Beiträge von Applied

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    Original geschrieben von Truthahn
    Ich frage dort mal schriftlich (per Email) an.


    Selbst wenn das - wie oben spekuliert - "mit Tricks" ginge:
    Die wären ja völlig bescheuert, wenn sie dies auch noch explizit einräumten, geschweige denn versprächen.


    So oder so: Ich frage mich so ganz nebenbei, welchen nicht-illegalen Zweck bzw. Hintergrund das überhaupt haben soll? Im Ernst: Ich hab' ja einiges an Verständnis und Fantasie... aber ich weiss es wirklich nicht.


    Beispielsweise könne man Geld bzw. Vermögen "verstecken" wollen - das ist per se nicht illegal. Nur ist so ein Konto dafür nicht wirklich geeignet. Die Herkunft lässt sich ggf. nachvollziehen. Ich will ja niemandem was unterstellen, aber als allererstes rieche ich bei den hier gestellten Fragen zu so einer Konto-/MasterCard-Konstruktion doch die klassische Masche: "Konto in fremdem Namen eröffnen, bei eBay oder sonstwo betrügerisch Geld kassieren - und dann per Kreditkarte ausgeben". Oder Drogenhandel.


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    Original geschrieben von TimoWAF
    Mann dort im Login auch direkt kündigen und sich das Geld auf eine andere Bankverbindindung auszahlen lassen


    Schon - aber was bringt das?
    Das Zielkonto wird ja in den Unterlagen der Bank noch feststellbar sein.


    Zitat

    Original geschrieben von TimoWAF
    Wir können uns hier alle todschreiben und fusselig reden es muss einfach ausprobiert werden


    Ernsthaft: Wieso probierst du's nicht einfach?


    PS:

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    Original geschrieben von TimoWAF
    ob
    a: Eingehendes Geld ohne Postident gutgeschrieben wird
    b: Man man an das Geld dann rankommt


    Selbst wenn die Bank das Geld annimmt, und selbst wenn irgendwelche Tricks eine Auftragserteilung eine Auszahlung ermöglichen und selbst wenn man einmal rankommt:
    Du wirst dich nie auf drauf verlassen können, dass das (wieder) funktioniert!


    Was machst du, wenn die Bank sich einfach weigert, das Geld ohne Identifizierung auszuzahlen?
    Wenn die einfach sagen: "Tut uns leid, vielleicht ist irgendwo ein Fehler passiert - aber aufgrund Geldwäschegesetzgebung / Betrugsverdacht oder sonstwas können wir das Guthaben leider nicht und/oder nicht ohne Identifizierung auszahlen"? (Und das wird eine seriöse Bank verdammt nochmal spätestens dann tun, wenn sie es merken - selbst wenn man das System technisch / ablaufmässig austricksen kann).


    a) Wenn du das Konto auf deinen echten Namen registriert hast, hast du durch ein Postident ja keine Nachteile. Aber eben auch keine Vorteile - da kannst du gleich "ordentlich" ein Konto auf deinen Namen eröffnen.


    b) Wenn du das Konto nicht auf deinen echten Namen registriert hast:
    Wie willst du deinen Anspruch je durchsetzen?
    Unter falschem Namen dein Geld einklagen?
    Das ist absurd.

    Achtung, jetzt werde ich auch ein bisschen böse ;-)


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    Original geschrieben von Goyale
    Da weiß ich gleich, wen ich fragen kann, wenn mir in der Beziehung mal was unklar sein sollte


    Hoffentlich weisst du auch, wen du fragen kannst, wenn es darum geht, eine Aussage bzw. einen Text korrekt zu lesen und adäquat zu verstehen. Denn du schiebst mir ja hier Aussagen unter, die ich nie getroffen habe.


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    Original geschrieben von Goyale
    Schön, dass Du Dich im Bankenrecht so gut auskennst, dass Du weißt, das sich hier jemand nicht an Gesetze hält.


    Ich habe nicht gesagt, dass sich Paycenter oder sonstwer nicht an Gesetze hält. Ich habe gesagt, dass sie sich nicht an Gesetze halten würden, wenn sie keine Identitätsprüfung vornähmen.


    Wenn der Threadersteller schreibt, dass es auch gerüchteweise “ohne Postident mit Tricks laufen soll“, dann meint er damit ganz sicher nicht den grandiosen “Trick”, bei Paycenter in Freising selbst mit seinem Ausweis vorbeizulatschen, oder seine Ausweispapiere sonstwie ordentlich beglaubigen zu lassen - sondern vielmehr, dass das Konto ohne adäquate Identitätsprüfung nutzbar sein soll (siehe auch Hinweis auf staatliche Meldung und Einsehbarkeit).


