Beiträge von drueckerdruecker

    Weil ich mich sowieso letztens mal gefragt hatte, wie groß denn etwas sein muß, daß man es noch erkennen kann oder, daß man etwas noch lesen kann habe ich gerade mal etwas recherchierückt. Wenn man auch oft darauf schimpft, so hat es doch auch sein gutes, daß es für alles mögliche und vieles unmögliche DIN-Vorschriften gibt. So gibt's das zumindest indirekt auch für die Lesbarkeitsanforderung an Schriften, gedacht für den Arbeitsbereich.


    Gemäß dem Ergonomiekompendium der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA). Vorausgesetzt werden natürlich optimaler Kontrast und optimale Zeichengestaltung: serifenlos, 70% bis 100% Zeichenbreite, 10% bis 17% Strichbreite, jeweils bezogen auf die Zeichenhöhe. Absolut minimal sind 16 Bogenminuten, besser mindestens 20 bis 22 Bogenminuten. Zur Ermöglichung flüssiger Informationsaufnahme, also wohl bei längeren Texten sollten 31 Bogenminuten nicht überschritten werden. Dafür gibt's auch eine Fautformel:


    Sehabstand durch 110 ergibt die Zeichenhöhe bei 31 Bogenminuten


    Bei 170 Metern wäre das 1,5 Meter. Minimal wäre man 1 Meter. Zum Ausgleich der sicher nicht optimalen Schrift-, Kontrast- und Blickwinkelgestaltung würde es sicher auch nicht schaden, wenn man auf 2 Meter ginge. Die Verdoppelung von 1 auf 2 Meter bedeutet natürlich die vierfache zu bearbeitende Fläche. Bei 1 Meter Zeichenhöhe käme der gegebenene Text auf zumindest 13 Meter (70% Zeichenbreite auch bei Kleinbuchstaben, außer bei f, i, j, l und t). Also müsste es sich wohl zwischen minimalst 1*13 Meter, besser 1,5*20 Meter bis idealerweise 2*26 Meter abspielen, je nach Buchstabenerstellungssorgfalt, möglichem Kontrast und Entfernung vom Turmfuß.


    Zu jeder Recherche gehört natürlich auch eine kleines Literaturverzeichnis (Hauptsuchtwort: Zeichenhöhe) (-:=


    http://www.baua.de/cae/servlet…6879/Fb1074-Anhang-09.pdf
    http://www.highlight-web.de/fi…sueller_Informationen.pdf
    http://www.baua.de/cae/servlet…ionFile/59225/F2116-2.pdf

    Vorausschicke möchte ich dies: Es sollte schon möglichst nah am Turm sein, denn zum Beispiel auf die gegenüberliegende Rheinseite hätte man ja schon die doppelte Sichtentfernung, bräuchte also nochmal doppelt so große Buchstaben wie am Turmfuß selbst.


    Der Blick von oben nach unten ist ja nicht alltäglich. Man sieht zwar viel, trotz der ungewohnten Perspektive sogar sehr viel und weil man alles da unten aus der Alltagsperspektive schon kennt erkennt man auch winzig erscheinende, nur eine geringe Winkelgröße (in Minunten und Sekunden) einnehmende Dinge. Wenn man herausfände, welche Winkelgröße (wohl in Winkelminuten) eine für den Menschen gerade noch lesbare Schrift einnehmen muss wäre man schon weiter und bräuchte das nur noch auf die 170 Meter Höhe beziehen. Mein untheoretischer, praktischer Vorschlag auf die Schnell zum Maßstabnehmen, ohne unten einen Riesenaufwand zu treiben und das von oben durchzuspielen wäre den Betrachtungsweg umzudrehen:


    Stell dich unten an die Stelle, wo der Heiratsantrag angesehen werden soll und guck nach oben zur Aussichtsplattform. Und dann überleg' dir, welche Maße eine Schrift da oben haben müsste, damit du sie von unten noch einigermaßen gut lesen kannst. Das sollte schon eine brauchbaren Anhaltungspunkt liefern.


