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Original geschrieben von Gallium
Warum sollte gerade Deutschland als zeitweiliger Exportweltmeister an einem starken Euro interessiert sein?
Wohlstand für die Leute, die diese Exportüberschüsse erwirtschaften.
Wie sah denn die Entwicklung der Reallöhne in den letzten Jahren in Deutschland aus?
Antwort: Die stagnierten, sanken sogar einige Jahre lang.
Ich will nicht sagen, dass die Reallohnentwicklung nicht auch positive Effekte hatte bzw. haben könnte (Beschäftigung). Aber das Mantra, dass Deutschland Interesse an an einem schwächeren EUR hat/hätte, ist jedenfalls deutlich zu kurz gedacht - es ist eine Volksverdummung.
Eine starke Währung ist oft Resultat einer starken Wirtschaft bzw. von Exportüberschüssen - keine (zwingende) Voraussetzung dafür.
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Original geschrieben von Gallium
Was hat denn China zu den zweistelligen Wachstumsraten in den letzten Jahren verholfen?
Kurze Antwort: Jedenfalls keine "schwache" Währung!
Im Gegenteil! Der chinesische Yuan hat gegen EUR und USD in den letzten 10 Jahren massiv aufgewertet!
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Original geschrieben von Gallium
Solange der Ölpreis (und damit auch die meisten anderen Rohstoffe) so billig sind, kompensiert das doch einigermaßen die Nachteile für den Binnenmarkt
Das ist so.
Funktioniert solange, bis der Ölpreis steigt.
Und dann?
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Original geschrieben von Gallium
BTW: Die EU-Wirtschaftsleistung ist aktuell auf das Niveau von 1930 'gespart' worden
Wie meinst du das?
Die EU-Wirtschaftsleistung ist jetzt auf dem Niveau von 1930?
Das würde ich doch arg bezweifeln.
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Original geschrieben von Gallium
Wenn jemand also Schulden abbauen, Vermögen aufbauen oder Handelsüberschüsse erzielen will, muss woanders der Schuldenstand steigen
Nicht unbedingt. Ein Unternehmen kann auch "Vermögen" bzw. Kapital aufbauen, ohne dass es dafür Schulden aufnehmen muss.