Sind wir ehrlich: auf die Umsätze schauen alle Banken. Mit automatisierten Analyseverfahren und bei aufgetretenen Unregelmässigkeiten (im Wortsinne) dann auch manuell. Nicht nur im Rahmen der Betrugsprävention und Erkennung, sondern auch auch aufgrund gesetzlicher Vorschriften, die sie zu Meldungen gewissen aussergewöhnlichen Kundenverhaltens verpflichten.
Bezüglich gerade der Commerzbank: fragt sich dann doch, warum du gerade bei dieser Bank warst?
Wenn mein Eindruck bzw. meine Informationen nicht täuschen, dann verfolgen die doch eine Zweimarkenstrategie. Unter der Marke Commerzbank gerade (!) eine Strategie mit persönlicher Betreuung. Da muss man zum Abschluss mancher Produkte zwingend in die Filiale, bekommt einen persönlichen Betreuer vor Ort, etc... Und auf der anderen Seite haben sie die Direktbanktochter, mit der sie die Kunden ansprechen, die die Sachen gerne selbst in die Hand nehmen und vermutlich auch im Durchschnitt etwas andere Umsatzverhalten haben.
Von daher finde ich's gar nicht so überraschend, dass gerade die Commerzbank nachfragte. Und auch gar nicht so verkehrt. Ich denke, es gibt da genug Kunden die solche persönliche Kontaktaufnahme zu schätzen wissen, oder sogar von ihrer Bank erwarten.
PS:
Persönliche Betreuung gibt es bei Banken (wie fast überall) halt auch "gut gemacht" und nicht so gut gemacht. Schlimm ist es immer, wenn die Berater a) nur nervend nachfragen bzw. gar dazwischenfunken, b) einem nur irgendwas andrehen wollen/müssen und/oder c) nicht die nötige Entscheidungskompetenz haben. "Gut gemacht" dagegen ist es, wenn man mit den richtigen Leuten reden kann und die auch sach- und entscheidungskompetent sind.
Da bekommt man ggf. auch mal Lösungen bzw. (Spezial-) Konditionen, die nicht "von der Stange" sind, wenn man mit Leuten "reden" kann.
Ich habe beispielsweise heute Fondsanteile eines (kleinen) ausländischen Fonds direkt über die Fondsgesellschaft gezeichnet. Statt der Anteilsklasse, die sich an Privatkunden richtet, haben Sie mir auf meine Kontaktaufnahme hin die Anteile für institutionelle Anleger angeboten, da nur letztere in Deutschland als steuerlich transparent gelten (Nebeneffekt: der Fixanteil Managementgebühr ist deutlich kleiner).
Die Mindestanlagesumme für diese Anteilsklasse beträgt allerdings grundsätzlich 1 Mio. Euro ...welche mir jedoch freundlicherweise erlassen wurde.
Ich mag gar nicht schreiben, wieviel genau ich da jetzt zeichne (dann würdet ihr mich auslachen) sondern belasse es einmal bei der Feststellung, dass es wirklich deutlich weniger als diese nominelle Mindestanlage war 