thomasGr: Ein interessanter Link, danke!
Dort wiederum mit einem kritischen Begleittext verlinkt ein Video, das Kim Schmitz Lebensstil dokumentieren soll (natürlich nur die Highlights).
Eins fällt mir auf, bei all den Szenen wo K.S. weiss oder merkt dass er fotografiert wird:
er weist überdeutlich mit unübersehbar-demonstrativer Gebärde auf die schöne Frau hin die neben ihm im Bild ist,
er reisst fasziniert die Augen auf wenn er auf das dicke stück Rindfleisch vor ihm auf dem Eßteller blickt,
er reisst den Daumen nach oben wenn er aus dem Privatflugzeug steigt,
er reisst begeistert die Hände nach oben wenn er neben vergoldeten Wasserhähnen in Badeschaum versinkt, der dicht genug ist um drei Personen zu waschen,
kurzum, stets kommuniziert er mit dem Betrachter, scheint zu sagen: "schau her, was ich alles geschafft habe! Ich ganz allein, ich entspreche zwar keinem herkömmlichen Schönheitsideal, aber ich habe dafür eine Menge praktischer Intelligenz und habe es zu etwas gebracht, trotz all der Hänseleien."
Wikipedia und viele um vordergründige "Objektivität" bemühte Berichte tun zwar so, als würden sie seine (heutzutage als ungesund verfemte) Leibesfülle und sein als unterschwellig als kindisch empfundenes "Getue" nicht beachten, aber in so manchen gehässigen Artikeln kommt es eben doch raus, dass man ihn für einen Parvenü, einen Emporkömmling hält. Es wäre mal interessant wie Berichterstattung ausfiele, wenn die Redaktoren sich das mal bewusst machen wie sehr sie unbewusst nach Äusserlichkeiten gehen und das auf die Objektivität der restlichen Berichterstattung abfärbt.
Wie andere "Dicke " auch wird K.S. bei vielen dem modernen Klischee untergeordnet, er sei:
- hemmungslos
- ein Sklave seiner Eß-Lüste (und vielleicht noch anderer),also mithin nicht "autonom", nicht selbstbeherrscht-diszipliniert (was teilweise auch als "cool" definiert wird.)
- moralisch unzuverlässig, da er sich eventuell die Zuwendung von weiblichen (foto)Models nur mit seinem immensen Reichtum erkauft.
Noch ärgerlicher für die postmodernen Disziplinapostel ist, dass er alle diese Klischees für sich zu vereinnahmen und zu toppen scheint und dabei auch noch Freude signalisiert.
Dabei ist es doch in dem oben mitverlinkten
Youtube-Video "A tribute to Kim Schmitz" und in weiteren Videos interessant zu sehen:
- wie er lacht,
- ohne große Hemmung albern ist,
- unentwegt kichert wenn er im Begriff ist gerade einen sakralisierten Golfplatz zu entweihen
- auf vielen Fotos den Mund weit offen hat, um Freude oder Erstaunen zu signalisieren,
... also eigentlich ein recht emotionaler Mensch! und genau das scheint manche anzustecken! es ist nicht allein die Lebensfreude und das manchmal infantile Herumzeigen derselben, sondern dass er es überhaupt zuwege bringt, wo manch andere Superreiche einen vergleichsweise verkniffenen gußeisernen Eindruck hinterlassen. Die totgeschossenen Enten nehme ich ihm allerdings persönlich übel 