Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: Re: NIBC direkt
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Original geschrieben von paul_k_9
Ihm ging es ursprünglich um Währungsspekulation wenn ich ihn richtig verstanden habe. Wenn ich ein Papier nehme, dessen Kurs in $ "gemacht" wird und das auf dem $ Markt steigt erziele ich, bei fallendem Euro, neben dem Währungsgewinn noch den, den das Papier auf dem Heimatmarkt macht
Spielt es wirklich eine Rolle, wo "der Kurs gemacht wird"? 
Wenn ich das Papier in USD verkaufe, dann erziele ich den Währungsgewinn prinzipiell ganz genauso.
Da kann der Kurs auch gerne auch in Europa "gemacht werden".
Ich könnte das Papier sogar in EUR kaufen und in EUR wieder verkaufen und es würde nichts ändern.
Anders formuliert:
Es ist prinzipiell völlig egal, wo ich in welcher Währung ich kaufe.
Klar, durch Kauf amerikanischer Aktien wird man vermutlich bei den meisten dieser Aktien bei fallendem EUR einen positiven Währungseffekt haben. Muss aber nicht zwingend so sein. Die Firma könnte sich ja auch gegen Wechselkursveränderungen abgesichert haben. Sie könnte aber auch eine konkrete "Position" im Hinblick auf die Wechselkursentwicklung eingenommen haben und beispielsweise bei steigendem Dollar Verluste machen (und bei manchen gerade Banken und Investmentfirmen wird das auch so sein).
Entscheidend ist, wo die Firma ihre Umsätze bzw. Gewinne erzielt, und wie sich Wechselkursveränderungen auf diese auswirken.
Zitat
Original geschrieben von paul_k_9
Man kann natürlich, den passenden Broker vorausgesetzt, auch von D aus an der NYSE kaufen und verkaufen und anschliessend in Euro wandeln hat dabei aber ungleich höhere Gebühren, wie du bereits anmerktest.
Würde ich so gar nicht sagen.
Man kann an der NYSE problemlos für 5 EUR traden (für einen Trade mit fünfstelligem EUR- bzw. Dollarvolumen).
Zugegeben, das sind dann halt vermutlich eher nicht die hier im Thread immer wieder kursierenden einschlägig verdächtigen Broker mit den grossen Marketingbudgets, die die Kohle in schöner Regelmässigkeit mit entsprechenden Neukunden-, Kunde-wirbt-Kunde- und Übertragungsaktionen raushauen.
Manchmal denke ich mir ja schon, dass die Threadüberschrift eher "...mit guten Kundenwerbungsaktionen" heissen müsste - und wünschte mir insgeheim einen Thread "Banken mit guten Konditionen".
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Original geschrieben von seby
Was würde denn (im zwar unwahrscheinlichen, aber doch möglichen) Fall passieren, dass es den Euro irgendwann nicht mehr gibt. Würde man dann die in Euro gekauften Papiere weiterhin besitzen, oder wären die dann wertlos? Ein Umtausch in die USD-Pendants ist ja m.W. nicht möglich?
Auch hier: Zumindest bei Aktien ist es prinzipiell egal, in welcher Währung du gekauft hast. Vereinfacht gesagt: Diese stellen ja einen Firmenanteil dar. Dir "gehört" quasi ein gewisser Teil der betreffenden Gesellschaft. Wenn es eine neue Währung gibt, dann werden halt die (Börsen-) Handelspreise für deinen Firmenanteil in dieser neuen Währung angegeben. Einfach eine "technische Umstellung". Das ist alles (Im Prinzip jedenfalls. Alles andere wären Feinheiten)
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Original geschrieben von BartS1975
Wenn der Euro abgeschafft würde, würde es Nachfolgewährungen mit einem festen Umtauschkurs geben.
Wieso soll der Umtauschkurs "fest" sein? Wenn alle Nachfolgewährungen einen solchen festen Umtauschkurs zum EUR haben, müsste dann nicht auch das Umtauschverhältnis von Neuer Griechischer Drachme zur Neudeutschmark konstant sein und bleiben? 