Beiträge von Applied

    Re: Re: Lastschrift vs Überweisung


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    Original geschrieben von lisari
    Ich finde Dauerauftrag deutlich besser:
    + Ich kann bestimmen, wann der Dauerauftrag endet


    Kann man bei Lastschriften auch.


    Meine Bank hat zumindest die Funktion, dass man komfortabel online die Lastschrift oder sogar den ganzen Gläubiger sperren kann.


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    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Und eine Lastschrift kann ohnehin praktisch jeder von deinem Konto einziehen, ob du nun einen Auftrag erteilt hast oder nicht.


    Sollte man sperren lassen können.
    Meine Bank schreibt zumindest, dass man als Verbraucher das Recht hat, das Lastschriftverfahren auf zugelassene Empfänger zu beschränken (dein gewerbetreibender Bekannter ist natürlich kein Verbraucher, da weiss ich nicht, wie es ist).

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    Original geschrieben von Nordisc
    Gefühlt ist Ebay seit langem tot. Bei mir im Bekanntenkreis spielt Ebay weder auf Verkäufer und schon gar nicht auf Käuferseite mehr eine Rolle. Mein Ebayaccount fristet ein trostloses Leben. Meine letzte Aktion liegt mehr als 2 Jahre zurück. Geht es euch ähnlich?


    Dito. War ja allerdings, wenn ich nicht irre, auch erklärtes Ziel von eBay, mehr gewerbliche Verkäufer auf der Plattform zu haben.


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    Original geschrieben von Timba69
    Wenn man(n) Gewinn machen wollte: dann wird eher wohl der TT und Facebook-Gruppen genutzt


    Macht man gerade hier gross Gewinn? Hier sind ja - zumindest beim Thema Telekommunikation und teils auch Technik allgemein - doch eher überdurchschnittlich informierte mit von der Partie. Ich habe eher den Eindruck, als könnte man hier auf Telefon-Treff mit Angeboten wie auf eBay oder in einem eigenen Shop keinen hinter dem Ofen hervorlocken. Da muss es schon ein "speziellerer" Deal oder besserer Preis sein.


    Ich rechne(te) mir hier ja immer etwas weniger als auf eBay aus. So in etwa "Wenn's auf eBay für 100 abzgl. 10% weggeht, biete ich es in einem Forum mal für 80 an". Manchmal finde ich dann die folgenden Feilsch-Versuche ein bisschen mühsam. Aber dafür kann ich mir den Käufer oft aussuchen, und ohnehin geht die "Idioten-Quote" gegen Null und ich habe keine Verzögerung und Ärger. Gilt auch für andere Foren, die ich frequentiere. Bei eBay gibt's ja wirklich abenteuerliche Käufer.


    Ist jetzt aber meine Perspektive als sporadischer Privatverkäufer, der sich das erlauben bzw. nicht mit Marge rechnen muss.

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    Original geschrieben von Gallium
    Warum sollte gerade Deutschland als zeitweiliger Exportweltmeister an einem starken Euro interessiert sein?


    Wohlstand für die Leute, die diese Exportüberschüsse erwirtschaften.
    Wie sah denn die Entwicklung der Reallöhne in den letzten Jahren in Deutschland aus?
    Antwort: Die stagnierten, sanken sogar einige Jahre lang.


    Ich will nicht sagen, dass die Reallohnentwicklung nicht auch positive Effekte hatte bzw. haben könnte (Beschäftigung). Aber das Mantra, dass Deutschland Interesse an an einem schwächeren EUR hat/hätte, ist jedenfalls deutlich zu kurz gedacht - es ist eine Volksverdummung.


    Eine starke Währung ist oft Resultat einer starken Wirtschaft bzw. von Exportüberschüssen - keine (zwingende) Voraussetzung dafür.


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    Original geschrieben von Gallium
    Was hat denn China zu den zweistelligen Wachstumsraten in den letzten Jahren verholfen?


    Kurze Antwort: Jedenfalls keine "schwache" Währung!


    Im Gegenteil! Der chinesische Yuan hat gegen EUR und USD in den letzten 10 Jahren massiv aufgewertet!


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    Original geschrieben von Gallium
    Solange der Ölpreis (und damit auch die meisten anderen Rohstoffe) so billig sind, kompensiert das doch einigermaßen die Nachteile für den Binnenmarkt


    Das ist so.
    Funktioniert solange, bis der Ölpreis steigt.
    Und dann?


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    Original geschrieben von Gallium
    BTW: Die EU-Wirtschaftsleistung ist aktuell auf das Niveau von 1930 'gespart' worden


    Wie meinst du das?
    Die EU-Wirtschaftsleistung ist jetzt auf dem Niveau von 1930?
    Das würde ich doch arg bezweifeln.


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    Original geschrieben von Gallium
    Wenn jemand also Schulden abbauen, Vermögen aufbauen oder Handelsüberschüsse erzielen will, muss woanders der Schuldenstand steigen


    Nicht unbedingt. Ein Unternehmen kann auch "Vermögen" bzw. Kapital aufbauen, ohne dass es dafür Schulden aufnehmen muss.

