Beiträge von telcafe

    Zitat

    Original geschrieben von LarBo
    Der Herr von der Hotline meinte ja auch, dass man den vertrag später umschreiben lassen kann. Ich werde einfach nach einem Jahr problemloser Vertragsführung die Umschreibung beantragen und sehen, was geschieht.


    Soweit ich weiß, findet bei einem Nutzerwechsel auch eine Prüfung statt.
    Vielleicht ist Deine Bewertung dann aber bei den Auskunftsunternehmen besser.

    Nach meinem Verständnis hat es sowohl mit dem deutschen, als auch dem europäischen Mobilfunkmarkt zu tun.


    Und in juristischen Belangen gibt es überall Hierarchien, die ineinander greifen (müssen).
    In diesem Fall steht das europäische Recht einfach über dem deutschen Recht, weil es hier um Unternehmen geht, die im selben Markt agieren und über 20% Marktanteil haben. Es findet also nichts anderes als eine Rechtsanwendung statt.


    Bei Wikipedia zum Thema "Zusammenschlusskontrolle" kommt mir das recht verständlich vor. :)


    Leider ist das alles wieder recht komplex und ein Thema für entsprechende Fachanwälte. :D



    Edit:
    Und noch die Pressemitteilung der EU vom 20.12.2013:
    Fusionskontrolle: Kommission eröffnet eingehende Untersuchung zur Übernahme von E-Plus durch Telefónica Deutschland.

    Zitat

    Original geschrieben von handyman1981
    Die Preisanpassungen konnte man ja unmittelbar ersehen und die Reaktionen der Wutbürger waren auch nicht unbegründet. ;)
    Aber sei's drum;hoffentlich bleiben uns einige % erspart,zumal die Preise in Deutschland im europäischen Vergleich ziemlich hoch angesiedelt sind.


    Es war allerdings auch kein Geheimnis, dass die Mobilfunk-Nebenleistungen steigen werden, nachdem die deutlichen Umsatzrückgänge im Raum standen. :D



    Edit:
    Zur Preisentwicklung äußert sich auch ein Konkurrent, siehe auch Teltarif-Artikel: congstar-Chef zu Fusion von o2/E+: "Es ist noch Luft in den Preisen":
    ... "Martin Knauer, Chef des Telekom-Discounters Congstar, ist davon überzeugt, dass ein Zusammenschluss der beiden Anbieter keinesfalls den Druck von den Preisen nehmen wird."

    Und selbst den Aussagen der Tagespresse würde ich kritisch gegenüber stehen, da heute so viel wie noch nie von zentralen Quellen ungeprüft abgeschrieben wird...

    Zitat

    Original geschrieben von migolf
    Dein Artikel macht mir Angst!


    migolf


    Das geht mir anders. :D


    Wir sollten nicht vergessen, dass es bei dem Fusions-Deal natürlich auch ums Pokern geht. Sprich um Politik bzw. Unternehmenspolitik.
    Dass infolgedessen, wie z.B. bei der Rentendiskussion, gezielt mit dem Aufbau von Ängsten gearbeitet / gespielt wird, sollte aus meiner Sicht kaum verwundern.


    Vor allem werden die beiden großen Player Telekom und Vodafone natürlich auf allen denkbaren Wegen versuchen, die wachsende Konkurrenz möglichst schon im Vorfeld so weit wie möglich zu beschneiden (und ihr Steine in den Weg legen). Dazu lässt sich eine Angstkampagne immer gut nutzen, um die Stimmung anzuheizen und ein Gut oder Böse des Sachverhaltes zu inszenieren.


    Bei den deutschen Stimmen würde ich vorwiegend eine Tendenz zur positiven Haltung der Deutschen Telekom gegenüber sehen. Bei dem ausländischen Fusionsunternehmen hingegen, bestehen die Verflechtungen konsequenterweise eher im spanischen Umfeld. Hier spielen sich, aus meiner Sicht, die Interessenkonflikte ab, die wir vermutlich teilweise nur erahnen können.


    Da passt es natürlich, zum Ende über die Fusionsentscheidung, mal wieder gut in die Zeit, eine objektiv brisante Angelegenheit zu präsentieren: Den Telefónica-Aktienbesitz des EU-Wettbewerbskommissars Joaquín Almunia, mit 133 Anteilen (Wert im August 2013 sehr überschaubare [!] 1335,98 Euro).




    Abschließend noch der Hinweis auf die heutige Veröffentlichung des Gutachtens, das Telefónica Deutschland bei der Bundesnetzagentur mit der letzten Stellungnahme eingereicht hat, siehe unter "Telefonica Anlage.pdf":


    Stellungnahmen zum Entscheidungsentwurf (zip, 6 MB) (Aktualisiert am 27.06.2014).

    Zitat

    Original geschrieben von awie86
    Weltuntergang nicht. Aber besser wird es hinterher mobilfunktechnisch für die kunden bestimmt nicht.


    Die bessere Netzabdeckung wird sicherlich niemanden stören. :D


    Und nach meiner Theorie werden die Preise nicht groß - oder gar nicht - ansteigen.
    Wir werden sehen...

    Zitat

    Original geschrieben von mowoes
    Wenn man das hier so alles liest kommt die Fusion irgendwie ein Weltuntergang für manche gleich.


    Zum Glück gibt es ja auch andere Positionen. :)

    Es gibt auch schon Aussagen in dem vor kurzem veröffentlichten Entscheidungsentwurf der BNetzA (PDF):



    Punkt 208:


    "Im Rahmen der schriftlichen und mündlichen Anhörungen hält Telefónica eine
    Migrationszeit im Bereich 900/1800 MHz von ca. 2,5 Jahren für erforderlich.
    Die
    Frequenzen würden bis Ende 2016 benötigt, da ansonsten mit Qualitätseinbußen für die
    Kunden des fusionierten Unternehmens zu rechnen sei. Mit mehr als 40.000 Standorten
    handele es sich um die größte Netzkonsolidierung im Mobilfunkbereich in Europa."



    Punkt 209:


    "Die Kammer ist jedoch der Auffassung, dass eine Räumung von Frequenzen bis zum
    31. Dezember 2015 möglich ist."



    Punkt 264:


    "... Die Kammer hat bei ihren Erwägungen die Tatsache zugrunde gelegt, dass die Telefónica langjährig ein National Roaming mit dem Mobilfunknetz der Telekom genutzt hat, um die Reichweite und Qualität seines GSM-Mobilfunknetzes zu verbessern.
    Daher verfügt das Fusionsunternehmen über die Fachkunde, um National Roaming schnellstmöglich zu verwirklichen.
    Hinzu kommt, dass es sich bei dem National Roaming der beiden Fusionsunternehmen um eine konzerninterne Maßnahme handelt. Die Fusionsunternehmen können größtmögliche Beschleunigungspotenziale zur Räumung eines Teils ihrer Frequenzen in den Bereichen 900/1800 MHz nutzen. Es ist daher nicht ersichtlich, dass mit Blick auf die Wahrung der Verbraucherinteressen ein Hinausschieben der Rückgabe über den 31. Dezember 2015 erforderlich ist."