Beiträge von iStephan

    Zitat

    Original geschrieben von drueckerdruecker
    "For you. Vor Ort."


    Seltsam: Obwohl mir sowohl die eigene Sprache am Herzen liegt, obwohl sich mein Englisch auch im ausschließlichen Einsatz immer reibungsfrei bewährt hat, obwohl ich englische Floskeln vermeide , trotzdem kann ich auch als genereller Nichtdrogeriebesucher dem Schleckerspruch eher Symphatie als Aversion entgegenbringen. Er spielt mit Sprachen, der englischsprachige Teil ist für praktisch jeden verständlich, er reimt sich, er stimmt und mit der Filialenvielzahl trifft er sogar den Schleckerkern. Beim Selberschreiben würde sicher der ein oder andere "For" und "Vor" entweder verwechseln oder nur eins von beiden benutzen. Aber wer schreibt heutzutage denn überhaupt noch, zumal ohne abzuschreiben? <-;<


    Über den früheren Umgang der Unternehmensführung mit seinen Ladenangestellten gibt's wohl nicht gutes darüber hinaus zu berichten, daß überhaupt so viele Menschen dort Arbeit fanden. Daß der Unternehmensgründer über ein Vermögen von ungefähr 2 Milliarden Euro verfügt und gleichzeitig die Firma sich nun in der Insolvenz befindet sind ja zwei verschiedene Baustellen. Auf den ersten Blick könnte man vielleicht verlangen, daß er sein Privatvermögen in die insolvente Firma einbringt. Aber das wäre eine moralische, aber durch nichts anderes zu rechtfertigende Forderung.


    Hallo,


    zu der Verwirrung um die Rechtsform ist zu sagen, dass nicht mal die Gewerkschaft die gerade in die Bücher geschaut hat, durchzublicken scheint. Eine Insolvenz kann ein e.K. nur anmelden, wenn auch sein Privatvermögen nicht flüssig ist. Es gibt meines Wissens im Insolvenzfall keine Unterscheidung zwischen Privatvermögen und Firmenvermögen, auch wenn im praktischen Leben 'Privat'- und Firmenkonten getrennt gehandhabt werden und für den Privatkonsum des Eigentümers Privatentnahmen verbucht werden.
    Das ist die letzten Jahrzehnte dermaßen unüblich geworden dass es sich die meisten kaum noch vorstellen können (zumal bei einem Handelsbetrieb dieser gigantischen Größenordnung) und doch ist es so. Um es noch klarer zu sagen:


    Beim Einzelkaufmann gibt es nur sein Gesamtvermögen. Durchaus vorstellbar, dass die 1,6 Milliarden auf die er taxiert wurde, (fast) nur in Form von Warenbeständen existieren. Das ist bei Mittelständlern gar nicht so unüblich, dass deren Gesamtvermögen "die Firma" ist und eben nicht ein fettes Bankkonto (melden die Zeitungen nicht immer wieder dass er auch kein Fremdkapital hat?)


    Von der Insolvenz ist Schlecker Homeshopping GmbH und Schlecker XL (die "neuen" Märkte bei denen es Wirbel um die Dumpinglöhne gab) mitbetroffen weil die in die Konzernbilanz mit dem Einzelkaufmann einbezogen sind. Ich vermute, dass die Insolvenz des e.K. auf diese Firmen voll durchschlagen kann, weil die Gläubiger des e.K. in dessen gesamtes Vermögen vollstrecken können.


    Aber... Wie sind die Macht-Verhältnisse im Falle dass die Gläubiger der Planinsolvenz nicht zustimmen?


    Wer sind die Gläubiger:
    - Mitarbeiter: bekommen ab jetzt das Geld von der BA
    - Vermieter: haben langfristige Verträge geschlossen und erwarten dass die bedient werden
    - Markant Einkaufsgemeinschaft: diese hat die Ware auf Ziel verkauft und A.S. schuldet denen bereits einen dreistelligen Millionenbetrag.
    Welche Werte sind da?
    - Regale in den Filialen - alter Plunder, bringt pro Filiale maximal 100 Euro, wenn überhaupt.
    - Leuchtstofflampen an der Decke: gehören dem Vermieter.
    - Ware in den Regalen. Wenn Schlecker regulär in Konkurs geht, ist von "jetzt auf gleich" zwar Ware in Millionenhöhe vorhanden, aber verzettelt und verteilt auf > 7000 Filialen.


