Beiträge von drueckerdruecker

    Inwiefern sind denn FAZ, Guardian, Tagesanzeiger und Zeit Onlinezeitungen? Das sind richtige, traditionelle und allesamt sogar sehr verlässliche Zeitungen,
    die auf Papier gedruckt, verkauft und gekauft werden, benannte und ausgebildete Journalisten, Auslandskorrespondenten, Reiseetats und so weiter. Onlinezeitungen sind DWN & Konsorten. Die haben die meisten oder alle dieser Zeitungseigenschaften nicht. Soziale Netzwerke können nicht annähernd vertraubare Zeitungen ersetzen und eine Ansammlung und Ausschweifung der leicht erhältlichen Tickermeldungen ersetzt keine Redaktion.


    Persönlich habe ich keine Probleme mit den erwähnten Artikeln. Manchmal kenne ich die Artikel schon, manchmal hat der Zeitenlauf sie auch schon etwas überholt, aber schaden tut's nicht und offenbar ist ihr Inhalt auch nicht jedermann schon bekannt.


    Und es gibt auch nicht zwei oder x Seiten eines Vorfalls. Es gibt einen Vorfall, im Prinzip eine einzige neutrale Schilderung des Vorfalls und dann mehr oder weniger ausführliche, mehr oder weniger neutrale Berichte darüber. Es ist natürlich nicht ausgeschlossen, daß interessierte Seiten diesen Vorfall anders oder garnicht geschildert haben wollen, zwecks Schuldabweisung Geschichten erfinden oder gar anderen Schuld oder Vorfall in die Schuhe schieben wollen. Wenn eine Seite Propaganda betreibt, dann heißt das noch lange nicht, daß die andere Seite das in ähnlichem Maße oder überhaupt tut. Die Propagandaseite kann sich das natürlich nicht vorstellen, besonders, wenn die Propaganda Teil des eigenen Systems geworden ist.


    Eigentlich wundere ich mich nach wie vor, daß selbst unsere kleine Gemeinschaft, die sich abseits von Nachrichtenströmen und Gesellschaft befindet dieses Verhalten von Propaganda und Gegenpropagandavorwürfen repliziert. Kann ich mich immer noch nicht dran gewöhnen. Ich hätte angenommen, daß es in überschaubaren, nicht ideologisch aufgeladenen Zirkeln vorherrschendes Interesse wäre, daß es jeweils um Erkenntnisgewinn geht, nicht um Erkenntniszerstörung. Ersteres nehme ich für mich in Anspruch, letzteres verhindert das Danebenstehen.


    Wie auch im Rest des Lebens gibt es für die meisten Vorgänge dieses Themas nicht Beweise im neutralen, kriminaltechnischen Sinn, sondern Indizien und, wie schon erwähnt haufenweise eigene Aussagen von Aktiven.

    Zitat

    Original geschrieben von CK-187
    Die Quellen die wirklich relevant sind kennst Du garnicht. Keiner von uns kennt sie.
    Das einzige was ich weiß ist das ein gewisser Goebbels seine helle Freude daran hätte zu sehen wie sich die Medien, und die dazugehörige Propaganda entwickelt haben. Das ist jetzt auch keinesfalls abwertend gemeint.

    Da ja an Goebbels und an Propaganda an und für sich glaubst kommt ja offenbar zumindest manches sofort und anderes später heraus. Oder ist das, was herauskommt, dann auch noch erzeugt von Propaganda? Dann könnten ja auch Goebbels und Propaganda beides auch nur etwas sein, was man uns vorgaukelt.


    Aber eigentlich ist das auch egal. Was man nicht kennt und nichtmal erfahren kann, das braucht man auch garnicht erst zu erwarten, verneinen oder diskutieren. Das ist wie mit ultrareligiösen Christen und der Wortwörtlichkeit der Bibel. Wenn so jemand darauf besteht, daß Gott den Planeten, den Menschen und all das erschaffen hat und zudem gemäß den Generationenzählungen unser Planet erst 5000 Jahre besteht, naja, dann hat uns Gott eben zur Herausforderung des menschlichen Geistes eine quasi gebraucht erscheinende Erde vorgesetzt mitsamt milliardenjahraltem Gestein, hundertmillionjahralten Dinosaurierskeletten und fünfzigtausendjahralten Höhlenkritzeleien. Was wir nicht erfahren können, das gibt es auch effektiv nicht, für uns schonmal garnicht.


    Wer vor ein paar Tagen auf einen bestimmten Knopf gedrückt hat, das hingegen ist keine aussichtslose Fragestellung. (-:=

    Wohingegen man von den Separatisten ja weiß, daß sie vollkommen autark Erdöl, Erdgas und Kohle fördern, Benzin, Strom und Fernwäre daraus herstellen und auch sämtliches an Lebensmitteln, Wasser, Alkohol, Tabakwaren vollkommen selbstständig hervorbringen.


