DSlite beschreibt ein Anschluss der bei IPv4 hinter Carrier-Grade-NAT steht, aber über IPv6 öffentliche IP adressen zugeteilt bekommt. DSlite ist auch das was du aktell bei o2 Mobilfunk bekommst, wenn IPv6 frei geschaltet wird.
Von den Begrifflichkeiten her stimmt das nicht ganz (macht von der Wirkung her aber keinen Unterschied):
DS-Lite ("Dual-Stack-Lite") bedeutet eigentlich, dass zwischen dem heimischen Router und einem AFTR ("Address Family Transition Router") nur noch IPv6 gesprochen wird, der IPv4-Traffic wird also über IPv6 getunnelt. (Vorteil für den Provider: Er muss im Access-Netz nur noch IPv6 maintainen.)
I.d.R. wird auf dem AFTR dabei auch gleich noch CG-NAT ("Carrier-Grade-NAT") gemacht. (Vorteil für den Provider: Er kann IPv4-Adressen sparen.)
Im Mobilfunk hat man hingegen (nun endlich bei allen Anbietern) i.d.R. Dual-Stack am Endgerät (weil IPv4 nicht zu einem AFTR getunnelt wird sondern weiterhin native abgewickelt wird) aber trotzdem CG-NAT für IPv4 auf dem Service-Gateway. (Ausnahmen: Telekom mit IPv6-only per NAT64+DNS64 bzw. 464XLAT.)
Von der Wirkung her aber bei allen Varianten gleich: IPv4 ist von Außen nicht erreichbar.
Dass die IPv6-Adressen bei (vorwiegend) Volumentarifen ebenfalls von Außen nicht erreichbar sind, kann ich verstehen, sonst wäre jede Volumenabrechnung "angreifbar", weil das Volumen durch nicht vom Kunden initiierten Traffic verbraucht worden sein könnte.