    Markant als grösster (einziger?) Gläubiger müsste Personal (mindestens eine Kassiererin) in 7000 Filialen schicken um diese Ware zu verwerten. Die Ware einzusammeln, würde einen Logistikdienstleister erfordern - und diesen zu beauftragen wäre mangels Liquidität unmöglich!


    Denn: dem Einzelkaufmann Anton Schlecker - das Wort "alter Fuchs" gebrauche ich hier voller Respekt - gehört kein einziger Lkw - die Lastzüge die zu den 22 Logistikzentren fahren, gehören der rechtlich selbständigen Logistikfirma, ebenso wie vermutlich die Grundstücke der Logistikzentren. Und diese Logistikfirma , dieses Filetstück (um in der Metzgersprache des Gründers zu bleiben) , dieses Rückgrat gehört den Kindern Meike und Lars Schlecker und die sind offenbar nicht insolvent und selbst wenn, wäre es eine GmbH ohne Auswirkung auf deren Privatvermögen :)


    Diese "Insiderinfo" habe ich wenn ichs recht erinnere aus dem Managermagazin Januar 2011, ist also gar keine Insiderinfo :)


    Und nun bedenke man folgendes:
    Im Falle eines ungeplanten überstürzten Konkurses verbrennen die geschätzten 100 Millionen Aussenstände bei Markant sofort und unwiderruflich und die aktuelle Rate von 20..30 Millionen Euro wegen denen die aktuelle Lage entstanden ist, sind vermutlich uneinbringlich. Denn die Gläubiger müssten die Ware in allen 7000 Einzelfilialen vor Ort vier Wochen lang mindestens 8 Stunden am Tag zum "Ausverkauf" bereithalten - das aber kann niemand billiger als Schlecker mit seinem eingelernten konkurrenzlos billigen Stammpersonal.


    Es wird also bei Markant viele Tränen geben wegen der aktuellen Situation. Ein Lehrer in der Schule sagte mir mal: "Wenn du 10000 Mark bei der Bank schulden hast , hat dich die Bank in der Hand. Wenn du zehn Millionen Mark Schulden hast, dann hast du die Bank in der Hand!"


    Genauso hat Schlecker seine Lieferanten in der Hand. Werte sind ausser der z.t. verderblichen Ware (Lebensmittel) nicht vorhanden und verwertbar im Rahmen einer Versteigerung ist die Ware ebenfalls nicht wirtschaftlich. Möglicherweise würde ein Konkurs mangels Masse sogar abgelehnt.


    Ich habe mal bei einem Papiergroßhandel erlebt, ich wollte einkaufen und sah schon auf dem Parkplatz dass etwas anders war als sonst. Die dort versteigerten Bürodrehstühle, Tische, Bänke, Zurichtetische o.ä. waren zwar an sich werthaltig, aber die Erlöse aus Sicht der Gläubiger dürften mickrig gewesen sein.

    Ich habe yukoono bewusst in Frageform in den Ring geworfen.
    Denn in diesem Thread gehts um smobil (Prepaid.)


    (Tangens, D3, D-Plus , ThePhoneHouse etc. sind ja mal eher untypisch um hier als Vergleich herzuhalten).


    BTT, please :o


    Vodafone hat sich von anfang an sehr zurückgehalten mit Discountern. Der große Coup beim Discounter-wegboxen war dann die Auflösung von allmobility. Seitdem ist Ruhe im Karton alias D2-Netz, wenn man von so lästig piesackenden Wettbewerbern wie Drillisch und Freenet absieht (die obendrein untereinander verbandelt sind.)


    Als einziger Präzedenzfall fällt mir Spreefone ein, und interessant ist, wie radikal hier der Stecker gezogen wurde. Migration von Moconta zu Allmobil war zwar möglich, aber keine Portierung (eine Art Strafmaßnahme dafür dass man dem Netzbetreiber "untreu" war?)

    Zitat

    Original geschrieben von saintsimon
    Aber ja. Vor allem bei den Postpaid-Kunden verblichener Provider.


    Spielst du auf yukoono an?


    Zitat

    Bei den Prepaids weiß ich es nicht mehr so genau,


    Tja, da wären paar Beispiele nicht schlecht! :)
    Bekanntgeworden ist eigentlich nur ThePhoneHouse Callya.(? insofern schlechtes Beispiel als die Tarife ohnehin Callya hiessen und tariflich (fast, bis auf Portierungsentgelt) identisch waren.)
    Bis auf weiteres gehe ich sonst davon aus, es gibt keine weiteren.


    Zumindest keine komplizierteren Fälle wo Vodafone nicht schon vor dem Ende des "Vermarktungspartners" (oder wie man das nennt) selbst Vertragspartner gewesen wäre.