    Und wenn du's mal praktisch ausprobieren möchtest verleg' die Entfernung einfach von der Vertikalen in die Horizontale, sprich: Schreite von einer Stelle mit vielen, verschieden großen Großschriften (Leuchtbuchstaben, Fahnen, Logos, Werbung...) auf einer Stelle, zum Beispiel in einer Fußgängerzone mall ungefähr 170 Meter ab, dreh' dich um und entscheide, was nicht mehr, so gerade noch und gut lesbar ist.


    Falls die benötigte Schriftgröße letztlich doch "unmalbar" groß sein sollte könnte sich anbieten, die Schrift nicht auf Laken aufzubringen, sondern die Buchstaben selbst aus Laken zusammenzusetzen. Dann bräuchte man nur noch einen genügend kontrastierenden Untergrund zum Auslegen.


    Hier ist mal ein Foto nachvollziehbar steil von einem Fernsehturm, weil's nämlich von der zweiten Plattform (152,4m) des Stuttgarter Fernsehturms über die erste (150m) nach unten fotografiert ist: Klick. Eine Schrift in Breite der am unteren Bildrand sichtbaren, diagonalen Parkbuchten wäre wohl lesbar. Ob die Hälfte auch reicht würde ich aber unbedingt vorher ausprobieren.

    Das sehe ich genauso. Schlafende Hunde zu wecken erbringt zwar einerseits Klarheit bezüglich der Möglichkeiten, dummerweise verschwinden die Möglichkeiten auch dadurch. Wenn sowas möglich ist wird man ja sowieso seinen Zwischenverbindungnachweis des öfteren betrachten und wenn's sich mal ändert, wird man's zeitnah, also ohne aufgelaufene Riesenkosten selbst oder hier mitbekommen. Das ist ungefähr so, als man zur Polizei ginge und fragen würde: "Wenn ich jede Nacht um 3.21 Uhr an der Ampelkreuzung A-Straße/B-Straße nach der Nachtschicht eine rote Ampel vor mir habe, können sie mir bitte ausdrücklich und schriftlich bestätigen, daß ich jetzt und immerdar straflos rüberfahren darf?".


    Davon abgesehen: Was ist denn die kürzeste Art und Weise, um den Umleitungs-Code irgendwann oder zwischenzeitlich wieder zurückzustellen?

    Mal sehen, wann der erste kommt und sagt: "Ich hab' die zwei Dutzend Rechner in meinem Internetcafe mit Netzclubkarten ausgerüstet und dafür meine teure DSL-Leitung abgeschafft, zumal mein DSL-Provider mich immer damit genervt hat, daß die private DSL-Leitung für den komazellen Betrieb nicht geeignet ist oder so. Naja, nun habe ich ja Netzclub. Die Hotline hat mir die Auskunft dazu veweigert, aber ihr könnt mir ja eigentlich auch helfen, und zwar...".

    Zitat

    Original geschrieben von AlphaDelta
    Was will denn auch Talkline mit meiner alten SIM Karte? Geht doch nur darum, das Leute dies vergessen und daher das Kartenpfang berechnet werden kann.

    Genauso ist es. Es soll ja auch Anbieter (sogar renommierte) geben, die für ein MB mobiles Internet 20 Euro berechnen. Und es welche, die den Kündigungszeitpunkt nur nach Reklamation gesetzesgemäß taggenau einstellen. Und solche, die ein Vielfaches pro Minute verlagen als andere. Und solche, die falsche Rechnungen stellen, Gratisoptionstests doch berechnen, schlechten Service haben, nicht funktionierende Online-Oberflächen, teure Hotlines, unwissende Mitarbeiter, und und und. Und Talkline hat eben den sogenannten Kartenpfand. Na und?


    Die machen nichts mit den Karten, außer sie angeblich einem Wertstoffkreislauf zwecks Wiederverwertung zuzuführen. Auf einem ganz anderen Blatt steht, ob das stimmt oder, ob man ihnen einen wesentlich geringeren Schaden als den erhobenen Pfand nachweisen kann - falls sie die Karten zum Beispiel doch einfach im regulären Müll entsorgen. Daß die Karten in der Herstellung nur einen Bruchteil davon kosten ist hingegen egal. Einen Geldschein herzustellen kostet ja auch nur den Bruchteil seines Handelswertes. Und da es für jeden nur um ein paar Euro Versandkosten geht wird sich nach dem Glück des beendeten Vertrags mit Talkline wohl niemand sich noch zusätzlich mit dem Laden beschäftigen wollen.