    Und eben: Wer in Deutschland als Finanzunternehmen so ein Bankkonto führt, der handelt illegal - dem würde ich mein Geld nicht anvertrauen. Das war auch nicht nur auf Paycenter gemünzt, sondern ganz allgemein.


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    Original geschrieben von Goyale
    Nach Deiner Meinung ist also das ganze Produkt (was nach kurzer Recherche seit mindestens 5 Jahren existiert) nur ein Fake. O.K., ist Deine Meinung.


    Hab ich das irgendwann oder irgendwo behauptet?
    Nein, habe ich nicht.


    Ich habe keinen Grund anzunehmen, dass das Produkt nur ein "Fake" sei. Dafür ist es zu gut gemacht. Und natürlich glaube ich auch, dass Paycenter dies auch rechtlich ordnungsgemäss führt. Und das bedeutet, dass es eben nur nach Identitätsprüfung nutzbar ist.


    Persönlich halte ich es halt nicht unbedingt für attraktiv - und ganz nebenbei auch für zumindest etwas fragwürdig, “vorne” mit der Mitteilung der Kontoangaben in Minuten zu werben, dann aber nur “hinten” (“versteckt”) zu schreiben, dass es nicht nutzbar sei ohne Postident.


    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Ohne Postident kann das eingehende Geld offensichtlich nicht genutzt werden.
    Ich vermute, dass ohne Postident in angemessener Zeit das eingegangene Geld an den Absender zurück überwiesen wird, und die Kontonummer deaktiviert wird.


    Das würde ich so nicht vermuten. Denn Kontonummer “deaktiviert” heisst, dass das Konto ja vorher “aktiv” war. Ist es auch, wenn man da Zahlungen annimmt. Womit wir wieder beim Punkt sind: Das ist rechtlich problematisch. Es ist ja nicht so, als hiesse es, die Identitäts-/Legitimationsprüfung sei nur irgendwann "in angemessener Zeit" durchzuführen sei, anstatt zuvor.


    Zitat

    Original geschrieben von Goyale
    Das Angebot könnte also z.B. für Leute interessant sein, deren Konto plötzlich weg ist (wegen Kontokündigung), und die für Kindergeld, Gehalt oder Hartz sofort eine gültige Bankverbindung brauchen. Dass der nächste Weg dann der Weg zum Postschalter ist, versteht sich von selbst.


    So “plötzlich” ist ein Bankkonto in Deutschland auch nicht weg, sofern man nicht mit gerade mit Waffen oder so in die Bank spaziert. Denn es gibt ja Kündigungsfristen.

    Zitat

    Original geschrieben von TimoWAF
    Mich würde interessiert ob die Bankverbindungen einsehbar sind in Deutschland vom Staatswegen gemeldet werden.

    Sicher:


    http://www.bzst.de/DE/Steuern_…kontenabrufverfahren.html


    Um es kurz zu machen: Wenn du Geld auf einem "normalen" Konto verstecken willst, dann führt kein Geld an einem Auslandskonto vorbei.


    Zitat

    Original geschrieben von TimoWAF
    Dann gibt es ein Gerücht das es wohl ohne Postident mit Tricks laufen soll


    Glaube ich kaum (dass das funktionieren soll, meine ich - dass das Gerücht existiert natürlich schon). Aber selbst wenn: Willst du dein Geld einer deutschen Bank anvertrauen, die sich so elementar nicht an die Gesetze hält?


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    Original geschrieben von Truthahn
    Achtung: Laut Online- Recherche und deren FAQ hast Du zwar die Bankverbindung in 1min oder 5min je nach Quelle (und kannst die Bankverbindung z.B. Deinem AG für das Gehalt geben), aber an das eingegangene Geld kommst Du erst nach Postident ran!!


    Würde mich ehrlich gesagt aber schon wundern, wenn eine eingehende Überweisung tatsächlich gutgeschrieben würde - damit nähme der Laden ja Gelder für unbekannte Kunden an.

    Re: Erfahrungen mit Paycenter / GlobalMastercard


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    Original geschrieben von TimoWAF
    Aber Sitz ist in Deutschland also somit auch denke ich mal bei der BAFIN registriert oder?


    Paycenter GmbH ist tatsächlich von der Bafin beaufsichtigt.


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    Original geschrieben von TimoWAF
    Ist heftig weil man kann sich bei denen unter 5 Minuten registrieren.


