Beiträge von Applied

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    Original geschrieben von FRANKFURT
    Hast du meine Frage richtig gelesen?


    Denke schon. Du bist ja aber nicht der einzige, der hier mitdiskutiert. Denn - einzig - der Punkt, dass nicht jeder einen Führerschein hat, bezieht sich zugegebenermassen nicht auf deinen konkreten Beitrag.


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    Original geschrieben von FRANKFURT
    Pech gehabt. Dann muss er eben beide Dokumente mit sich führen oder er überschreibt ihn auf einen deutschen Führerschein, der dann per Daten auf dem Perso-Chip hinterlegt werden kann.


    Und wenn das nicht geht, bzw. nicht erlaubt ist? Nicht jeder kann einen ausländischen Führerschein auf einen deutschen überschreiben lassen. Wer beispielsweise keinen Wohnort im Bundesgebiet hat, der bekommt (im Normalfalle zumindest) auch keinen deutschen Führerschein.


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    Original geschrieben von FRANKFURT
    Könnte man aber auch hinterfragen, warum es zwei unterschiedliche Dokumente (Personalausweis und Reisepass) gibt, wenn das auch ein Dokument erledigen kann.


    Könnte man. Der Grund ist relativ simpel: Es gibt internationale Abkommen über Reisepässe - welche auch Visa aufnehmen können müssen. Wäre ja unpraktisch, wenn es in Deutschland nur solche Ausweise mit Stempelblättern gäbe.


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    Original geschrieben von FRANKFURT
    Welche da wären? Wie funktioniert dort die Feststellung der Personalien?


    De facto über Führerscheine, Pässe bzw. Identitätskarten. Bzw. wenn’s sein muss über Sozialversicherungsnummer, Geburtsurkunden etc. Ist ja auch OK, geeignete Identitätsnachweise zu verlangen, wenn der Bürger ein Recht wahrnehmen will bzw. eine Vertragspartner die Identität überprüfen will/muss. Da bin ich sicher für das Recht auf einen Ausweis - aber ich sehe nicht unbedingt die Notwendigkeit einer Pflicht.


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    Original geschrieben von FRANKFURT
    Muss ich das verstehen?
    Wo ist es heute unkompliziert und keine Ausnahmen vorhanden?


    Kurz und gut: Mit einer gefordertern Mitführpflicht würde man Bürger unnötig kriminalisieren, die - temporär - keinen Ausweis mitführen.


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    Original geschrieben von FRANKFURT
    Kann sich ja im Vorfeld der Ausreise ein paar Daten schriftlich geben lassen, amtlich beglaubigte Abschriften der Daten die auf dem Chip gespeichert sind.


    Wenn der Perso weg ist, dann ist der Führerschein natürlich auch weg :D oder man händigt dem betroffenen amtlich beglaubigte Abschriften aus.


    Das bezog sich ja auf die Frage des anderen Posters, warum man nicht den Führerschein zum Identitätsdokument machte. Beglaubigte Abschriften werden spätestens Drittstaaten nicht akzeptieren (können).


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    Original geschrieben von FRANKFURT
    Führerschein ist kein offizielles Ausweisdokument. Alles andere habe ich anhand des Beispiels mit dem Perso bereits gesagt.


    Warum sollte der Führerschein das bessere Ausweisdokument sein, wenn es jetzt nicht mal ein offizielles Ausweisdokument anerkannt ist?


    Genau! Etwas andere habe ich ja nie behauptet. ;)

    Keine Frage, "machbar" wäre es in Deutschland allemal. Aber es ist auch nicht unproblematisch. Nach menschlichem Ermessen dürfte sich die Zahl der Personen ohne (zu einem gewissen Zeitpunkt) gültiges Ausweisdokument vervielfachen. Denn "Jederzeit Perso besitzen, Fahren immer mit Führerschein" - das ist einfach und für jedermann zu verstehen und zu überblicken.


    Die Identität bzw. Nationalität und die Fahrerlaubnis stehen ja durchaus in gewissen Zusammenhängen. Aber sie sind halt nicht das gleiche.


    Insbesondere bei Erwerb, (ggf. temporärem) Verlust und mit Auslands- bzw. Ausländerbezug würde eine Zusammenlegung beider Dokumente durchaus einige Komplexitäten kreieren.



