Flat-Rates sind unökologisch und zu Bundespost-Zeiten kosteten in den relevanten Vergleichs-Tarifen 16 Minuten Telefonie 22,77 Pfennig ![]()
Macht 0,7 Cent pro Minute.
Damals wurden die Relais in den Vermittlungsstellen aber noch von Hand von echten, ausgebildeten Fernmeldehandwerkern nachgeölt und die Röhren in den Trägerfrequenz-Fernverstärkern (baumdicke Kabel 7000 Kanäle zwischen je 2 Millionenstädten) alle 100 Stunden von einem Beamtenteam ausgewechselt und nachbeglaubigt ![]()
Dann wurden bleistiftdünne Glasfaserkabel mit wartungsfreien Transistorverstärkern eingeführt, wo 100 000 Kanäle durch 1 Faser gehen. (IDN) Und seit der Besitz eines Mobiltelefons zur Norm erhoben wurde, gibt es vielerorts gar keine Kabel mehr sondern nur noch Richtfunk. Die Luft zwischen den Richtfunkschüsseln kostet nichts.
Wegen der Hunderttausend an die frische Luft gesetzten Mitarbeiter der ehem. Bundespost und der 10000fach höheren Kanalkapazität bei starkem Rationalisierunsfortschritt ist demnach ein Tarif von
0,049 Cent/minute durchaus zu erwarten.
Wenn wir also derzeit im Alltag immer noch hundertfach darüberliegende Tarife pro Minute zahlen, kann das nur daran liegen, dass das Fernmeldewesen nicht zum Vorteil der Bürger fortentwickelt worden ist. Beispielsweise waren Anfang der 90er Jahre zeitweilig die meisten Telefonzellen anrufbar (rückrufbar) mit öffentlich bekanntgegebener Rufnummer; man vermisste weder Telefonkarte noch Handy. Nur um einen Markt für Mobilfunk zu schaffen wurden diese Apparate wieder stillgelegt.
Und da man nach den Zwistigkeiten zwischen Telekom und Drillisch sowie der Telogic-Affäre eine beschleunigte Remonopolisierung befürchten muss (derzeit werden höhere Interconnect-Entgelte gefordert), ist es nur logisch, wenn nach Möglichkeiten gesucht wird, die Kosten zu reduzieren bzw. den Nutzen zu optimieren (wie der Threadtitel sagt.)