Da muss ich doch auch mal meinen Senf beitragen...
Meiner Erfahrung nach mit mehreren Mikrowellen (daheim/WG/Freunde/eigene/..) funktionieren die billigen nicht wahrnehmbar anders als die teuren.
Mit Heißluftmultifunktionsgeräten habe ich keine Erfahrung. Die mit Heizspirale eignen sich jedenfalls schon deshalb nicht zum Backen, weil sie naturgemäß von unten gar nicht backen können, von oben dafür umso mehr. Zum Aufwärmen von schon fertig gebackenem geht's.
Alte Brötchen aufwärmen kann man mit einer Mikrowelle durchaus - auch ohne Ofenfunktion, vielleicht sogar besser. Durch äußere Wärmezuführung wie beim Backen wird die bis dahin noch schöne Kruste nur noch härter, bis denn das Innere auch genügend Wäre abbekommt. Bei der Mikrowelle geht's wie hier schon mit der Pfanne geschildert - ich wusste gar nicht, daß das damit so auch geht. Man feuchtet die Brötchen von außen kurz an unterm Wasserhahn, schüttelt die übeschüssige Feuchtigkeit gleich wieder ab und legt das Brötchen nur ganz kurz in die Mikrowelle. So ein Brötchen hat ja keine nennenswerte Masse. Bei mir nehme ich's nach zehn Sekunden schon wieder heraus. Die äußere Feuchtigkeit verhindert, daß die Kruste weiter austrocknet. Innen ist sowieso noch genug vorhanden.
Wenn's nicht um alte, schonmal fertiggebackene Brötchen geht, sondern um noch aufzubackende Brötchen lohnt sich so ein kleiner Miniofen. Diese Kombikippgeräte Toaster/Miniofen (z.B. von Tefal) gehen dafür so gerade, falls die Brötchen nicht zu hoch sind und aufpassen muss man natürlich trotzdem, um angesichts des kleinen Backraumes nicht teilweise schwarue Brötchen zu bekommen. Die separaten Miniöfen sind da natürlich besser, aber mangels einfacher Wegräumbarkeit braucht man dafür wohl einen festen Standplatz. Für eine Person Brötchen im normalen Ofen aufzubacken mag ich gar nicht angesichts der langen Aufheizzeit und der damit zusammenhängenden Energieverschwendung, besonders angesichts der dann lächerlichen Backraumbefüllung.
Reis in der Mikrowelle habe ich nie in der Mikrowelle "gekocht". Reis aus der Mikrowelle als Bestandteil von Fertiggerichten ist natürlich unproblematisch, denn die sind ja schon industriell gegart worden. Ich würde das Mikrowellenreiskochen auch nur bei einer sehr schlüssigen und überzeugenden Begründung ausprobieren. Prinzipiell bringt's meines Erachtens nichts, da der Reis ja über eine längere Dauer tatsächlich kochen oder zumindest köcheln muss. Schon das Kochen von Wasser ist in der Mikrowelle eher suboptimal. Das macht jeder Wasserkocher besser, falls nicht vorhanden auch der Wasserkessel auf der Herdplatte. Seit ein paar Jahren benutze ich statt des Kochtopfes meistens einen iranischen Reiskocher. Wasser rein, Salz rein, Reis rein, nach Wunsch einstellen, vergessen und wenn er sich meldet hat man perfekten Reis, auf Wunsch sogar mit einer leckeren, leichten Kruste unten, wie sie ansonsten nur gute Hausfrauen aus der Region - Freunde von mir kommen daher - hinbekommen.
Eine Mikrowelle ist schon praktisch, zum Aufwärmen von Resten, portionsweisen Fertiggerichten, Getränken und natürlich auch ganz besonders, falls man aufzutauendes nicht rechtzeitig herausgelegt hatte. Und Mikrowellengeräte gibt's ja heutzutage für kleines Geld.