Beiträge von Applied

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    Original geschrieben von Merlin
    Die DKB hat dir ja auch geschrieben, dass du ein neues Limit, nach Ausgleich, wieder einrichten lassen kannst, also ist deine Reaktion eigentlich völlig überzogen und mehr mit verletztem Stolz, als mit Verstand erklärbar.


    Ich glaube, dass die Chancen im übrigen auch recht gut stehen, dass sie ihm das Limit wieder einrichten. Denn dann dürfte ein Sachbearbeiter draufschauen. Am besten gleich bei Anfrage drauf hinweisen, dass der zur Überziehung führende Kontodispo von ehemals soundsoviel EUR auf expliziten Kundenwunsch auf Null gesetzt wurde.


    Last but not least kann ich Tetovars Reaktion verstehen. Gerade für solche Bagatellbeträge ist die Kommunikation der Bank inkl. Androhung zukünftig kostenpflichtiger Mahnungen und pipapo natürlich auch etwas "unglücklich". Fordert den Kundenärger in diesem Falle geradezu ein bisschen heraus.

    Re: Re: Re: Zinsberechnung


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    Original geschrieben von little-endian
    Nach meinem Kenntnisstand wird anhand des Belegdatums verrechnet.


    Transaktionen werden so gebucht, ja - aber eben nicht verrechnet!


    Verrechnet wird einmal im Monat mit der monatlichen Abrechnung.
    Auch die Zinsen brauchen sie nur einmal im Monat für diese berechnen.


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    Original geschrieben von skyrimimi
    Demnach müsste es unabhängig von irgendwelchen Buchungs-/Belegdaten ausreichen den abgehobenen Betrag plus die angefallenen Zinsen aus der Abhebung zu überweisen um die Berechnung zu stoppen.


    So ist es.


    Um im Bilde zu bleiben würde ich es mal so formulieren: Die Advanzianische Zinsuhr tickt immer mit. Aber nur bei Bargeldtransaktionen (bzw. gleichgestellten) klingelt sie dann auch tatsächlich mit dem fälligen Zins. Bei bargeldlosen Transaktionen ("Einkäufen") tickt sie zwar mit - aber wenn man bis zur Zahlungsfrist den vollen fälligen Betrag zurückzahlt, bleibt sie bzgl. Zins stumm.


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    Original geschrieben von skyrimimi
    Beispiel: ausgeglichene Karte, 5.1. Online 100€, 7.1. Abhebung 200€, 9.1. Händler 200€, 11.1. Überweisung 300€.


    Edit: Offensichtlich reicht es in meinem Beispiel am 11.1. nur 200€ zu überweisen um die Zinsberechnung zu stoppen


    Dürfte vermutlich de facto betragsmässig minimal bis vernachlässigbar sein, aber um es mal ganz genau zu nehmen:


    Für die Bargeldabhebung vom 7.1. fallen bis zum Eingang der Überweisung am 11.1. (oder 12.1.) doch Zinsen an, welche, wenn ich mich nicht irre, weiterverzinst werden. Sollte man insofern zzgl. zu den 200€ nicht auch noch den Zinsbetrag auf die Bargeldabhebung überweisen?


    So mache ich es jedenfalls, wenn ich im Notfall mal Geld von der Karte brauche: Ich überweise baldmöglichst den Abhebebetrag und runde etwas auf, um die Zinsen und allfällige Kursunsicherheit bei Fremdwährungen abzudecken.

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    Original geschrieben von Merlin
    Ich würde z.B. die 2€/mon bei deiner örtlichen VR-Bank nicht akzeptieren, wenn ich auch die Möglichkeit der kostenlosen Kontoführung habe. Warum den Banken mehr Geld in Rachen werfen, als unbedingt notwendig. Die arbeiten doch ohnehin mit den Girogeldern und verdienen daran, wozu also Gebühren, wenn man die Leute und die persönliche "Beratung" dort ohnehin nicht braucht?


    Du vielleicht nicht - aber denkst du nicht, dass Tetovar doch ein passender VR-Bank-Kunde sein, bzw. die VR-Bank passende Bank für ihn sein?