    - Was, wenn ein Führerschein entzogen werden soll? Damit würde man dann ja auch das Ausweisdokument gleich mit entziehen?
    - Was geschieht bei der "Umschreibung" eines deutschen Führerscheins im Ausland in einen ausländischen? Das deutsche Dokument wird ja m.W. von den Behörden einiger Staaten "kassiert" nach Deutschland geschickt. Wieder "Pech" bzw. Verantwortung für den Ausweisinhaber, sich ein neues Personaldokument zu besorgen?
    - Und wenn, wie für gewaltbereite Islamisten diskutiert, ein Ausweis entzogen werden soll?
    - Wie will man überprüfen, ob ein Führerschein "auf freiwilliger Basis" auch Ausweisfunktion hat? Wie sollen das andere EU-Mitgliedsstaaten überprüfen? Wie sollen das anerkennende Nicht-EU-Mitgliedsstaaten machen? (Können Sie... aber Freude dürften sie an dem Aufwand nicht haben. Oder sie machen es halt nicht - dann halt "Pech" für den sich Ausweisenden?).



    PS: Wieso nicht einfachheitshalber die (von den Nazis eingeführte) Ausweispflicht gleich grundsätzlich abschaffen? Andere Länder kennen das ja auch nicht. ;)

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    Original geschrieben von FRANKFURT
    PS: Warum verpflichtet man nicht den Perso mit sich zu führen und hinterlegt die Führerscheindaten auf dem Chip? Damit würde man ein Dokument sparen (die Kosten vermutlich nicht, da der Perso dann entsprechend teurer wird).


    - Nicht jeder Personalausweisbesitzer hat einen deutschen Führerschein. Man kann auch eine ausländische Fahrerlaubnis haben, die in Deutschland gültig ist - wie aber soll "Deutschland" diese auf einem deutschen Dokument speichern?
    - Nicht jeder Personalausweisbesitzer hat überhaupt irgendeine gültige Fahrerlaubnis/Führerschein
    - Kein Deutscher muss einen Personalausweis besitzen (Pass genügt)
    - Eine generelle Mitführpflicht ist unpraktisch, wäre ein weiterer Schritt in den Überwachungsstaat und zöge wieder komplizierte rechtliche Ausnahmen nach sich.
    - Es kann Sicherheitsvorteile haben, wenn man den Personalausweis zuhause lässt. Beispielsweise ein Dieb/Räuber, der die Wohnungsschlüssel raubt, könnte anhand des Personalausweise die Wohnadresse erfahren.

    Verwende seit sechs, sieben Jahren für Überweisungen fast ausschliesslich IBAN/BIC und schätze den Komfort der europaweiten Einheitlichkeit.


    Für mich persönlich funktionierte es auch technisch immer völlig problemlos, wenn man vom mangelnden Komfort des Ziraat-Onlinebankings mal absieht. Bei anderen Banken im EUR-Raum habe ich auch das Problem mit copy&paste nicht.


    Eine Kollegin hat es allerdings erst unlängst (glaube 2013) noch geschafft, eine SEPA-Überweisung in Auftrag zu geben, mit einer fehlerhaften Kontonummer ohne anführendes Länderkürzel DE - "ich dachte, das müsste man weglassen". Ihre grosse (nicht-deutsche Post-) Bank hat es auch tatsächlich geschafft, das Geld abzubuchen... Danach Stille im Walde. Nur der Zahlungsempfänger hat irgendwann den ausbleibenden Geldeingang moniert.


    Nervig finde ich, gerade in Deutschland, die Unart so einiger Firmen, SEPA-Lastschriften mit IBAN/BIC nur von deutschen Konten anzubieten. Und das auch nicht selten ohne Hinweis. Da gibt es krudeste Formulare ("DE schön vorgedruckt, online Kontonummer angeblich zu kurz, falsch, nur BIC wird moniert, da ausländisch, etc.")...

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    Original geschrieben von hottek
    Ich vermute mal dass hier das Onlinebanking nicht die Ursache war sonst hätte der Bankangestellte nicht das komplette Konto sondern nur das Onlinebanking gesperrt.