    Hat's eigentlich schonmal jemand per normalem Brief probiert oder im Mogelkomaladen?

    Hat er sich schonmal beim Dienstherrn erkundigt, ob der nicht direkt oder indirekt brauchbare Heimrufe anbietet? Analog zur auch schon früher immer verfügbaren Feldpost gibt's doch heutzutage zumindest zum Teil auch schon Internetzugang in der Freizeit. Telefonie müsste es dann ja längst weitreichend geben.


    Wie das speziall auf Schiffen ist weiß ich nicht, aber zumindest an Land sind die im entsendeten Soldaten nicht ohne private Kommunikationsmöglichkeiten. Daß Schiffsbesatzungen eigene Satellitentelefone benutzen müssen oder dies auch nur dürfen (mutmaßliches, unüberwachbares Informationsleck) bezweifle ich dann doch eher.

    Zitat

    Original geschrieben von moemoe
    Auf erneute Nachfrage hin meinten die Verkäufer bei Saturn, sie hätten nur ein bestimmtes Kontingent an Verträgen gehabt. Daher lägen wohl noch Geräte im Tresen, die man aber nicht zu diesen Konditionen kaufen könne.


    Als das Angebot gestern veröffentlicht wurde, haben die Kunden angeblich den Laden gestürmt.

    Da könnte sich's lohnen nachzuhaken. Wenn es zahlenmäßig begrenzt gewesen sein sollte, dann hätten sie die Anzahl in ihre Werbung aufnehmen müssen. Das haben sie nicht gemacht. Geräte sind sowieso da und natürlich auch nachlieferbar. Die Mobilfunkverträge selbst sind schonmal gar nicht begrenzt seitens des Mobilfunkanbieters, ergo sollen sie dir zur Vermeidung von Ärger, Publizität und amtlicher Strafe deinen Kaufwunsch erfüllen. (-:=

    Zitat

    Original geschrieben von Bayernpeter
      michael8
    am besten wäre natürlich ein Mercedes S-Klasse mit einem grundgebührbefreiten 24 Monatevertrag mit monatlichen Kosten von Euro 9,95


    "Ironiemodus aus"


    Wir sehen mal wieder wo uns die Geiz-ist-geil-Gesellschaft hingeführt hat

    An ein günstigeres Preisniveau gewöhnt man sich schnell und Preiserhöhungen zu akzeptieren fällt einem so schwer, daß man mitunter ganz verzichtet, auch wenn der Preis objektiv betrachtet durchaus noch im Rahmen liegt. Mit dem sowohl schrecklichem, als auch falschem "Geiz ist geil" hängt das noch nichtmal zusammen.


    Für einen TTler kann natürlich besonders schwer zu schlucken sein, daß es da draußen im wirklichen Leben Angebote gibt, das für keinen Händler selbst unter Verzicht seines eigenen Wohlergehens reproduzierbar ist. Die Tatsache von im Laden vorhandenen Geräten, aber angeblichen Ausverkaufs läßt ja vermuten, daß es ein Preis- oder Druckfehler war. Den hätten sie dann aber gleichwertig klarstellen müssen.


    Als Hannoveraner könnte man's natürlich nach wie vor versuchen, samt Hinweis auf die gesetzliche Regelung Sondernangebote für mindestens für zwei Tage zu bevorraten und Erinnerung an die Verbraucherschutz- und Wettbewerbszentralen. Angesichts der vorhandenen Geräte könnte der Abteilungsleiter einen Verkauf dem anderweitig möglichen Ärger noch vorziehen - besonders dann, falls es entgegen den Behauptungen vor dem angeblichen Ausverkauf gar keine Verkäufe gegeben haben sollte ("Lockvogelangebot" in Steigerungsform).


    Versug macht klug. (-:=