Erstaunlich, daß ausgerechnet eine Wirtschaftszeitung so einen oberflächlichen, schlecht recherchierten und inhaltlich falschen Artikel wie den obigen Handelsblattmurks schreiben lässt und dann auch noch abdruckt. Ins kostenlose Werbeblättchen oder in die Lokalzeitung würde das ja noch passen, aber wenn man sich überlegt, daß all unsere Entscheider ihre allgemeine Information aus Handelsblatt und Konsorten beziehen lässt doch Abgründe erkennen.
Der universitäre Wissenschaftler behauptet, daß Skype werbefrei ist. Selbst, wenn dem so wäre ist die Schlußfolgerung, daß Werbung Kunden verärgert an den Haaren herbeigezogen. Woher kommt's denn, daß viele Kunden auf Marken schwören, wo einem die Marken doch praktisch ausschließlich mittels Werbung eingetrichtert werden? Daß die eigene Oma auf Rex-Schuhcreme schwört und das auch die Familie beeinflusst gibt's ja praktisch nicht mehr. Und wer weiß, ob die Oma als junge Frau nicht auch schon von der entsprechenden Werbung eingenommen worden ist? Nicht, daß die Leute Werbung generell lieben, aber sie ist so omnipräsent, daß sich die wenigsten über Existenz, Aufmachung oder Botschaft tatsächlich ärgern.
Daß es schon lange keine Anwortpflicht mehr gibt bei Netzclub, daß sehr selten Werbung gekommen ist, daß inzwischen fast gar nicht mehr kommt und erst nichts individuell beantwortbares hat der Autor offensichtlich gar nicht wissen wollen. Nicht, daß das ein Geheimnis wäre. Nur ein wenig selbst zu recherchieren, nicht nur mit den Mobilfunkpressestellen zu kommunizieren und nicht den erstbesten, selbsternnannten TK-Wissenschaftler reden zu lassen, ohne das auch nur zu gegenzuprüfen hätte einen so schlechten Artikel schon verhindert. Jeder von uns hätte die Fakten besser kommunizieren können und dies ist ja beileibe kein Geheimforum.
(P.S.: Dies hat so lange gedauert, wie das Tippen eben gedauert hat - dank antikem Schreibmaschinenkurs ziemlich schnell - niemand verdient damit Geld, nichts hängt davon ab, es wurde nicht geprüft und auch nicht korrigiert oder überarbeitet - außer diesem P.S. nun - und trotzdem käme eine Konkurrenz mit obigem Murks infrage - schlecht für's Handelsblatt. <-;< )