    Natürlich sind derartige Beiträge sehr erheiternd und das ist ja auch wichtig. Schade nur, daß uns unsere bestinformierten Leute uns ausgerechnet dann Information, Einordnung und Meinung vorenthalten, wenn wir sie aufgrund ihrer Sprach-, System- und Mentalitätskenntnisse am besten brauchen könnten. Sie wissen ja schließlich praktisch alles über die Menschenrechtsfeinde ihrer Menschenrechtsfreunde. So werden sie ja ganz im Gegensatz zu uns Minderinformierten mindestens genauso viel wissen über die Menschenrechtsfeinde ihrer Menschenrechtsfeinde.


    Aber da kann man wohl nichts machen und wir müssen weiterhin in unserem eigenen, ideologisch vergifteten Saft schmoren.

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    Original geschrieben von saintsimon
    Mir wäre neu, daß ich ZDF, ARD oder Bild konsultieren würde. Es scheint Deiner charakteristisch oberflächlichen Überheblichkeit entgangen zu sein, daß ich z.B. Quellen aus verschiedenen Ländern und Sprachen liefere.


    Aber wozu solltest Du Dir mühe geben, wenn Du hie mit Hohn und Zynismus dumme Plattitüden abliefern kannst. Ein wahrer Sonnenschein eben.

    Wobei ich mich selbst im konkreten Fall von Sarkasmus, Zynismus und auch Hohn gar nicht freisprechen wollen würde. Von Plattitüden halte ich mich zwar bevorzugt fern, aber auch das liegt ja ein stückweit des Betrachters. Und Sonnenschein - ja, unbedingt! Auch, erst recht und eigentlich unbedingt ohne ZDF und Bild, in Maßen ARD - keinerlei Nachrichtenquatsch, aber die dort noch vorhandenen und sehenswerten Dokumentationen und Reportagen aber durchaus.


    Nicht, daß mich jemand gefragt hätte, aber mit einer Auswahlmelange der erwähnten Verunglimpfungen meine ich ganz gut zurechtzukommen und Propaganda von Information ganz gut zu unterscheiden. Ein wahrer Sonnenschein eben. (-:=

    Netzclub (O2) oder Simyo (E+)-Freikarte, denn beide sind kostenlos und verfügen über eine Datenflat mit jeweils 100MB ungedrosseltem Verkehr. Falls man nicht gerade auf einem Flecken mit guten E-Plus- und schlechtem O2-Empfang sitzt würde ich Netzclub bevorzugen. Es hat nämlich keinerlei Aktivitäts-, Aufladungs- oder Ablaufkriterien. Gelegentlich kommt von Netzclub eine SMS mit Eigenwerbung, die man aber auch einfach entsorgen kann. Der Empfang ist ja meist auch nicht gerade schlechter. Und bei Simyo muss man regelmäßig Partnerwerbung aktiv anklicken, um das ungedrosselte Datenkontingent wieder zu erhalten, während man von Netzclub automatisch einmal pro Monat eine Verlängerungs-SMS bekommt. Wenn Simyo keinen Werbeklick registriert, dann können sie das kostenfreie Datenkontingent beenden und 24 Cent pro angefangenem Megabyte berechnen. Netzclub hingegen ist das Komplettsorglospaket in dieser Richtung. Und bei O2/Netzclub braucht man auch keinerlei APN einstellen. Minuten und SMS gibt's bei beiden für 9 Cent.


    Und falls doch mehr als durchschnittlich 11 Minuten/SMS pro Monat anfallen, dann guck mal ins TT-Werbeforum. Ein Vertrag ziehst du ja sowieso durchaus in Betracht. Handytick/Motion TM (seit letztem Jahr Tochter von Mobilcom/Talkline/Crash-Tarife) hat dort gerade heute ein Angebot eingestellt, womit man für effektiv 0,99€/Monat 100 Minuten, 3000 SMS und 500 ungedrosselte MB erhält.

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    Original geschrieben von beesdo77
    Woher hast du diese Erkenntnis? Natürlich lassen sich diese manuell eingeben und wurde in der NVA auch regelmässig geübt. So war z.B. bei einer Triangulation durch mehrere Rundblickstationen es die Aufgabe des Jägerleit-Offiziers durch Sprechfunk[!] die Piloten zum Ziel zuführen.