    EDIT: Laut Unternehmensregister gibt es ausser A. Schlecker e.K. noch ca. 20 GmbH's, darunter auch eine Grundstücksverwaltungs-GmbH, die aber zumindest 2009 noch alle zu einer Konzernbilanz des Einzelkaufmanns zusammengefasst wurden. Es ist etwas rätselhaft: Aber kann das sein, dass jemand in die Insolvenz geht und die Gewerkschaft ihn auffordert "sein Privatvermögen" einzusetzen? Denn solange auf dem Privatkonto hinreichend Liquidität da ist, ist er ja nicht insolvent als Einzelkaufmann .... und ist er insolvent, lebt er die nächsten Jahre an der Pfändungsgrenze. Das wäre ja mal fast ein Novum.


    Jede kleine (ok, grössere) Handy-Klitsche wäre gern GmbH, um sich bei schwerem Wetter leichter vom Acker zu machen - und jemand der rund 300 Millionen € in Grundstücke investiert hat die auch in einer Grundstücksverwaltungs-GmbH stecken dürften (HRB 490256, AG Ulm), soll persönlich für alles haften? Das wäre ja selbst für deutsche Verhältnisse heroisch und selbstlos ....

    Glaube ich auch.
    Denn:
    die Telecom-Kompetenz ist bei Schlecker nicht zuhause.


    Jahrzehntelang waren die Verkäuferinnen vermehrt Opfer von Raubüberfällen weil die Filialen überhaupt kein Telefon hatten.


    Heute guckte ich ins Telefonbuch und siehe da, ein Dutzend Schlecker-Filialen stehen zwar mit Adresse (Strasse und Hausnummer) drin, aber - - - ohne das wichtigste, die Telefonnummer!! :apaul: :gpaul: :gpaul: :gpaul: :gpaul: :gpaul: :gpaul: :gpaul: :gpaul:


    Frage: können Krethi&Plethi, also auch ich, auch so einen "Telefon"bucheintrag bekommen? Wenn ich beim Telefonbuchverlag anrufe und sage:


    "Ich habe zwar kein Telefon, möchte aber dass die kommunikationswilligen Anrufer meine Telegrammadresse für den berittenen Boten in Erfahrung bringen können", werden die mir den Vogel zeigen, oder mich so gut behandeln wie den Billig-Rambo Schlecker?

    1. ist der Insolvenzantrag noch gar nicht beim zuständigen Gericht eingegangen
    2. stand es in der Lebensmittelzeitung und von da ist es in die grossen Tageszeitungen gelangt
    3. wird sich frühestens die nächsten Tage erst etwas abzeichnen; morgen ist Sonntag
    4. wird sich das Unternehmen mindestens noch 3 Monate hinschleppen
    5. wird o2 mit Schlecker Prepaid "kurzen Prozess" machen und auf irgendeinen 0815-Tarif umstellen (Tchibo?) der direkt im Hause o2 realisiert ist (also z.b. nicht Fonic)


    Gab es überhaupt jemals einen Präzedenzfall im D2-Netz, dass Vodafone einen Tarif eines Vermarktungspartners direkt übernommen hätte?

    Zitat

    Original geschrieben von 08a_a
    Was mich wundert ist, wie Kim S. die ganzen Konten auf diese eigenartigen Namen eröffnen konnte.


    In D muß man sich ja für ein Konto immer legitimieren. Und hat er seinen Namen amtlich geändert oder nannte er sich nur immer anders?
    ...


    In Großbritannien ist es relativ einfach möglich den Namen zu ändern. Dort gibt es meines Wissens keinen Personalausweis und wo nötig weist man die Identität mit der Stromrechnung o.ä. nach.


    Es gibt glaube ich sogar einen Thread hier auf TT zu diesem Thema. :)


    Die Idee, den Nachnamen in einen Internetbegriff zu ändern, hatte Kim S. aber vermutlich nicht selber, sondern eventuell bei diesem Herrn der das schon in 2001 vorgemacht hat, entlehnt.


    Ob die ganzen anderen Namen wie Dr. Kimble und Kim Tim Jim 'Brim Borium' ... etc., offiziell in Verwendung waren kann man schlecht sagen und ob diese Namensänderungen in D in den Pass eingetragen wurden, darüber kann man höchstens spekulieren; wie das gewesen sein könnte, dürfte ebenfalls in einem TT-Thread stehen. Dass er Wert darauf gelegt hätte, scheint nicht ersichtlich da er D den Rücken gekehrt hatte. (Hongkong)