Es ist wohl bezeichnend, daß Beileidigungen, Verurteilungen, Beschimpfungen und Drohungen hauptsächlich von Leuten kommen, von denen man ansonsten nichts hört.
Ich frage mich, ob die zu kurz gekommenen Kunden sich bei Mobilcom (oder Vodafone oder oder oder) mit der gleichen Vehemenz und Häufigkeit für ihr eigenes Anliegen einsetzen, wie sie dies gegenüber dem vermittelt habenden Händler tun. Der Dienstleistungsvertrag wurde ja schließlich ausschließlich mit dem Mobilfunkanbieter geschlossen. Falls der Händler nicht gerade einen Fehler in der Angebotsbeschreibung hatte oder ihm bei der Auftragseinspeisung bei Mobilfunkanbieter ein Fehler unterlaufen ist trägt er ja im Prinzip keine weitere Verantwortung. Soweit ich mich erinnere gab's und gibt's auch immer Kunden mit problemlosem Ablauf, sodaß ein genereller Händlerfehler ausgeschlossen ist und ein individueller zumindest unwahrscheinlich erscheint.
Sich trotzdem dort für seine Kunden einzusetzen ist keine Pflicht und anderswo auch nicht unbedingt üblich. Selbst hatte ich auch ein paarmal Stress mit Mobilfunkanbietern (einschließlich Mobilcom und Talkline), weil die sich nicht vertragsgemäß verhielten. Auch der widerspenstigste Fall (Mobilcom vor zwei oder drei Jahren, also vor der Fusion und der damit einhergehenden, verbesserten Kommunikation) hat's sich nach einigem hin und her eingesehen und korrigiert.
Bei den Beschwerden bin ich mir nicht immer sicher, ob nicht einfach de bequemere Weg über den vermittelnden Händler gegangen wird, statt sich auch selbst nachhaltig mit dem Mobilfunker auseinanderzusetzen. Meines Erachtens ergibt das schonr deshalb Sinn, weil hundert Einzelreklamationen derselben Sache dort sicher mehr Aufmerksamkeit erregen, als eine Händlerreklamation mit hundert Namen, die vielleicht schludrig behandelt wird. Zudem fährt man mehrgleisig und erhöht so die Chancen.