    Ich meine, er schreibt doch schon, er wünsche sich als langjähriger Kunde etwas Kulanz und einen vernünftig-menschlichen Blick auf seine Historie. Und dass er den persönlichen Ansprechpartner eben doch ganz gerne hätte. Und dann auch vom Komfort der Automaten in der Nähe profitierte. Und man muss sich ja - auch bei Telefon-Treff - hoffentlich nicht schämen, ein kostenpflichtiges Konto bei einer lokalen Bank zu führen, oder? ;)


    2 EUR/Monat find ich im übrigen einen völlig fairen Preis für eine Filialbank, wenn es eine vernünftige ist (die Kreditkartenkonditionen allerdings könnten ein wunder Punkt sein).


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    Original geschrieben von Merlin
    Zumal ich nicht glaube, dass es dort anders läuft, wenn du ein Guthaben-Konto führst, im Gegenteil.


    Ich denke, es ist wie so oft im Leben mit den Firmen, bei denen man Kunde ist bzw. sein kann:


    Die "guten und vernünftigen" unter ihnen, die kriegen es schon hin!
    Da gibt's 'nen Sachbearbeiter, der schaut einmal drauf, sieht 5 EUR Differenz, dass Ende Monat immer die Kohle kommt, zuckt kurz mit den Schultern und hakt das Ding ab. Wenn's nicht schon der Computer als Bagatelle tut.


    Bei den weniger guten, da läuft's vermutlich auch nicht besser als in der Massenhaltung einer Direktbank.


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    Original geschrieben von Braindead
    500 € Dispo sind doch immer dabei auch wenn man das Konto nicht für den Gehaltseingang verwendet ?! Bin jetzt 6 Jahre Kunde dort und damals wurde mir das so eingerichtet.


    Er hat als eine Art selbstdisziplinarische Massnahme" freiwillig drauf verzichtet.

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    Original geschrieben von Tetovar
    ABER: Das man wegen lächerlichen 5 EUR mein Kreditkartenlimit von 2500 EUR (!!) auf 0 streicht, bei monatlichen Eingängen von über 2600 EUR auf dem Konto ist echt ein Witz und hat mit Kulanz nix zu tun!


    Es dürfte weniger um die 5 EUR gegangen sein, als vielmehr die Tatsache, dass du auch noch deinen Kontodispo überschritten hattest (welcher halt unglücklicherweise bei “Null” lag). Bei solchen Zahlungsstörungen sehen viele Banken aber auch andere Firmen schnell “rot”, oft auch egal bei welchen Beträgen*. Und du landest sofort im internen “Mahnverfahren”. In deinem Falle würde ich sogar fast annehmen, dass die DKB da in Person “des Computer” rot sah. Und nicht mal als Mensch, der sich da hätte deine Bewegungen anschauen bzw. “kulant” zeigen können. Das Mail dürfte auch auf Textbausteinen basieren. Und gerade bei der DKB dürften sie das Privatkundengeschäft doch massiv automatisiert und standardisiert haben.



    * Gerade wenn Buchhaltung/Abrechnung automatisiert sind. Deshalb würde ich da als Kunde, sofern man so eine Störung abschätzen kann oder bemerkt hat, immer baldmöglichst aktiv Kontakt mit dem Unternehmen aufnehmen - und nicht drauf vertrauen, dass es ja nur “Peanuts” sind.


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    Original geschrieben von Tetovar
    Desweiteren, warum suggeriert die DKB einen "Überziehungszins", den es eigentlich so gar nicht gibt?


    Ist nicht ungewöhnlich, dass ein Preis oder Zinssatz auch für nicht vertragsgemässes Verhalten vereinbart wird.
    Kann ja schliesslich durch gewisse Umstände dennoch dazu kommen (offline-Einsatz KK, oder eben wie bei dir).

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    In Griechenland sind immer noch (m.W. sogar wieder in zunehmendem Maße) US-amerikanische Hedgefonds investiert


    Wo?