    Aber wenn wirklich mal mit Betrugsverdacht (viel?) Geld fehlt.
    Bleibt das Konto einfach offen, anstatt dass "präventiv" mal ganz gesperrt wird?


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    Original geschrieben von rmol
    Außerdem ist bei Ziraat selbst bei Inlandsüberweisungen die BIC obligatorisch... :apaul:
    Die ganze SEPA-Umstellung wurde bei denen mit heißer Nadel gestrickt und wirkt einfach nur grottig...


    Naja, fragt sich, wieviel davon von in-house entwickelt wurde. Das Online-Banking wurde anscheinend mehr oder minder "zugekauft" vom Bank-Verlag (deshalb auch die Domain bv-activebanking.de, wie beispielsweise auch bei der Bundesbank, National-Bank, Trinkaus) etc.


    Ist aber tatsächlich nervig. Das Format Buchungsinformationen (Betreff) sieht auch etwas undurchsichtig aus - bzw. der Text ist in der Online-Buchungsübersicht abgeschnitten. Dann habe ich da auch Überweisungsumsätze, bei denen sich in den BIC überflüssige Leerzeichen geschmuggelt haben ("ADV ZLU LL")... aber gut, funktionieren tut das Online-Banking wie es soll, übersichtlich ist es auch.

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    Original geschrieben von SAR
    Am grausamsten finde ich es allerdings , wenn ich eine Zahlungsanweisung elektronisch erhalte und der Empfänger seine IBAN schön leserlich mit Leerstellen niedergeschrieben hat. STRG & Copy ade !


    Schlicht und einfach: Schlechte Software bzw. schlechtes Interface.


    Ich sage nicht, dass das nicht häufig vorkommt - aber Leerzeichen entfernen ist doch die leichteste Übung für einen Programmierer. Meine Bank macht das im Formular auch problemlos.

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    Original geschrieben von blacksun
    wenn das tatsächlich stimmt, das wäre nicht schlecht. Das hätte ich nicht gedacht.


    Ist so.
    Siehe auch die Liste der EDB-Banken, die erfassten Zweigstellen sind allesamt von Nicht-EU- (oder Nicht-EWR-?) Banken?


    http://www.edb-banken.de/infos…er-zugewiesene-institute/


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    Original geschrieben von blacksun
    Cortal war nur ein Beispiel.
    Das mit der Übernahme der Schmidtbank ist schon lange her, das war alles vor den ganzen Kriesen im Bankenbereich. Damals gab es die Einlagensicherung gar nicht in der heutigen Form (nur eine Vermutung). Die einheitliche EU-weite Sicherung gab es damals vermutlich auch nicht.


    Doch, doch, die gesetzliche Einlagensicherung gab es:


    http://de.wikipedia.org/wiki/Einlagensicherungs-_und_Anlegerentschädigungsgesetz


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    Original geschrieben von blacksun
    Deswegen würde ich vermuten dass man einen "Diebstahl" der Einlagen auf zwei Wege begeht.
    Schritt 1: Verlegung der Bank inkl. Sicherung in ein Russland-freundliches EU-Land (Ungarn wäre wie ich gehört habe ein solches Land)
    Schritt 2: Die Machthaber dieses Landes ändern dann die Gesetze und machen es den Anlegern schwer/unmöglich an ihr Geld zu kommen.


    Ich glaube gar nicht, dass es nennenswertes Interesse gibt, die Anleger der Bank ihrer Einlagen zu “bestehlen”.
    Bzgl. Ungarn: Ungarn ist EU-Mitglied. Die können Ihre Gesetze nicht einfach mal so anpassen, ohne dass das einem (de facto) EU-Austritt gleichkommt. Machen die nicht für irgendeine Direktbank.


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    Original geschrieben von blacksun
    Wenn die Österreicher merken dass es problematisch wird mit einer solchen Bank, und die Bank dann anbietet dass sie in ein anderes Land umzieht und die Sicherung mitnimmt, dann werden die Öschis einen Teufel tun und ein Sorgenkind unbedingt im Land behalten wollen.


    Nicht, solange die Bank viele österreichische Anleger hat. Und deutsche.
    Während ich mir vorstellen kann, dass die Österreicher “den deutschen Nachbarn” gern mal auf den Arm nehmen, glaube ich kaum, dass man es sich gleich mit diesem verscherzen will.