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Original geschrieben von ChickenHawk
Sorry aber diese Argumentation greift voll daneben, wenn die Hersteller ihre Produkte nicht im TV bewerben würden, dann eben auf anderen Plattformen oder Medien, denn ganz ohne Werbung versauert die Ware eben vielfach im Regal. Wenn Dir ein Produkt wg. des "Kostenblocks für Werbung" (wie viel macht das bei dem Beispiel Magarine aus? 0,01 ct pro Packung??) zu teuer ist, dann kauf einfach nur Waren für die keine teuren Werbekampagnen gefahren werden und gut ist.
Selbst, wenn du 0,01 Euro statt Cent gesagt hättest würde ich dafür nicht die Hand ins Feuer legen. Die Marketingetats machen ja inzwischen einen gehörigen Kostenblock aus. Wieviel davon für konkrete Werbung draufgeht müsste man natürlich auch noch ermitteln. Aber mehr als 0,01 Cent also ein Zehntausendstel des Kaufpreises wird's wohl sein. Immerhin kostet ein einzelner Dreißigsekundenspot in den Top 20 Sendunden 40.000 bis 80.000€ pro Ausstrahlung. Selbst bei einem ganzen Werbecent pro Packung würde man pro gesendetem Spot 4 bis 8 Millionen Packungen absetzen. Und ich glaub' nicht, daß zwischen zwei Margarinespots so viele Packungen abgesetzt werden. Von der Dimension her würde ich da eher 10 Cent pro Packung ansetzen als nur einen, geschweigen denn 0,01 Cent.
Auch ohne Werbung würden die Lebensmittel natürlich nicht im Regal verschimmeln, denn zu überleben, leben, essen und fressen gehört ja zu den gründlichsten Grundbedürfnissen. Selbstredend würden weit weniger Leute die doppelt so teuren Margarinen kaufen und weit mehr die halb so teuren. Aber ein Verlust wäre das keineswegs, der Gesamtabsatz würde nicht großartig geringer ausfallen und auch, wenn einem wegen der Nebeneffekte (z.B. Werbebranche verliert Umsätze -> mehr Arbeitslose -> mehr Sozialkosten -> höhere Steuern) effektiv gar nicht mehr in der Geldbörse verbleibt würde man zumindest von der omnipräsenten Werbepenetranz verschont. <-;<
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Was mich bei der ganzen Diskussion um die GEZock viel mehr stört: Durch die Haushaltspauschale werden ja nun vielmehr Personen in die Zahlpflicht gezwungen, da es praktisch ja auch keine Möglichkeit mehr gibt sich überhaupt diesem System zu entziehen (außer man siedelt auf einem Baum im Wald).
Selbst letzteres wird ja meines Erachtens kein Nichtheranziehungsgrund sein, von allen anderen legitimen Gründen ganz abgesehen. Ob die Adresse "Schloßallee 1" oder "Baumhaus neben der Lichtung nördlich des Kleinkleckersdorfer Froschteiches" macht für die Gebührenpflicht keinen grundsätzlichen Unterschied. Aber selbst, falls man entweder behördlich einstweilen nicht dingfest gemacht werden können sollte so bedeutet das ja längst keinen Gebührenerlass. Wenn der Baumhausmann nach zehn Jahren mal irgendwo vorstellig werden sollte, dann wird ihn die GEZ prompt nacherfassen und präsentiert ihm eine Rechnung von über 2.000 Euro.
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Jetzt hat man also wesentlich mehr Zahler bei einem zunächst gleichbleibenden Bedarf der Fernsehanstalten. Normalerweise müsste man also davon ausgehen können, dass die Beiträge für alle insgesamt sinken aber Pustekuche die Haushaltspauschale ist genauso hoch wie die bisherige Gebühr, ergo wird den Sendern zusätzliches Geld in die Kassen gespült.
Sagt denn irgendjemand, daß es tatsächlich wesentlich mehr Zahler werden sollen? Ich meine, daß die veränderte Gebührenerhebung auf der Empfängerseite keinen Unterschied ausmachen solle, also Mehraufwand der einen und Minderaufwand der anderen sich die Waage halten sollen. Sowieso ist der Durchseuchungsgrad, also der Prozentsatz der sowieso schon bei der GEZ als Fernsehzuschauer Verzeichneten sehr hoch. Bei 42 Millionen GEZ-Teilnehmerkonten dürfte die Anzahl tatsächlicher Schwarzseher gering ausfallen.
Die öffentlichen-rechtlichen Sender, ihre Anzahl, ihre Programme, ihre Einnahmen und so weiter würde ich nichtmal unbedingt ändern oder sie gar abschaffen. Aber wenn bald sowieso jeder unabhänging von Nutzung, Person und Einkommen zahlungspflichtig werden soll, dann ist es Zeit die persönliche Geldeinziehung und den ganzen Verwaltungskram abzuschaffen und das ganze System aus dem Bundeshaushalt fortzuführen. Oder soll demnächst auch von jedem ein individueller Beitrag zu den Finanzierungen von Bundeswehr, Parlamenten, Straßenbau, Sozialtransfers, Behördenbetrieb, Pipapo eingezogen werden? Das wäre vielleicht im Sinne der FDP, damit dann Gering- und Millionenverdiener gleichviel abzugeben haben, was natürlich auf die Schröpfung des ersteren und die Puderung des letzteren hinausliefe. Deshalb ist die geplante GEZ-Einziehung ein Tabubruch, der nicht akzeptiert werden darf.