Rein sprachlich halte ich den Begriff für kritikwürdig.
Denn die "Anpassung" kennzeichnet einen Vorgang entlang der Zeitachse, es gibt ein Vorher und ein Nachher. Beim Vorher ist der Preis anscheinend "nicht angepasst" und nachher passt er besser, oder optimal. Fragt sich nur, zu was!
Er passt zu den Umständen?
Dem Marktumfeld?
Der Kostensituation auf den Faktormärkten?
Statt als einseitiger Willkürakt soll die "Massnahme" besser als notwendiger Sachzwang wahrgenommen werden.
Man könnte auch vermuten, dass nach der Preis-"Anpassung" der Preis zu einem veränderten, also z.B. verbesserten Leistungspaket besser "passt". In "Anpassung" steckt auch "passen", was eine zweite Bedeutungsebene eröffnet. Zugleich also wird dem Konsumenten untergejubelt, der neue Preis "passe" (zu) ihm, er habe gefälligst mit dem neuen Endzustand einverstanden zu sein.
Sprache, zumal Gebrauchssprache, sollte konkret sein. Hier ist sie es nicht, im Gegenteil, die "Anpassung" ist bewusst zweideutig in der Schwebe gehalten, sie kann ja theoretisch sowohl nach oben als auch nach unten vollzogen (angepasst) werden.
Preisänderung ist neutraler, hat ebenfalls den beschönigenden Zungenschlag, aber sie behauptet wenigstens nicht, dass das Resultat irgendwie besser passt - das Wort ließe wenigstens offen, ob die Änderung dem Konsumenten schlechter oder besser passt bzw. schmeckt. Sie regiert ihm nicht so übel in seine subjektive Bewertung hinein.