Eine wie auch immer geartete Unschuldsvermutung hat hier nichts zu suchen, wir haben keine Rechsprechungsbefugnis und wenn man jedem Beschuldigten Unschuld zugestehen wollten dürfte übers jegliches strittige erst gar nicht diskutiert werden. Aktienkurse, der ominöse Markt, Medien, Kommentatoren, Analysten wissen auch nichts grundsätzliches mehr als wir "Leute von der Straße" und somit haben deren Aussagen und Zahlen auch kein ausschlaggebendes Gewicht. Schon, daß sich ein Aktienkurs nach einem tiefen Sturz auch in die Gegenrichtung bewegt liegt in der Natur der Sache - sonst müsste er ja entweder die Null durchschlagen oder regungslos auf seinem Tiefstniveau verharren. Und Berater und Analysten haben ja nur allzuoft auch eigene Interessen und Absichten, die ganz geschmeidig in ihre Beurteilungen einfliessen.
Vielleicht sind die 30.000 "attraktiven Geschäftskunden" ja in ein Netz in Timbuktu oder Transnistrien umgesiedelt worden, denn die beiden ehrerklärenden Netzanbieter hätten ja wohl ganz und gar nichts gegen diesen Coup und ihre erneute Namensnennung gehabt. Für wen diese Kunden attraktiv sind muss einstweilen ja dahingestellt bleiben, für den Provider aufgrund der Provisionszahlung ja auf jeden Fall, für den bisherigen Netzbetreiber aufgrund offenbar ausbleibender Aktivität, geschweige denn Umsatz oder gar Einträglichkeit nicht, denn dann wird gern über vieles andere hinweggesehen. Geschäftskunden im üblichen Sinn würden bei so großem Bedarf schon der Abrechnung und der Planungssicherheit wegen sicher nicht Prepaid als Methode auswählen. Es wird aber schon ein Geschäftskunde gewesens sein, denn für den Provider und ihn kann es ja aufgrund des Provisionsmodell nur ein - gutes - Geschäft gewesen sein.
Angesichts der Häufung von scheinbaren Erfolgsmeldunge der einen und scheinbaren Misserfolgsmeldungen der anderen Seite könnte man ja fast vermuten, daß da jemand mehr als nur beobachtende oder kundenmäßige Interessen hegt.Von mir aus darf sich der Netzanbieter gern im Gestrüpp verheddern und sich als verhinderter Täter erweisen und bei wie immer bei "David gegen Goliath" ist die Symphatie traditionell beim Erstgenannten - auch die heutigen Verlautbarungen jedoch lassen mich daran nicht so recht glauben.