Wegen der zyklischen Wiederverwendung von Frequenzen und evtl. erforderlicher Schutzabstände ist vorstellbar, dass man mit deutlich weniger Frequenzen auskommt, wenn z.b. die großen Städte komplett ausgespart würden und LTE nur zur Bedarfsdeckung auf dem Land verwendet würde.
vgl. Vierfarbenproblem
Die größte Kosteneinsparung ergäbe sich aber tatsächlich weniger bei den Freqzenzen als durch drastische Verminderung von Senderstandorten:
- niedrige Frequenz für große Reichweite -> gute Abdeckung mit kleiner Senderzahl
- Beschränkung auf dünnbesiedelte ländliche Gebiete --> häufig wiederkehrende räumlich verschachtelte Wiederverwendung der selben Frequenzen möglich -> ökonomischer Einsatz der Mittel
In den großen Städten hat man: viele offene WLANs und Hotspots und Telekom-Hotspots und FON_Netzwerke; WiMax und WiFi, UMTS, EDGE, Kabel-Internet über Fernsehkabel von KabelDeutschland u.ä., CityCarrier-Glasfasernetzwerke von Energieunternehmen und Stadtwerken; Stadtschnellbahnen und U-Bahnen mit Zusatzversorgung in den Tunnelstrecken; Bitstreamversorgung; M-Net und weitere Telekom-DSL-Konkurrenten; Sky-DSL; lebhaften Wettbewerb;
Auf dem Land in ehem. Zonenrand- und in strukturschwachen Gebieten hatte man und hat tlw. immer noch:
- zwar überall POTS-Telefonleitungen, aber wegen verstecktem Mangel an Leitungen Vorfeld-Konzentratoren wo über 4 Adern 12 Anschlüsse laufen und keine Mischnutzung mit DSL möglich ist;
- zwar Glasfaserleitungen hübsch anzuschauen, aber leider OPAL und zu nichts kompatibel ausser 56k- Modem;
- Überalterung und Mangel an Gleichaltrigen/-gesinnten, so dass der einzige Power-User im Dorf die Kosten für seine Sky-DSL-Anlage mit 1,2 Meter-Schüssel allein stemmen muss und mit niemand teilen kann;
- WiMax-Anbieter mit Gebietsmonopol und abschreckender Preispolitik;
- DSL nur in Magermilchvariante am Ende der Reichweite oder gar nicht;
- "lustige" Regio-Zuschläge nach dem Motto: "wer eh schon benachteiligt ist, der darf auch noch draufzahlen";
- wo die Telekom keines hat, haben die Konkurrenten erst recht keins;
- wenn es schon kein DSL gibt, gibt es komischerweise auch kein Kabelfernsehen und folglich auch kein Kabel-Internet;
- stillgelegte Bahnstrecken und in den dort nicht mehr verkehrenden Zügen natürlich erst recht kein WLAN .... :apaul:
etwas zugespitzt und übertrieben, aber das Grundprinzip ist schon in der Bibel kritisiert worden:
"Wer hat, dem wird gegeben". Eine vernünftige Ausbaupolitik wird als allererstes dieses Prinzip durchbrechen!