Kreuzundquer
Die eigentliche Frage ist ja längst beantwortet, bleiben als nur die Seitenaspekte:
ZitatOriginal geschrieben von RAR
Wie viele bleiben von den Hartz4 Empfängern ca. 6,7 Millionen über wenn die Kinder, Rentner und Arbeitnehmer (jene die zu wenig verdienen und H4 zusätzlich beantragt haben) abgezogen werden?
Wenn man es genau nimmt, müssten diese dann zu den regulären Arbeitslosen hinzugerechnet werden. Aber das ist ja leider wieder so eine andere Geschichte.
Wie bitte, was? Man sollte eine Teilmenge der Hartzer zu den regulären Arbeitslosen dazuzählen?!
Wenn man von der Gesamtmenge der Hartzer die genannten Kinder, Rentner und Aufstocker abzieht dann bleibt eben die Teilmenge der Langzeitarbeitlosen. Die sind aber in der Gesamtmenge der Arbeitslosen schon enthalten, da sich diese eben aus Langzeitarbeitslosen (AL2 alias Hartz4) und Nichtlangzeitarbeitslosen zusammensetzt.
ZitatOriginal geschrieben von Sliders
Noch krasser: Bildung 1,39 Euro im Monat.
Es sollte man berechnet werden, wieviel die Gesamtheit der Hartz4-Bezieher und ihre Verdienstnachbarn, die Geringerdiener tatsächlich für Bildung ausgeben.
ZitatOriginal geschrieben von A1234
Da ja so viel gepriesen wurde, dass fordern und fördern das oberste Gebot ist würde mich persönlich einmal interessieren wie denn das fördern funktioniert. Wie das fordern geht habe ich am eigenen Leibe erfahren. Ich hingegen kenne aber keine einzige Person die durch Bemühungen der JobCenter wieder in den ersten Arbeitsmarkt gefunden hat.
Letzteres ist mir auch nicht bekannt, meine Stichprobe ist allerdings auch klein. Umso erstaunlicher, daß es bezüglich "Fördern & Fordern" aber auch genau andersherum geht: Förderung ja, Forderung nein.
Akademiker, vom anerkannten Asylsuchenden zum Diplommathematiker, drei Jahre mehr schlecht als recht gearbeitet auf zwei gut bezahlten IT-Stellen, acht Jahre arbeitslos, nullkommagarkein Fordern, Eingliederungsvereinbarung nichtmal ansatzweise eingehalten, ohne Motivation, Frau schwarzarbeiten geschickt, Sprachkurse hat sie gleich mehrfach besucht, sogar mit ihr deutsch zu sprechen und zu üben erscheint ihm zu mühsam angesichts der zur Verfügung stehenden Heimatsprache, letzter Sprachkursbesuch wurde vor Jahren wegen Schwangerschaft abgebrochen und nie wieder aufgenommen, Frau und Kind und teils auch er halten sich regelmäßig monatelang (bis fast ein Jahr am Stück!) in der Heimat auf, dort vermietetes Häuschen und verpachtetes Grundstück, Kettenraucher, zunehmende Schulden statt zumindest für 200 oder 100 Euro (abgabefrei!) Zeitungen auszutragen, eine teure Weiterbildungsmaßnahme (Windows Netzwerkadministration) kurz vor Schluss konsequenzlos abgebrochen, eine weitere, eher praktische vor 'nem halben Jahr mit Beschäftigungszusage beendet, aber seitdem nichtmal beworben. und so weiter, und so fort.
Kurz: Vom gut ausgebildeten Akademiker mangels Notwendigkeit zum ins Sozialsystem Eingewanderten.
Bitte entschuldigt die Unterbrechung. Ich weiß, gegenteilige Erfahrungen gibt's auch, aber eben auch nicht ausschließlich. Die Beschäftigungsspflicht, die letztens aus sicher anderen Gründen von Westerwelle und Koch thematisiert worden war wäre vielleicht gar nicht so schlecht. Die unverschuldet in Hartz4 abgerutschten langjährig und fleissig Beschäftigten wollen zum Großteil lieber ihren Unterhalt selbst verdienen, als die Hand aufzuhalten und auf dem Amt mit ihrem Gegenteil in einen Topf geworfen zu werden. Und ihr Gegenteil kann man ohne nachhaltige Beschäftigungspflicht gar dazu bekommen, sich selbst etwas anderes, für sie angenehmeres oder einträglicheres zu suchen (siehe Marmos obiges 17er Beispiel).
ZitatOriginal geschrieben von frank_aus_wedau
Ich hoffe, ich darf mir kurz erlauben, an meine eingangs aufgeworfene Frage zu erinnern:
Was passiert ab dem 01.01.2011, wenn es der Regierung nicht gelingt, bis zum 31.12.2010 eine Neuregelung zu verabschieden?
.Wenn das Wörtchen "wenn" nicht wär'...
Warum noch erinnern an etwas, was längst hinreichend und sogar einstimmig beantwortet wurde? Bei etwaigem Fristablauf gilt das bisherige vorläufig weiter und wird nach Erfüllung entsprechend korrigiert, siehe schwebende Gerichtsverfahren im Steuerrecht und anderes - auch, wenn du dir offenbar zwecks Regierungsabstrafung lieber ein Tobuwabohu ungekannten Ausmaßes wünscht. Das Prinzip der gesetzlichen Regelung ist ja nichtmal beanstandet worden, sondern lediglich die Berechnungsmethode. Natürlich wünschen sich alle Harzer, alle linken Oppositionsgruppierungen und alle Gutmenschen, daß der Regelsatz zumindest veroppelt werde.
Erst, wenn das letzte Transfergeld ausgegeben sein wird wird man merken, daß man auch selbstgedrucktes Geld nicht essen kann. Lang lebe die tatsächliche Produktion!