    So ist es. Das liest sich dann auf der ersten Seite nach Anklicken der Premium-Variante für Privatpersonen so:


    "Premium-MasterCard mit Privatkonto
    Sie erhalten nur wenige Minuten nach Onlineantragstellung Ihre eigene Bankverbindung bestehend aus IBAN (Kontonummer) und BIC (Bankleitzahl). Sie können mit dem schufafreien Konto unter anderem SEPA-Überweisungen empfangen und ausführen (z.B. Gehalt, ALG II, Miete) sowie Daueraufträge verwalten."


    Habe die Registrierung nicht probiert, aber halte die 5min Aufwand für plausibel.
    Und dass man die Kontoverbindung nur wenige Minuten später mitgeteilt bekommt, glaube ich der Firma auch einfach mal. Wieso sollten die das auch nicht schaffen können?


    Ach ja... "nutzen" darf man das Konto dann übrigens nach Durchführung des benötigten Postident-Verfahrens - wie man ja so (in etwas fragwürdigem Deutsch) beispielsweise dem Wiki entnehmen kann.


    ...wenn man es denn nutzen möchte. Billig ist die Geschichte ja nicht gerade.

    Mein Eindruck ist, dass man das DKB-Konto mit "Dispo" relativ "leicht" bekommt. Ebenso die Kreditkarte (die "viele" bekommen).
    Bei der Höhe von Verfügungsrahmen bzw. "Dispo" scheint mir die Bank aber recht restriktiv zu agieren.


    Ist ja aber kein grosses Problem. Mehr als ein Tausender Dispo brauchen die allermeisten ja nicht/nie (auch nicht sinnvoll, da man sonst lieber Kredit aufnehmen sollte), und auf die Kreditkarte kann man ja einzahlen, wo es auch nicht schlecht verzinst wird. Und man mit der weltweiten kostenlosen Bargeldversorgung Zugriff darauf hat. Die Zinsen sind dabei im Marktvergleich immer relativ gut.


    Deshalb finde ich die DKB darum für den "normalen, kleinen Privatkunden" (und das mein' ich gar nicht negativ) immer noch ein top Angebot "aus einer Hand". Sicher keine unschlagbaren Konditionen für die Enthusiasten unter uns, aber für den Normalbürger eine super Sache mit konstant "guten" Konditionen.

    Könnte es sein, dass das Terminal alle Kreditkartenzahlungen nur mit PIN abwickelt?
    Und nur "bei EC entscheidet"...?


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    Original geschrieben von astonian
    Aber da es hier um die Advanzia-Kreditkarte geht, deren Chip normalerweise die Unterschrift bevorzugt, dürfte es an EMV-Kassen mit Personal, die selbige prüfen können, eigentlich nicht zu einer PIN-Abfrage kommen...


    Obwohl das Vereinigte Königreich ja meines Wissens schon seit Jahren quasi vollumfänglich auf Chip&Pin umgestellt, und ich bei Wikivoyage las, man müsse damit rechnen, dass nicht überall Unterschrift funktioniere, wurde meine gebührenfreie MasterCard dort unlängst auch ausschliesslich mit Unterschrift verifiziert.


    Klar, dass es zumindest in London technisch funktioniert, das hatte ich eher erwartet, und auch die Männer am Flughafen haben natürlich mit keiner Wimper gezuckt. Beim dreistelligen Betrag im high street shop war dem freundlichen Menschen an der Kasse die Unterschrift jedoch sichtlich suspekt, um es nicht geradeheraus "verdächtig" zu nennen. Klar, womöglich hat ihn auch schlicht der Zustand meiner Karte und/oder die äh... spezielle Art und "Form" meiner Unterschrift misstrauisch gemacht...


    Was mich jedoch wirklich ein bisschen überraschte: Auch dort, wo ich mit einer PIN-fähigen Karte nun wirklich eine PIN-Verifizierung erwartet hätte, kam keine PIN-Abfrage: Nämlich an der eigentlich unbedienten Selbstbedienungskasse im Supermarkt (M&S) - wie gesagt in einem Land, das sonst einheimisch nur mit Chip&Pin arbeitet.


    Klar, da nachts nicht viel los war, hätte ich mich natürlich auch an der bedienten Kasse anstellen können, wo ich ganz sicher schneller gewesen wäre. Aber als Kreditkartenhobbyist und interessierter Gebuhrenfrei-Besitzer lasse ich mir natürlich kein Selbstbedienungsterminal entgehen. Bei der Zahlung kam irgendeine Meldung à la "bitte auf Servicepersonal warten" - und dann extra eine Angestellte zu meinem Terminal rübergelaufen. Diese verifizierte dann, dass meinem Erwerb zweier Flaschen Mineralwasser und einer Plastiktüte im Gesamtwerte von GBP 2.05 auch per Unterschrift auf dem ausgedruckten Bon nichts im Wege stand.

