Hier sollte man vielleicht optional die Option anbieten, dass man nur mit TouchID, Fingerabdruck oder FaceID reinkommen kann, weil manche Leute nutzen echt billige PINs (wie der Klassiker 12345).
Die ING nutzt übrigens das exakt gleiche Freigabeverfahren.
Gute Apps sperren sowas wie "12345" aber auch. Einige gleichen sogar mit PINs ab, die man irgendwann schon mal benutzt hatte. Und das accountweit, nicht nur auf das eine spezielle Gerät oder App bezogen.
Wenn schon ING genannt wird, deren App kann man so konfigurieren, dass man mit Biometrie lediglich die App entsperren kann, für Freigabe (und nur dafür) dann aber die App PIN benötigt.
Wenn man nicht nur digitale Angriffe im Sinn hat, bringt das schon Sicherheit:
Ein Ausspähen der PIN wird erschwert, weil man sie in den meisten Alltagssituationen (Kontostand checken) nicht benötigt. Und in den wenigen Situation wo man sie eingibt, achtet man dann darauf, dass keiner "über die Schulter" schaut und sie ausspioniert.
Und im Schlaf, oder unter Drogen (nicht zwangsläufig was illegales, Alk ist ja wohl alles andere als ungewöhnlich) kann auch keiner mittels Fingerabdruck ins Handy, dann in die App und eine Zahlungsfreigabe tätigen. (Auch wenn es erst am letzten Punkt scheitert, das Geld bleibt sicher auf dem Konto.)
In dem Punkt könnte DKB noch nachbessern.
Es gibt keine App, jedoch kann man auch chipTAN verwenden.
Chip TAN ist eh das sicherste, weil das Gerät prinzipbedingt nicht online ist und technisch nicht auf dem Weg angegriffen werden kann. Wenn ich annähernd 100k € auf dem (TG) Konto hätte, würde ich das in Erwägung ziehen. Die Kosten hierfür wären in Relation eh nur ein Klacks.
Denke mal irgendeine „TAN-App“aus dem AppStore wird gegen die Bankenrichtlinien sein. Auch so ein „Authentificator“-Einmalcode wird da nicht zulässig sein.
Oder schlichtweg technisch nicht möglich, weil es bankseitig nicht unterstützt wird.
Sind wir doch ganz ehrlich: ein extra TAN-Generator oder ein separates Gerät mit TAN-App sind nur eines: „gefühlte Extrasicherheit“.
Wenn man sich dadurch sicher fühlt und meint ansonsten unvorsichtig verhalten zu können, dann ja, und es wird dadurch im Gesamten sogar unsicherer.
Aber wenn man auf Sicherheit achtet kann es das i-Tüpfelchen an Sicherheit sein, nicht nur gefühlt. Nicht dass man das unbedingt müsste, denn die viel größeren Baustellen sind meist wo anders... ja, da:
Und der große Risikofaktor ist beim Banking wohl zu beinah 100% derjenige der zwischen Bildschirm und Stuhl sitzt.
Statistisch der erfolgreichste Angriffsvektor. Jede Unregelmässigkeit sollte einen da stutzig machen. Bei einigen rutscht es aber durch.
Beispiele:
Wenn man E-Mails bekommt, die einen auffordern auf einen Link zu klicken um bspw. Daten abzugleichen. Meist wird mit Kontosperre gedroht, oder gesagt, dass man es zum entsperren jetzt sofort handeln müsste. (Ich könnte schon etliche Wohnungen nur mit solchen Mails tapezieren, also wenn ich Mail-Ausdrucker wäre.)
Die Bank unaufgefordert anruft um etwas (per Freigabeverfahren) bestätigen zu lassen, wie das Einloggen oder/und Rückzahlungen für fehlerhafte Überweisungen in der App freizugeben, o.ä.