    Fliegende Angreifer auf Bodenziele ja, aber Bodengeschütze auf bewegliche, schnelle, hochfliegende Luftfahrzeuge? Prinzipiell geht das natürlich schon und das Feuerleitradar macht eigentlich auch nichts anderes, wenn es dann den Raketenträger ausrichtet und den Start auslöst. Nur eben sowohl genauer und schneller, als Mensch das in der Situation könnte. Aus der Luft zum Boden ist das ja schon kompliziert und aufwendig, besonders wie geschildert über Sprechfunk. Persönlich kenne ich's von Boden zu Boden, also mit zwei bestimmbaren, festen Koordinaten und der schon geschilderten, sehr geringen Trefferwahrscheinlichkeit, wenn sich eins davon bewegt und man selbst eben nicht der hochbeweglichere Teil ist. Die Negation manueller Koordinateneingabe auf hochfliegende, schnelle Ziele war insofern zwar eine Erkenntnis aufgrund von Erfahrungen, aber auch nicht felsenfest und definitiv. Aber so wie so ist das beim infragekommenden System ja garnicht notwendig, da es über ein eingebautes Feuerleitradar verfügt und damit ziemlich zuverlässig entsprechende Angriffe durchführen kann. Angegeben werden bei Flugzeugen 60 bis 90 Prozent Trefferwahrscheinlichkeit, wobei ziviler, mit Angriffen nichtmal rechnender Planverkehr darin sicher nichtmal enthalten ist oder aber die obere Prozentgrenze bildet.

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    Original geschrieben von Timba69
    Die "Regierung" der Ukraine ist zurückgetreten. Eigentlich gut. Dann gibt es vielleicht jetzt mal ordentliche (freie) Wahlen und der dumme Krieg endet endlich. Das wäre was. -> *Träum*
    [...]
    Was meint ihr? Realistisch? Unrealistisch? Möglich? Falsch? Richtig?

    Möglich. Unwahrscheinlich.


    Zielkoordinaten fliegender Ziele lassen sich nicht manuell eingeben. Das geht nur für unbewegliche Bodenziele, typischerweise Artilleriebeschuß mittels Landkarte. Und selbst spielen schon Wind und Wetter genügend rein, daß der erste Schuß nie das eigentliche Ziel trifft, sondern vorgelagerte Beobachter den Einschlag lokalisieren, nach hinten melden und dann ein korrigierter Schuß gefeuert wird, der dann das Ziel trifft.


    Fliegende Ziele, noch dazu in großer Höhe, noch dazu mit hoher Geschwindigkeit könnten mittels Koordinatenangabe und Extrapolation wohl nie getroffen werden. Dementsprechend wird's dafür nichtmal ein Verfahren geben. Für Artilleriebeschuß auf fahrende Ziele in Sichtentfernung, zum Beispiel durch die Linien gebrochene, feindliche Kampfpanzer gibt es Verfahren, obwohl auch das schon ein fast hoffnungsloses Unterfangen ist angesichts der eigenen Beschränkung und der fremden Möglichkeiten.


    Wie du schon sagst gehört zu jeder Buk-Luftabwehrbatterie neben dem durchaus entbehrlichen Kommandopanzer auch ein Suchradarpanzer. Zwar montiert man nichts davon auf LKWs, sondern vernünftigerweise einheitlich auf gepanzerten Kettenfahrzeugen. Funktioniert hätte es beim konkreten Abschuss natürlich so oder so. Rede, eigene Dokumentation und fremde Aufnahmen haben aber nie davon gesprochen, daß so ein die ganze Horizontkuppel 80 Kilometer weit reichendes, mehrzielfähiges Suchradar ebenfalls in Separatistenhand sei, sondern immer ging es ausschließlich um den Raketenpanzer. Da es ja ebenfalls ein gepanzertes Kettenfahrzeug ist, wäre es auch wie der Raketenpanzer auch von Nichtseparisten bemerkt worden, ob laut und langsam selbstfahrend oder per schwerlastfähigem Tieflader. Wie weit auseinander die normalerweise aufgestellt weiß ich nicht. Das Motiv wird aber nicht sein, daß der Radarpanzer aufgrund seiner Signale eher geortet und zerstört werden kann, man aber auch ohne ihn zurechtkommen kann, denn einzelne Ziele kann der Raketenpanzer ja auch mit dem eingebauten Feuerleitradar angreifen. Zum einen ist ja deshalb auch dieser selbst ort- und angreifbar, zum anderen handelt es sich um einen innerhalb weniger Minuten einsatzbereiten, schußfähigen Verband, der in einem offenen Krieg danach auch genauso schnell verschwindet. Der Einschlag des Gegners wird dann nur die sowieso vom Raketentriebwerk verbrannte Erde aufwühlen.