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    Original geschrieben von kues
    bzw auch ohne PIN und ohne Unterschrift erlauben- tut Advanzia aber nicht


    Ich würde schwören, dass ich mit der Advanzia schon mehrfach ohne PIN oder Unterschrift Tickets an den Automaten der Deutschen Bahn bezogen habe...


    Allerdings haben diese Terminals bei mir bisher immer ohne PIN funktioniert. Mit Kreditkarten, meine ich - nutze ich bei der Bahn immer zum Zeitsparen, wenn ich erst in buchstäblich letzter Minute ein Ticket kaufe, da es mir die "letzten", aber manchmal eben entscheidenden paar Sekunden für die PIN-Eingabe erspart ;)

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    Original geschrieben von SalatSniper
    das Teminal entscheidet aber letztendlich mit welcher Methode die autorisierung erfolgen soll.


    ...wobei es da bei EMV meines Erachtens keine Wahl hat. Wenn ich es richtig verstehe, soll es nämlich für die "cardholver verification" einfach die auf der Karte abgespeicherte Präferenzreihenfolge "abarbeiten".


    Dies liest sich in der Spezifikation dann so:


    "If the CVM List is present in the ICC, the terminal shall process each rule in the order in which it appears in the list (...). Cardholder verification is completed when any one CVM is successfully performed or when the list is exhausted."


    (CVM list = auf der Karte gespeicherte Präferenz, ICC = "die Karte")


    D.h., wenn ein Terminal grundsätzlich Transaktionen mit Unterschrift unterstützt (bzw. dies einstellungsgemäss erlaubt ist), dann wird die Transaktion aufgrund der Kartenpräferenz auch immer mit Unterschrift durchgeführt. Dies ist auch meine Erfahrung mit der Advanzia-Karte. Andere Methoden ausser Unterschrift fanden bis jetzt ausschliesslich an Terminals statt, an denen eine Unterschrift nicht möglich war (An Supermarkt-Selbstbedienungskasse mit PIN, an Bahn-Automat ohne "alles", etc.).


    Deshalb würde ich es eher andersherum formulieren: Die Karte "entscheidet" (per Präferenzreihenfolge) mit welcher vom Terminal unterstützten Methode die Überprüfung stattfinden soll.

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    Original geschrieben von Truthahn
    Ich würde die 100€ zahlen, wenn Gewährleistung und Herstellergarantie wie beim Kauf des Erstgerätes neu beginnen würden. Alleine die Herstellergarantie wäre mir den Hunderter wert


    Würde ich auch so machen. Die Beweislastumkehr (erste 6 Monate vs. restliche 18 innerhalb der Verjährungsfrist) müsste dann ebenfalls zur Anwendung kommen, oder?

    Man könnte deine Frage im Grunde auch anders formulieren:
    Lügt mich der Kundendienst an oder nicht?
    Bzw. fangen sie mit den 100 EUR nur die Dummen ein?


    ;)



    Wenn du die 100 EUR nicht zahlen willst, dann solltest du die Herstellergarantie auf jeden Fall vergessen (ausser natürlich, diese besagt deutlich, dass im Falle eines Austauschs innert 2 Jahren das Ersatzgerät auch wieder Garantie/Gewährleistung unterliegt). Die Herstellergarantie richtet sich grundsätzlich nach den Garantiebedingungen, und ich würde vermuten, dass diese das nicht hergibt.


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    Original geschrieben von clio
    dass mit Lieferung eines Neugerätes ohnehin die Gewährleistung von vorne beginnt


    "Bei mangelhafter Nacherfüllung stehen dem Käufer die Gewährleistungsrechte weiterhin zu. Es fehlt aber für den Fall der Verjährung bei mangelhafter Nacherfüllung eine ausdrückliche gesetzliche Regelung. Der Bundesgerichtshof deutet lediglich an, dass im Fall der Lieferung einer Ersatzsache die Verjährung – unbeschränkt – neu beginnt (...) (BGH, Urteil vom 05.10.2005 – VIII ZR 16/05)" Quelle


    Verwiesen wird dabei auf auf 212 BGB (Neubeginn der Verjährung). Beachte das erforderliche Anerkenntnis, welches im Zweifelsfalle belegbar sein sollte. Neulieferung ist dies per se nicht, diese könnte grds. ja auch aus Herstellergarantie oder Kulanz geschehen.