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    Original geschrieben von 200prokdzufriedh
    Applied,
    es gibt zwar ein Grundrecht auf freie Berufsausübung, welches aber eben im beschriebenen Fall nicht gewährleistet ist


    Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun (Bafög vs. Grundrecht).
    Es ist auch kein Vergleich zwischen Äpfel und Birnen.


    Ja klar, es gibt ein Grundrecht auf freie Berufsausübung, Berufswahl und Wahl der Ausbildungsstätte.
    Aber nein, es gibt aber kein Grundrecht darauf, dass man die Ausbildungsstätte dann "kostenlos" besuchen darf - oder dass einem während der Ausbildung der Lebensunterhalt dann vom Staat gezahlt/gefördert wird.


    Das sollte auch eigentlich nicht neu oder überraschend sein. Schliesslich gab es in Deutschland ja bis vor kurzem Studiengebühren, und es gibt immer noch genug andere Ausbildungsgänge, die Geld kosten (Piloten bspw.). Wenn dann einer sein Studium aus eigener Tasche finanzieren muss, dann ist das halt so. Damit sind noch kein Grundrecht verletzt. Ein "faktisches Studierverbot" existiert deshalb nicht. Man kann ja einfach für das Studium vorher sparen, nebenbei jobben oder einen Kredit aufnehmen. Und das machen ja auch tatsächlich Leute*. Ich selbst zum Beispiel ;)


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    Original geschrieben von 200prokdzufriedh
    [small]*) ich weiß, dass es auch in anderen Bereichen Altersgrenzen gibt, aber 30 erscheint mir doch etwas sehr niedrig.


    **) ist es nicht befremdlich, dass zwar Unternehmen mittlerweile Altersdiskriminierung verboten ist, nicht aber dem Staat?


    Ich gebe dir recht. Gerade dem Staat ist Altersdiskriminierung aber nicht immer verboten, sondern u.U. erlaubt, wenn sie der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik dient. Mit 30 ist ja beispielsweise die Erstausbildung der allermeisten Menschen ja auch bereits abgeschlossen, und ich finde es schon legitim, nur diese staatlich zu fördern. Wobei dann natürlich die oben angeführte Master-Regelung nicht reinpasste...

    Zitat

    Original geschrieben von 200prokdzufriedh
    Hinsichtlich Studenten bzw. BAföG:
    hier besteht m.E. eine üble Lücke im deutschen Bildungs- bzw. Sozialsystem, weil sie zu einem faktischen Studierverbot für Menschen, die das 30. Lebensjahr vollendet haben


    Ist also alles “faktisch verboten”, was der deutsche Staat nicht mit Steuergeldern fördert?
    Nein.


    Analog: Die Tatsache, dass dir der deutschen Staat keinen Ferrari zahlt, bedeutet nicht, dass du kein solches Fahrzeug auf des Strassen desselben fahren dürftest.
    Und die Tatsache, dass diese Leute keine staatliche Förderung “in den Hintern geblasen” bekommen heisst doch nicht, dass es ein Studierverbot gäbe.
    Es gibt genug Leute, die ohne staatliche Förderung und Gratisstudiengänge studieren. Würde mich nicht wundern, wenn es die Mehrheit auf der Welt wäre.


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    Original geschrieben von saintsimon
    In manch anderen Ländern mit pragmatischeren Gesellschaften ist es nichts verwerfliches, selbst mitten im Erwerbsleben beruflich ganz neu Anzufangen und sich Umzuschulen.


    Gerade in solchen “pragmatischeren Gesellschaften” allerdings, so ist mein Eindruck, kostet das Studieren dann halt etwas. Da ist ein Studium oft eine Art Investitionsentscheidung - die auch oft tatsächlich mit dem Rückgriff auf Erspartes oder Kredite verbunden ist.

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    Original geschrieben von CK-187
    Wo liegt da am Ende noch der Unterschied zu dieser Sklaverei die man mal hatte?


    Zum Beispiel die Tatsache, dass man sich weiterbilden und/oder einen besser bezahlten Job suchen darf. Und dass man als Individuum Freiheit und den Schutz des Rechtsstaats geniesst.


    Aus Sicht eines Sklaven dürfte es im übrigen an Zynismus kaum zu überbieten sein, wie du da das Leben einer arbeitenden vom Sozialsystem unterstützten Person im heutigen Deutschland mit echter Sklaverei gleichsetzt.


    Zitat

    Original geschrieben von archie83
    Kosten der Unterkunft werden nur für (preislich und quantitativ) "angemessenen" Wohnraum übernommen.


    Na klar, wie sollte es auch anders sein? Der Staat ist schließlich nicht dazu da, die feuchten Träume geringe Einkommen beziehender Mieter zu befriedigen.


    Zitat

    Original geschrieben von archie83
    In Großstädten hat man da wegen der hohen Mieten ein Problem.


