumindest verfügen diese beiden EU-Länder nur über einen Bruchteil der Kohle, über den Griechenland verfügt.
    (Das gilt auch pro Kopf, sowohl hinsichlichtlich Nationaleinkommen als auch Staatsbudget oder wie auch immer ihr es messen wollt)

    Zitat

    Original geschrieben von bernbayer
    Mit der Ankündigung eines Referendes will der grieschische Regierungschef doch nur davon ablenken, daß er seine vollmundigen Versprechen die er im Wahlkampf gemacht hat nicht halten kann.


    Es ist ein gewissermassen Ausdruck des Scheiterns (dass er nicht mehr rausholen konnte, bei gleichzeitiger Beibehaltung des Euros).
    Aber ein wesentlich ehrlicheres und demokratischeres als zu dem diese ganzen Antidemokraten in Brüssel wie auch Berlin fähig wären.


    Es vermag mir einfach nicht in den Kopf, was daran unanständig sein soll, das Volk entscheiden zu lassen, wenn die Regierung ihr Verhandlungsmandat ausgeschöpft hat und es nur noch die Wahl zwischen zwei "schlechten", ja schmerzlichen Optionen gibt.


    Es ist vielleicht der Anfang davon, dass die Griechen die Verantwortung für ihr Land und ihr Schicksal (und ihre früheren Regierungen) übernehmen.

    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Ich würde es begrüßen, wenn man den Griechen entgegenkommt, um den unkontrollierten Crash zu verhindern.


    Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass dieser Crash "unkontrolliert" wäre.
    Ich will damit nicht sagen, dass es eine Art "staatliche Planinsolvenz" wäre, es gibt unbekannte Variablen.
    Auf der anderen Seite gab es aber doch selten "Crashs", auf die man sich so lange und ausgiebig im Hintergrund hätte vorbereiten können.
    Und ich glaube, dass die EU das auch getan hat.


    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Der griechische Finanzminister ist in dieser Management-Position allerdings offenbar fehl am Platz.


    Wieso das?
    Er hat doch einschlägige Ausbildung und berufliche Expertise.
    Und er hat doch nachvollziehbare Vorschläge gemacht, wie man Griechenland wieder zu Wachstum führen kann.


    Zitat

    Original geschrieben von Robert Beloe
    Anders als mancher Mitdiskutant glaube ich aber, dass mit dem Grexit die Probleme nicht wie bei einem gordischen Knoten mit einem Hieb gelöst bzw. durchschlagen werden


    Ganz sicher nicht.
    Aber für die derzeitige Schuldenkrise wäre es ein Ende mit Schrecken - statt des Schreckens ohne Ende.

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    wenn ... ja wenn der EuGH dem nicht unter Berufung auf die Eigentumsgarantie nach europäischem Recht einen Riegel vorschöbe


    Wieso Eigentumsgarantie? :confused:


    Als Darlehensgläubiger hast du eine Forderung gegenüber dem Schuldner.
    Aber du erwirbst ja kein Eigentum(santeil) am Schuldner.


    Forderungen können ausfallen - ohne dass dein Eigentum davon betroffen wäre.
    Darum bzw. dazu lässt man sich ja ggf. Sicherheiten geben.
    So wie es im Griechenland-Fall Finnland tat.