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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    die darauf bauen, dass ESM (und IWF) einem Schuldenschnitt zustimmen, während sie ihn (wieder?) verweigern


    Mir schein,, wenn ich es richtig verstehe, dass Narrativ von "bösen, sich verweigernden Hedgefonds" eine einseitige Mär zu sein. Unter den ursprünglichen Verweigerern des Schuldenschnitts waren auch viele deutsche Kleinanleger. Für die Anleihen nach griechischem Recht haben die Griechen halt einfach mal via Notstandsgesetzgebung die Anleihebedingungen einseitig geändert. Und die Kleinanleger klagen nun (vermutlich noch jahrelang) dagegen.


    Einige andere Anleger waren da offensichtlich cleverer und haben in Anleihen nach nicht-griechischem Recht investiert...


    Aber warum sollten sie einem Schuldenschnitt auch zustimmen?
    Es ist doch als Gläubiger ihr gutes Recht, auf Zahlung der Schulden zu bestehen?!
    Und haben die Anleihen nicht aus den Gründen wie die deutschen Kleinanleger?
    Um damit Renditen zu erzielen?


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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Dieses Szenario darf es niemals (mehr?) geben. Gewinner wären dann nämlich ausschließlich außereuropäische Großinvestoren, die aus einer Krise innerhalb der EU und weitgehend auf Kosten der EU den Reibach ihres Lebens machen. Never ever!


    Völlig egal, wie es ausgeht. Irgendjemand wird m.E. so oder so den Reibach auf Kosten anderer machen - und die Chance ist gut, dass es (auch in grossem Stile) aussereuropäische Grossinvestoren sind.


    Die Griechen haben ihn ohnehin selbst schon gemacht, in den letzten Jahren.

    Thomas Mayer, Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank:


    "Die Gläubiger (Griechenlands) sind im Wesentlichen jetzt (das "übliche" internationale Finanzsystems, sondern) der ESM und der IWF, also Internationaler Währungsfonds und der Schuldenmechanismus, und da gäbe es natürlich Abschreibungen. Man muss aber realistisch sein und sagen, das Geld ist sowieso verloren, wir haben es nur noch nicht abgeschrieben heutzutage. Niemand glaubt, dass Griechenland die Schuld jemals wieder in vollem Umfang zurückzahlen kann. Also insofern wäre das eigentlich nur eine Berichtigung der Bücher"


    http://www.deutschlandfunk.de/…ml?dram:article_id=322518

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    Original geschrieben von pithein
    Frau Dr. Merkel, dann sind Milliarden € für Deutschland verloren, also der einzelne Steuerzahler haftet, nicht die Politiker mit ihrem Privatvermögen


    Natürlich haften nicht der einzelne Steuerzahler, sondern es haftet die Gesamtheit der Steuerzahler (zu denen auch Politiker gehören).


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    Original geschrieben von pithein
    Frau Dr. Merkel, dann sind Milliarden € für Deutschland verloren


    Sind die nicht ohnehin verloren?
    Um beispielsweise mal Varoufakis im Tagesspiegel zu zitieren:


    Sie bieten Primärüberschüsse, an deren Sinn/Wirkung er selbst nicht glaubt, jegliche Haushaltsüberschüsse hält er für exzessiv, er fordert neue ESM-Kredite, um damit die EZB-Schulden zu begleichen, respektive diese weiter in die Zukunft zu verschieben. Und die Zinsen für die ESM-Kredite von denen er ja neue aufnehmen will), will er an das Wirtschaftswachstum koppeln.


    Kurz gesagt: Die Fälligkeit der Kredite wird immer weiter nach hinten (auf den St.-Nimmerleinstag?) verschoben, und an eine (Netto-) Tilgung bestehender Kredite, um vom hohen Verschuldungsniveau runterzukommen, ist ohne Haushaltsüberschüsse auch nicht möglich.


