Es ist wirklich ernüchternd zu sehen, was alles gleichzeitig funktionieren muss, damit diese Anschlüsse gebaut werden können, und dann kommt der unkundige Kunde und lehnt das einfach ab. Die glauben wirklich, die Unternehmen müssen ihnen echt mal ein besseres Angebot machen. Auch hier wieder: Das Problem ist die Kommunikation des Unternehmens, nicht etwa die Trottel, die sich dagegen entscheiden. Die Städte können sich schon mal Geld auf die Seite legen (haha), damit sie der Telekom ihren Tiefbau bezahlen können, wenn die Konkurrenz absehbar ihren Ausbau für beendet erklärt. Anscheinend haben alle vergessen, wie das war, als VDSL nicht in der Fläche ausgebaut wurde, weil es keine Konkurrenz und damit auch keinen Grund dafür gab. Stadt=VDSL, Land=3Mbit/s mit Glück.
Ich denke es ist nicht sonderlich fair (und sachlich schon gar nicht), Bürger, die sich persönlich gegen einen Glasfaseranschluss entschieden haben, deswegen als Trottel zu verunglimpfen.
Es gibt schon heute viele Verbraucher, die gar keinen Festnetzanschluss mehr haben. Wieso sollen sie dann plötzlich Glasfaser wollen?
Ich denke nicht dass die Mehrheit derjenigen, die keinen Vertrag für einen FTTH-Anschluss abgeschlossen haben, davon ausgehen, dass "die Unternehmen" ihnen später ein besseres Angebot machen würden.
Und wieso sollen die Städte der Telekom den Tiefbau bezahlen?
VDSL mit FTTC wurde in Deutschland, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, durchaus auch auf dem Land ausgebaut, nicht überall, aber in vielen Gegenden. Die Verfügbarkeitszahlen dazu habe ich hier erst vor ein paar Tagen genannt. 89% aller Haushalte in Deutschland, vermutlich sogar etwas mehr (da DSL50 idR. auch FTTC erfordert), können VDSL mit FTTC von der Telekom bekommen.