Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
Edit:
Schau mal [URL=Der höchste Betrag, den Männer nach 44 Jahren und Frauen nach 39 Jahren Erwerbstätigkeit erhalten können, liegt bei 79,60 Pfund pro Woche, etwas über 100 Euro.]hier[/URL].
Link funktioniert nicht.
Nehme an, du meinst: http://www.england-seiten.de/S…ltersvorsorge-England.php
Denn genau da und nur da findet man das Zitat ja.
Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
Der höchste Betrag, den Männer nach 44 Jahren und Frauen nach 39 Jahren Erwerbstätigkeit erhalten können, liegt bei 79,60 Pfund pro Woche, etwas über 100 Euro.
Diese Aussage dürfte schlicht falsch, da veraltet sein:
https://www.gov.uk/state-pension/eligibility
Mittlerweile beträgt die Beitragszeit nur noch 30 Jahre - auf der anderen Seite wurden die Renten auf 113GBP / Woche erhöht und wird jedes Jahr um mindestens 2.5% angepasst. Für Neurentner ab April 2016 sind’s übrigens (nach einem neuen System, Höhe noch genau zu bestimmen) mindestens um die umgerechnet 850 EUR/Monat:
https://www.gov.uk/new-state-pension
Kurz: Die Briten nähern sich des Niveaus der Grundsicherung an.
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Original geschrieben von frank_aus_wedau
Das möchtest Du auch in Deutschland haben?
Im Prinzip ja: Eine Rente auf Sozialhilfe-Niveau.
Sollte halt kostendeckend für den Haushalt sein (über den genauen Betrag kann man diskutieren, oder wie bzgl. UK bisher daran zweifeln).
Dafür Abgaben runter, mehr vom Netto haben - und den Leuten die Entscheidungsfreiheit lassen. Von mir aus soll der Staat einen gewissen Zusatzeinkauf in die staatlich garantierte Rente ermöglichen, für die, die’s mögen. Aber bitte nach der Prämisse “Keep it simple!”, nicht so einen komplizierten Riester- etc. Murks als Fördermassnahme für die Versicherungswirtschaft.
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Original geschrieben von frank_aus_wedau
für eine private Zusatzvorsorge fehlt einfachen Arbeitnehmern oft das Geld.
Sind wir ehrlich: Das Argument wird es doch immer geben, unabhängig von der Einkommenshöhe.
Wenn der Staat es zwangsweise einkassieren würde (über Steuern/Beiträge/Abgaben), dann wäre das Geld bei vielen da.
Wenn sie auf Saufen, neue Flachbildschirm-TVs und teure Urlaube verzichteten, dann auch.
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Original geschrieben von bernbayer
Ich bleibe dabei, die gesetzliche Rentenversicherung ist die beste und sicherste Altersvorsorge. Die Rentenversicherung hat 2 Weltkriege überlebt. Geldvermögen, Lebensversicherungen usw. waren praktisch nach den beiden Währungsreformen wertlos, nur die gesetzliche Rente sicherte nach dem 2. Weltkrieg der älteren Generation ein ausreichendes Einkommen.
Von “überlebt” kann keine Rede sein. Man hat nach den Währungsreformen den alten Menschen halt Renten ausbezahlt nach neuer Währung - weil man das so wollte. Aber das war de facto eine einfache Form der Umlagefinanzierung, mehr nicht.
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Original geschrieben von bernbayer
Falsch ist nur das Rentennieveau auf unter 50 Prozent abzusenken. 60 Prozent sollte absolute Untergrenze bei der gesetzlichen Rente sein. Diese falsche Rentenpolitik wie sie seit ca. 15 Jahren gefahren
Warum um alles in der Welt “müssen” es überhaupt Prozent vom durchschnittlichen Einkommen sein?
Und warum muss das Rentenniveau abhängig von den früheren Beiträgen sein?
D.h., warum muss jemand mit höherem Erwerbseinkommen höhere Beiträge einzahlen und bekommt dann auch mehr Rente?
Warum orientiert man sich nicht einfach für alle am Existenzminimum und gut ist?
Ich meine… warum soll nicht jemand in jungen Jahren eine grössere Konsumpräferenz haben?