    Da werden bestimmt je nach Ort unterschiedliche Massstäbe und Vergleichsmieten herangezogen. In Grossstädten sind dafür ja auch sonstige Kosten geringer als auf dem Lande (Transportkosten, oft geringere Essenskosten durch weitere Verbreitung von Discountmärkten, etc.).


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    Original geschrieben von beesdo77
    Person ist arbeitslos und bezog ALG1. Nach dessen auslaufen Antrag auf ALG2 gestellt. Wurde abgelehnt, da diese Person ein Grundstück im Wert von cirka 80 000 € besitzt


    Das ist sicher ein Sonderfall - und das Grundstück ein "technisches" Problem.
    Wenn es etwas nicht für 80 000 verkäuflich ist, ist es auch nicht einfach 80 000 "wert".


    Zitat

    Original geschrieben von beesdo77
    Gibt noch andere Beispiele. Denke mal nur an Studenten welche kein Bafög (mehr) bekommen.


    In vielen anderen Ländern muss man dafür arbeiten oder einen Kredit aufnehmen.
    Relativiert wird das in meinen Augen dadurch, dass das Studium in Deutschland ja ohnehin im internationalen Vergleich quasi spottbillig zu haben ist.

    Zitat

    Original geschrieben von CK-187
    Selbst einer wäre einer zu viel.


    Wirklich? Selbst wenn - rein hypothetisch gesprochen - ceteris paribus jeder Arbeitslose in Deutschland 10k EUR pro Monat hätte, das mittlere Einkommen aber 20k EUR/Monat betrüge, hätten wir noch bedeutende Armut in Deutschland. Könnte man da nicht wirklich mit der Kohle was sinnvolleres in der Welt machen, als auch den letzten "Armen" in Deutschland noch aus der Armut rauszuholen?


    Zitat

    Original geschrieben von CK-187
    Wenn sich jemand trotz Vollzeitjob nur eine Bruchbude leisten kann, mit Ach und Krach die Miete zahen kann und vor einem halbleeren Kühlschrank steht dann ist das meiner Meinung nach ein Verbrechen.


    In Deutschland muss niemand verhungern oder obdachlos werden.
    Dafür sorgt spätestens die staatliche garantierte Grundsicherung.

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    Original geschrieben von CK-187
    Es arbeiten so viele Menschen Vollzeit und leben unterhalb der Armutsgrenze das es mich wundert das diese bisher keinen Generalstreik veranstaltet haben


    Wieviele sind es denn nun?


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    Original geschrieben von CK-187
    Man könnte mal eine repräsentative Umfrage mit vollen Angaben zur Person machen was 1€ Jobs und so einen Bullshit betrifft.


    Warum "nur" eine repräsentative Umfrage?
    Es gibt doch Zahlen dafür.


    Die Armutgefährdungsquote von Erwerbstätigen liegt in Deutschland beispielsweise zwischen 7,5% und 8%. Sie ist in den letzten 10 Jahren auch nur um etwa 0,5 Prozentpunkte gestiegen. Das ist weit vom Potential eines Generalstreiks entfernt.


    Wobei "Armut" ja ohnehin ein nur relatives Phänomen ist. Man liegt damit halt mit seinem Einkommen um ein mehr oder minder willkürlich definiertes Ausmass unterhalb einem gewissen Durchschnittswert. Das ist alles. Dementsprechend wird es immer "Arme" in Deutschland geben.

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    Original geschrieben von Timba69
    Mh, passt ja wunderbar, meinst du diesen Arbeitsmarkt hier?:


    Nö, mein ich nicht.


    Die Anzahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter ist ja am stärksten gestiegen.
    Seit 2005 von 26 auf über 30 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
    Und das bei leicht sinkender Bevölkerungszahl insgesamt.


    Der Anstieg der geringfügig Beschäftigen um etwas über eine Mio. Personen ist quasi ausschliesslich den Nebenjobbern zuzurechnen, wohingegen die ausschliesslich geringfügig Beschäftigen quasi konstant geblieben sind.


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    Original geschrieben von Timba69
    https://www.jungewelt.de/2015/04-18/022.php


    Man kann jetzt diskutieren, ob das andere Jobs kannibalisiert. Aber da wird besonders arbeitsfernen Leuten ein niederschwelliges Angebot gemacht, um sich langsam ans Arbeiten zu gewöhnen und sie für weitere Hilfsangebote anzusprechen. Und die Teilnahme ist gemäss Artikel sogar noch freiwillig.


    Ach, das stimme gar nicht, mit der Freiwilligkeit? Dann bitte Fakten! Aber nicht nur ein "mag ich nicht recht glauben" einer linken Abgeordneten ggü. einer linken Zeitung. Dieser Punkt ist ganz schön manipulativ geschrieben, im Artikel.


    Wo wir schon beim Stichwort sind: das sind jetzt Anekdoten über irgendeinen Verein in Hamburg. Was hat das mit der Aussage zu tun, dass mehr Leute am Arbeitsmarkt in Deutschland partizipierten? ;)