Zitat
Original geschrieben von Skorpion75
Hätte die Gesellschaft, also das Volk, darüber entscheiden können, gäbe es keine GEZ-Gebühren.
Dann gäbe es auch keine Einkommensteuer, keine Mineralöl-, Tabak- und Mehrwertsteuer, keine Geldbußen für Falschparken und Rasen, keine Grundlagenforschung, keine Flüchtlingsaufnahme, keine Subventionen und keine Diätenerhöhung. Ach, das alles würde doch nicht ratzfatz abgeschafft, weil die Menschen mit dem Staat im großen und ganzen doch zufrieden sind, weder mehrheitlich dagegen opponieren, noch umstürzlerische, sondern flächendeckend staatstragende Parteien wählen? Und nun rate mal, warum die breite Mehrheit weder der alten GEZ ausgewichen ist, obwohl das superleicht möglich war, noch den jetzigen Beitragsservice bekämpft, obwohl es ja etliche Initiativen gibt, denen man sich nur noch anschließen müsste? Die breite Mehrheit und auch die meisten von uns wissen oder ahnen durchaus, was wir an unserem Rundfunksystem haben - besonders, da man heutzutage ja viel besser weiß und sieht, wie es in anderen Ländern läuft mit Nichtvermittlung und Manipulation von Information.
Ja, ungerecht ist das schon, daß die Friseurin genauso viel beisteuern muss wie der Daxvorstand. Wenn man wegen der medialen Neutralität keine direkte Staatsfinanzierung will, dann spräche doch nichts dagegen, daß ein prozentualer Aufschlag auf die Einkommensteuer erhoben und abgeführt wird, ähnlich der Kirchensteuer. Aber es ist eine Illusion, daß die Bevölkerung etwas grundsätzliches gegen unser Rundfunksystem und seine Finanzierung hat. Man hat ja auch nicht von Großdemonstrationen dagegen gehört, während für und gegen alles mögliche ohne weiteres demonstriert wird. Es ist kein Topthema und rangiert auch nicht etwa knapp dahinter.