Beiträge von geos


    Du hast geschrieben dass es "Geldauszahlungen" nur noch bis 13 Uhr am Schalter gibt und die Filliale länger geöffnet hat. Hast Du diese Info nur gelesen oder tatsächlich mal erlebt? Ich würde wetten dass es nicht nur um Ein- und Auszahlungen geht, sondern dass der Service-Schalter schlichtweg um diese Zeit zu macht und Du dort auch keinen anderen Service mehr bekommst. Die Berater = Verkäufer in ihren Zimmern sind trotzdem da bzw. die Mitarbeiter vom Schalter machen das nach 13 Uhr.


    Ja, ich habe es selbst erlebt, und ich verstehe, dass es so skurril ist, dass man es hier vielleicht nochmal explizit erläutern muss: derselbe Mitarbeiter am selben Tresen (First Line Kundenkontakt für Kunden, die die Filiale besuchen, wo wie beschrieben schon lange sowieso physisch kein Geld mehr händisch ausbezahlt wird) in der selben Filiale sagt, wenn man nach 13 Uhr mit einem Auszahlungswunsch an ihn herantritt, "oh, das tut mir leid; da hätten Sie vor 13 Uhr kommen müssen. Leider kann ich jetzt keine Auszahlung veranlassen. Das Programm dazu kann ich jetzt leider nicht verwenden. Das hat der Vorstand so beschlossen."
    Die obige Wette wäre verloren; es macht kein Schalter zu. Die besagte Filiale hat übrigens bis 18 Uhr geöffnet, aber egal welche Filiale, Barauszahlungen gehen nur bis 13 Uhr.
    So, und nun frage ich mich, was man damit spart, wenn man den Abschluss (was auch immer sich dahinter an Arbeit verbergen muss) von der Filialschließzeit auf 13 Uhr vorzieht.
    Wenn die Auszahlungen beispielsweise auf manche Filialen beschränkt würden, dann ergäbe sich vielleicht eine Kosteneinsparung, aber so???

    Manche Vorstände von Sparkassen und VR-Banken meinen immer noch, dass sie der Nabel der (Banken-)Welt und die "Guten" sind, die für den "kleinen" Sparer da sind.:(
    Gerne kommen diese Vorstände in die örtliche Tageszeitung, nachdem sie sich gegenseitig auf die Schultern geklopft haben und einem Verein oder einem Kindergarten ein paar tausend Euro gespendet haben. Wer zahlt das alles? Richtig, der treudoofe Kunde mit seinen Kontoführungsentgelten.:eek:


    Zitat von der Eingangsseite des Internetauftritts der Berliner Sparkasse: "Gut für Berlin. Seit 1818". gefolgt von "200 Jahre gut für Berlin. Engagement für unsere Stadt und Deinen Kiez."

    Das Skurrile am Fall der Berliner Volksbank ist ja, dass die Mitarbeiter am Tresen durchaus vorhanden sind (und die Filiale geöffnet, die Automaten und IT-Systeme am Laufen). Warum initiieren sie vor 13 Uhr eine Auszahlung, nach 13 Uhr aber nicht mehr (durchgeführt werden sie eh vom Automaten)? Ich frage mich schlicht, was damit gespart werden soll? Was bringt es, den Abschluss bereits um 13 Uhr zu machen? Wenn dieser Prozess so aufwendig sein sollte (ist er aufwendiger, wenn er erst bei Filialschließung gemacht wird?), sollte man hier mit einer Prozessoptimierung ansetzen.
    Das ganze mutet für mich so an als würde das Aldi-Management beschließen, Bananen nur noch zwischen 10 und 13 Uhr zu verkaufen.

    Hier mal zur Abwechslung was zum Thema "Banken mit schlechten Angeboten", das geradezu skurril anmutet. Die Berliner Volksbank realisiert schon seit Jahren Bargeldauszahlungen in ihren Filialen dergestalt, dass der Kunde vom Mitarbeiter am Tresen nicht etwa das Bargeld, sondern eine Plastikkarte erhält, mit der er an einem der nebenstehenden Automaten das Geld ausbezahlt bekommt. Fraglos eine sinnvolle Lösung im Sinne der Hygiene, Sicherheit und Effizienz.
    Umso erstaunlicher ist es, dass die Berliner Volksbank (genauer "der Vorstand", wie die Mitarbeiter betonen) beschlossen hat, Geldauszahlungen nur noch zwischen 10 und 13 Uhr werktags zu ermöglichen, selbst wenn die Filiale auch nachmittags geöffnet und besetzt ist (und die Automaten natürlich auch in Betrieb sind). Eine Nachfrage bei der Kundenhotline ergab schließlich, dass für die Ausgabe der Auszahlungskarten ein spezielles Programm verwendet werden muss und dass dafür ein täglicher Abschluss gemacht werden müsse. Die Mitarbeiter (Spezialisten???), die dies machen, sollten es nun stets bereits um 13 Uhr tun, damit sich am Nachmittag für andere Aufgaben zur Verfügung stünden. So zumindest letztlich die Erklärung des freundlichen Hotline-Mitarbeiters, der die Verwunderung über diese Regelung durchaus nachvollziehen konnte.
    Das sind so Dinge, bei denen man denkt: WTF??? Sieht so 2018 betriebliche Effizienzsteigerung aus? Die allermeisten Kunden zahlen für Bargeldbezug an Schalter übrigens extra, oder sie haben zumindest ein teureres Kontomodell, um keinen Aufpreis für die einzelne Auszahlung bezahlen zu müssen.