Zitat
Original geschrieben von 0151
[OT]
... gewagte These. 
Die Gleichsetzung von ‚Verhalten‘ und ‚Kommunikation‘ ist – selbst nach Watzlawick – allerdings nur dann anzunehmen, wenn es (das Verhalten) von der jeweils anderen Seite auch wahrgenommen werden kann. Und auch nur dann, wenn es eine irgendwie geartete Interaktion – die auch eine Nicht-Aktion sein kann
– bewirkt.
Gleichwohl habe ich im vorliegenden Fall (Telogic) – was unschwer zu erkennen war
– mit ‚Kommunikation‘ (der Entlehnung aus dem lat. communicatio = Mitteilung/Austausch folgend) eher eine Form der Informationsteilhabe gemeint, was außerhalb der Philosophie gemeinhin ja auch unter dem Begriff verstanden werden kann. ^ ^ (http://de.wikipedia.org/wiki/K…ommunikation_als_Teilhabe).
Dennoch: ein Ausflug in die Philosophie ist zuweilen doch durchaus reizend. 
Doch nun: husch husch BTT! 
[/OT]
SCNR
Gruß,
0151
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Hallo, ach, solange bei telogic buchstäblich Sendepause ist, ist es überaus legitim, diese mit Metakommunikation zu diesem Thema anzufüllen... 
Mir fiel auf, dass der Wikipedia - Artikel zu Watzlawick in der Tat das erste Axiom der Kommunikation arg verkürzt darstellt; die Betonung liegt vielleicht darauf, dass, wer 'in Gegenwart' des anderen schweigt, (- und die potentiellen Empfänger richteten ihre frustrierte Kommunikationsbereitschaft von ihren Gesprächspartnern die sie mangels Netz nicht mehr sprechen konnten, um auf den Netzbetreiber selbst -) dadurch immerhin die Aussage transportiert, dass er den andern nicht für würdig erachtet das Wort an ihn zu richten... und diese Aussage ist meiner Empfindung nach tatsächlich transportiert worden. Also eine wie auch immer geartete 'Bewertung' der Kommunikationsnotwendigkeit wurde rübergebracht.
Beachtlich erscheint, dass diese Betrachtung gar nicht so verschieden von deiner ist, die den sozialen Aspekt der Teilhabe betont, welcher mir als Modell zusagt - schliesslich ist in der aktuellen Situation ein Informations-Monopol, das die Kunden explizit ausschliesst (solomo , überaus schmallippig im dortigen Kundenforum: "wir melden uns sobald wir mehr wissen"- um dann doch in der Sache selbst meist zu schweigen), alles andere als wünschenswert und in gewisser Weise antisozial.
Dem Wiki-Link entnahm ich auch mit Gewinn das Begriffspaar "Eindrucks- / Ausdrucksmodell". Dies würde z.b. sehr gut die Vorgehensweise von Simyo beschreiben , nach eigenem Belieben die Präsenz in "sozialen Medien" (TT, facebook , ...) an - und wieder auszuknipsen. Als tine_simyo hier auf TT erschien freuten sich alle weil die neue Kommunikationsbereitschaft als Geschenk empfunden wurde und diese Freude verdeckte, dass die simyo - Präsenz zwar als "Eindrucksmodell" konzipiert war - häufig sprach Tine Sätze wie "Wir hören uns das an und geben es gerne weiter" - , es jedoch nur supplementär zur Ausdrucks-Schiene der Marketing-Maschinerie fungieren sollte, was später deutlich wurde da es im Gegensatz zu dieser (nachdem man anscheinend vom Feedback genug hatte) abgeknipst werden konnte. Die TT - User als Gesamtheit sind "immer hier" - simyo dagegen wählte, ob es kommunizieren will oder ob es durch Abwesenheit die Verweigerung der Kommunikation kommuniziert. Ok, das muss reichen 
[small]EDIT: ich habe Watzlawick nur zitiert, weil es hier gut 'grooved' - ansonsten befand ich die Gleichsetzung von Verhalten mit Kommunikation nach der ersten Benommenheit einen totalitären Argumentationstrick, mit dem er sein Modell vorausschauend unkaputtbar machte bzw. gegen Kritik wappnete... aber wie gesagt, auf einen groben Klotz (Telogic) gehörte hier ein grober Keil *g* [/small]