    Wenn es die Separatisten waren, dann hatten sie jenseits der Ausbildungsfrage natürlich auch keine offizielle Information darüber, ob es sich überhaupt um ein Militärflugzeug handelt. Diese Information wird der Kommandopanzer von der gewöhnlich ortsfesten Luftraumüberwachung haben und zusätzlich verfügt der Radarpanzer auch über diese Unterscheidungsfähigkeit, sodaß an die Raketenpanzer nur bekämpfungswürdige Ziele übermittelt werden. Angesichts der Verschwörungsbehauptungen und der gezielten Desinformation wäre aber nichtmal ausgeschlossen, daß ein Separatistenhaufen wissentlich auf einen Ziviljet schießt, indem er auch den als Tarnung, Verschwörung und Angriff interpretiert.


    Die eigentlich legitime Frage, wem ein Vorfall am meisten nutzt stößt hier sehr schnell an ihre natürlichen Grenzen. Inmitten der schon aufgrund ihrer zahlreichen, nicht konvergenten Gegenbeschuldigen zumindest bei einer Seite klaren Desinformationsstrategie wird natürlich auch der vermeintliche Feindnutzen gleich mitgeliefert.


    Wir als Europäer und Natoverbündete haben uns doch bis kurzem nichtmal richtig interessiert für Länder wie Weißrussland, Ukraine und Georgien, abgesehen vor ein paar Jahren für die Orange(ne? sp) Revolution. Die dortigen Gegner der dortigen Machthaber haben sich auch oft als zumindest fragwürdig entpuppt. Wenn dieser oder jener gern zu Rußland gehören wollte, bittesehr. Der Knackpunkt ist eher, daß die Bevölkerung selbst das garnicht will, sondern vor allem der Macht- und vielleicht noch der rohstoffliche Wirtschaftszirkel. Insofern sehe ich nicht, daß sich Europa, USA und Nato originär dafür interessieren, daß ein solches Land sich unbedingt auf ihre Seite schlägt. Aber das Land in Form der Bevölkerung will das und will das auf jeden Fall eher, als nochmals durch den Zyklus Sowjetunion durchzumüssen.


    Und zu den Neuwahlen. Klar, warum nicht, aber was soll man sich davon erträumen. Schon von der kürzlichen Wahl wurde augenscheinlich ohne größere Vorkommnisse geplant, durchgeführt und ausgezählt. Oder ist das marginale Abschneiden der Rechtsextremen etwa auch auf eine Verschwörung zurückzuführen? <-;<

    Find ich sehr krass, daß die Polizei das Pack öffentlich für Adolf Hitler skandieren und das Judentum verunglimpfen lässt, daß man es ihnen erlaubt Bulettenbrater zu stürmen, daß selbst gut trainierte Bereitschaftspolizei nach einem Angriff auf einen einsamen Gegendemonstranten nur zu einer kaum meterlangen Scheinverfolgung ansetzt und so weiter und so fort. Ist ja alles nicht so schlimm und man darf die zornigen jungen Männern mit und ohne Bart ja nicht so hart anfassen. Ihr Weltbild könnte ja zerbrechen.

    Und nun machst du weiter wie gehabt, der Rest der Welt und natürlich die Ukraine auch. Der erste sowie der vierte/fünfte von neun Absätzen drehen sich ja auch tatsächlich um den Regierungsrücktritt. Die Koalition ist geplatzt, Neuwahlen sind anberaumt und ob das dort offensichtlich maßgebliche Präsidentenamt zur Regierung gehört oder nicht wirst du als leidenschaftlicher Staatsrechtler allemal besser wissen als wir. Von Pleite steht dort kein Wort, von Insolvenz auch nicht, sogar überhaupt nichts finanzielles. Was ging, das geht auch weiterhin.


    Zweidrittel des Artikels drehen sich um laut deiner Maßgabe nachrangigen bis unwichtigen Details. Da kann der fragmentierte Regierungsrücktritt auch keine Bedeutung haben. Sowieso ist deiner Entscheidung gemäß nun sowieso überhaupt keine Regierung zurückgetreten, sondern ein Haufen gewaltätiger, genozidaler, krimineller, volksverachtender Krimineller. Die alte Regierung ist ja rechtlich und moralisch noch im Amt und wird derzeit vertreten durch die wackeren Kämpfer für Unabhängigkeit, Menschenrechte, Wohlergehen, Freiheit und Wirtschaftswachstum im östlichen Teil der vormals ukrainischen Sowjetrepublik.


    Warum ist denn deine Prognose ebenso geplatzt wie die Regierung? War die Prognose schlecht oder war die Regierung um den gleichen Faktor schlechter wie deine Zehnjahresprognose? Fragen über Fragen. Keine Frage ist natürlich wieder die enge Verbindung zwischen der Welt, ihren Abläufen und dir. Andere hatten ja schon vor Jahren geunkt: "Frank erklärt die Welt". Das war eine Irrtum, eine Untertreibung: "Frank ordnet die Welt" oder "Die Welt und Frank". (-:=