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Original geschrieben von frank_aus_wedau
Die Frage der Herkunft einer möglicherweise absturzursächlichen Rakete wird m.E. überbewertet.
Ist das das, das du Pragmatismus nennst? Einerseits immer den Schutz von Zivilpersonen zur obersten Maxime erklären und vollständige der bekannten und selbstdefinierten Übel der Welt fordern, aber das Herausfinden der direkten und indirekten Verursacher eines Massenmords für sekundär erklären? Weil es schon geschehen und nicht zu ändern ist? Oder, weil nichts für euch posivites dabei herauskommen kann? Echt, Frank, ich bin froh, daß ich dich nie kennengelernt zu haben. Solche menschenverachtenden Kehrtwendungen und Volten würde wohl keine Freundschaft aushalten.
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Es dürfte jedenfalls davon auszugehen sein, dass keine der am Ukraine-Konflikt beteiligten Parteien ein Interesse am Abschuss einer Zivilmaschine mit Hunderten von arglosen Reisenden haben kann. Ich gehe davon aus, dass diese Erkenntnis weitgehend unstreitig sein dürfte.
Blahfaselblubberblubber. Du gehst davon aus, daß irgendetwas weitgehend unstreitig sein dürfte? Werde bloß nicht Politiker! Wohl selbst die jetzigen Politikrundenschwafler würden mit deiner kruden Mischung aus unnötiger und unakzeptabler Relativierung und menschenverachtendem Fremdopferung nicht zurechtkommen.
Sowieso hat nie irgendjemand behauptet, daß die Separierer mit ihrer Rakete ein vollbesetztes Zivilflugzeug treffen wollten. Es geht einzig und allein darum, ob sie es waren und was ihr neues Vaterland damit zu tun hatte.
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Wenn es sich in der Folge um einen unbeabsichtigten Abschuss gehandelt haben sollte (wofür seitens der Separatisten einiges spricht), ändert das zwar nichts an den leidvollen Auswirkungen des Unglücks, das Unglück selbst wäre dann allerdings ein (wenn auch beträchtlicher) Kollateralschaden, der in bewaffneten Konflikten nun einmal eher die Regel, als die Ausnahme darstellt.
Ach? Ein 300er Kollateralschaden gaänzlich Unbeteleiger könnte akzeptabel sein, aber ein Teil eines 400er Schadens auf der Seite ein beständig einseitig Angreifenden und Bevölkerungsoopfernden ist gänzlich unakzeptabel und schreit nach UNO und Auflösung bestehender, jahrzehntealter, funktionierender Staaten?
Mal ganz unter uns: Kennen deine Eltern und deine Kinder deine hier bereiteten Thesen? Oder ist überhaupt niemand in deinem persönlichen Umfeld ganz anders als du gestrickt?
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In diesem Fall müsste man den Opfern mehr Beachtung schenken. Denn auch zivilrechtlich birgt solcher Fall wirklichen Sprengstoff. So sind Unglücke als Folge militärischer Auseinandersetzungen in aller Regel vom Versicherungsschutz ausgenommen. Selbst Lebensversicherungen, die zur Absicherung von Familien abgeschlossen wurden, sehen hier Leistungsausschlüsse vor. Das nur als ein Beispiel.
Ich und die allermeisten anderen kennen sich damit ja überhaupt nicht aus, du als universeller Rechtsgelehrter und idealer Berater der Mächtigen und Aufstrebenden natürlich schon. Und du bist dir ja auch ganz sicher, daß vollkommene Opfer ohne auch nur den geringsten Anteil der eigenen Mitwirkung ihren Versicherungsanspruch einbüßen, weil der Verursacher ein Militär oder ein Freischärler ist. Und du bist dir ebenfalls ganz sicher, daß solche Einschränkungen nicht nur für Teilnehmer bewaffneter Konflikte gelten, sondern auch und gerade für Opfer. "Warum hat das Opfer die geografische Nähe seines Mörder/Räubers/Vergewaltigers nicht von vornherein verhindert?"
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Anstatt sich hier zu kümmern, veranstaltet man lieber ein Gezänk um die Herkunft eines möglichen Geschosses. Aus meiner Sicht eine Frage, die allenfalls zweitrangig ist. Den Opfern helfen diesbezügliche Schuldzuweisungen - wenn überhaupt - nur mittelbar. 
Kein Opfer hat je etwas von einer Schuldzuweisung gehabt, ein Mordopfer hat sogar von allem Möglichen und Denkbaren sowieso überhaupt garnichts. Und plötzlich sind sich noch weiter verdichtenden Verdachtsmomente nichts anderes als "Gezänk"? Frank! Was ist bloß mit dir geschehen, daß du so werden konntest? Es gab ja keinerlei Hinweise, daß so etwas und so jemand in dir stecken könnte.
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Edit: Ach ja ... Malaysian Air hat tatsächlich seine Flugrouten geändert und umfliegt die Ukraine. Die Ausweichroute führt Berichten zufolge nun über Syrien ... :mad:
Zum Zeitpunkt deiner Niederschrift war diese unentbehrliche Nachricht schon 48 Stunden alt. Klar kann man auch bei aktuellsten Vorängen und Diskussionen mit dem Stand von vorgestern um sich schlagen. Und wenn einen sowieso niemand mehr ernstnimmt, dann macht sowieso alles keinen Unterschied mehr.
Einstweilen a guads Nächtle, morgen is auch noch ein Tag!