    Last but not least räumt Varoufakis ein, dass der deutsche Steuerzahler nach seinen Vorstellungen zukünftig noch mehr (!) haften müsste


    - Tagesspiegel: "Aber die Haftungssumme für die Steuerzahler, vor allem die deutschen, würde noch einmal steigen."
    - Varoufakis: "Zumindest sagt Jens Weidmann, der Präsident der Bundesbank, dass die Steuerzahler auch schon für Schulden bei der Zentralbank haften. Dem möchte ich nicht widersprechen"


    Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Frau Dr. Merkel, dann sind Milliarden € für Deutschland verloren


    Du leihst jemandem einen Haufen Geld, der dir das Geld nicht wie vereinbart zurückzahlen kann, und dann zu dir meint:


    1. "Ich gebe jetzt in den nächsten Jahren nur noch meinen monatlichen Lohn Miete, Essen, Party etc. aus. Also soviel wie mir mein Arbeitgeber jeden Monat überweist. Aber auch nicht weniger. Denn gäbe ich weniger aus und zahlte stattdessen meine Schulden zurück, würde es mir ja nicht mehr so gut gehen"


    2. "Damit ich nicht pleite gehe, muss ich nun meine Altgläubiger bedienen. Dafür gedenke ich einen neuen längerfristigen Kredit aufzunehmen."


    3. "Da ich ja schon überschuldet bin, werde ich diesen aber natürlich nicht einfach so ohne einen Bürgen bekommen. Und jetzt kommst wieder du ins Spiel! Gehst du als mein grösster Gläubiger bitte mit zur Bank, um eine weitere Bürgschaft für mich zu übernehmen?"



    Wie würdest du das bezeichnen?
    Dein Geld ist noch nicht "verloren"?

    Re: Re: Re: Re: Postbank


    Zitat

    Original geschrieben von Louvain
    (c) darüber informieren, dass man sich bei der Postbank nicht mehr 'von oben' an die Summe herantasten kann, um unter dem Geldwäscheradar zu bleiben (beim nächsten Mal werde ich es 'von unten' mit gestückelten Überweisungen probieren).


    Du weisst schon, dass die Überweisungsstückelung erst recht ein Verdachtsmerkmal ist bzw. sein kann (bewusste Verscheleierung, Umgehung von Geldwäscheprüfung).


    Wir freuen uns auf deine Berichte ;)

    Re: Re: Re: Re: Postbank


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    Original geschrieben von Louvain
    Wie schafft es diese Bank bloß, dass sie Kunden hat, die dort sogar freiwillig ihr Girokonto führen, ohne monatlich Schmerzensgeld dafür zu bekommen?


    Bekanntheit.
    Solider Ruf (Post - "da arbeiten (quasi) Beamten").
    Kostenlose Kontoführung (für viele).
    Günstige beleghafte Auftragserteilung (wie papierne Überweisungsträger, zumindest bis vor kurzem).
    Prämienaktionen (trifft das nicht auf dich zu?).
    Filialdichte.
    Super (!) viel Laufkundschaft ("so, ihre Retoure an Zalando ist gratis, das Paket an Oma macht dann 6,90 bitte! Darf's auch noch ein Girokonto sein?").


    Zitat

    Original geschrieben von Louvain
    Ich weiß nicht, ob ich das einmal testweise mit einem kleinen Betrag überprüfen werde, ob eine Überweisung auf meinem Konto ankommt, wenn ich als Empfänger 'Max Mustermann' angebe, schließlich bin ich - zumindest bei der Postbank - schon auf der Geldwäscherverdachtsliste


    Etwas entschärft: gib doch einen anderen fiktiven Namen an, den man plausibel als "Feld verwechselt" erklären kann ("Flash Gordon" oder "Donald Duck", wie wenn man einen Comic kauft.
    Etwas verschärft: nimm einen "spannenden" arabischen Namen (Abu irgendwas).


    Eine gewisse Ironie bestünde natürlich dadrin, dass du das Geld auch einfach in ein Briefkuvert stecken kannst - und dann völlig anonym bei der gleichen Firma im Postbank Finanzcenter ("Postfiliale") empfangen könntest.

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    Original geschrieben von rmol
    sind das womöglich nur Märkte in Grenznähe? Ähnliches wurde ja auch schon bzgl. Läden nahe der Schweizer Grenze berichtet.
    Stehen das oder die Kreditkartenlogos offiziell an der Tür des Marktes?


    An der Schweizer Grenze war das aber nicht ALDI, oder? (War das nicht ein anderer Laden mit den Kreditkarten?)
    Aufgefallen wäre es mir ALDI nämlich noch nicht.