Mal angenommen, man habe eine Drillisch -Karte im 6 Cent-Tarif (hellomobil) und man will zu Galeriamobil wechseln, und da muss man portieren.
Portierungskosten bei Drillisch: 30,72 Euro, das ist deutschlandweit und europaweit ein absoluter Spitzenwert (im negativen Sinne.)
Da kann man leicht ausrechnen, wie lange es dauert bis man diese Kosten amortisiert hat - der folgende Vergleich lässt SMS und Internetnutzung völlig ausser acht, und gerade SMS sind bei Galeriamobil leider teurer:
Man spart pro Gesprächsminute 1 Cent.
Das heisst, es dauert 30,72 Euro / 0,01 Euro = 3072 Minuten, bis man überhaupt erst "Gleichstand" mit Drillisch erzielt hat, bis sich der Wechsel amortisiert hat.
Diese 3072 Gesprächsminuten kosten pro Minute (neu) 5 Cent.
Man muss also erstmal 153,60 Euro mit der neuen Karte vertelefonieren, um die Portierungskosten "hereinzuholen".
Bedenkt man, dass Prepaid-Kunden im Schnitt so ~ 6 Euro pro Monat vertelefonieren, so dauert es 25,6 Monate, also mehr als die mobilfunktypischen 2 Jahre (die z.b. ein Laufzeitvertrag dauert), der typische Zeithorizont der maximal in Betrachtungen einbezogen wird, bis man überhaupt anfängt etwas von der Ersparnis zu spüren.
Ich hoffe es ist mir gelungen, mit diesen Darlegungen gezeigt zu haben, wie wettbewerbserstickend Portierungszölle wirken.